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03.07.12 - FULDA

Viertes NIGHTFEVER: So viele Straßen-Besucher wie noch nie - "Kirche erfahren"

NIGHTFEVER lockte Interessierte zum offenen Gebetsabend in die Heilig-Geist-Kirche – Jugendpfarrer Thomas Renze ist begeistert Fulda. Eine warme Sommernacht, das Konzert von Amy Macdonald auf dem Domplatz und die Beachparty im Rosenbad sind die Bausteine des Erfolgs vom vierten NIGHTFEVER-Abend in der Heilig-Geist-Kirche Fulda. Noch nie ließen sich so viele Menschen von der Straße in die Kirche einladen wie dieses Mal. Drinnen erwartete die Besucher Musik und Kerzenschein vor dem Allerheiligsten - dem Leib Christi in einem goldenen Gefäß, der Monstranz. Neben dem Entzünden des Teelichtes und der Möglichkeit einen Bibelvers zu ziehen, nutzen einige Besucher die Gelegenheit zum längeren Verweilen in der Kirchenbank.

Dort schrieben sie Gebetsanliegen oder lauschten einfach der Musik, die vom Chor Vox Juventatis aus Marbach, einer Projektband von Schülerinnen der Marienschule, Gitarrist Christoph Hartmann und der KJF-Lobpreisband vorgetragen wurde. Der Abend begann bereits um 18.30 Uhr mit der Heiligen Messe mit Bistumsjugendpfarrer Thomas Renze und Kaplan Florian Böth. Renze nahm zum ersten Mal als Jugendpfarrer des Bistums Fulda am NIGHTFEVERabend teil und dankte den ehrenamtlichen Organisatoren für die Einladung. In seiner Predigt ging Renze auf das Tagesevangelium ein, in dem Jesus eine Frau heilt, die lange Zeit an Blutungen litt. „Blut ist das Zeichen des Lebens und diese Frau verlor nach und nach ihr Leben. Christus schenkt es ihr zurück und will auch uns immer neu die Möglichkeit geben, unser Leben zu gestalten. Fassen wir das Leben mit beiden Händen und gestalten wir es mit Christus“, forderte Renze die Jugendlichen auf.

Der Jugendpfarrer verdeutlichte den Anwesenden, dass dieser Weg mit Gott bereits mit der Taufe begonnen habe. „Mich fasziniert es immer wieder, dass Gott nicht fern von uns ist, sondern mitten unter uns auf dem Weg ist. Er lädt uns ein, das Leben mit ihm zu gestalten und ich bin mir sicher: Egal, was auch kommt, unser Leben wird gut, weil Gott im Bunde ist.“ Von der Begegnung mit Christus im Leben berichtete nach dem Gottesdienst Laura Müller aus Flieden. Sie wollte vor vier Jahren beim Fest des Glaubens im Schönstattzentrum in Künzell-Dietershausen sich eigentlich nur mal in dem kleinen Kapellchen aufwärmen: „Als ich aber hineinkam und die vielen betenden Jugendlichen sah, ergriff auch mich eine innere Wärme, ein unbeschreibliches Gefühl. Ich spürte irgendwie, dass Gott die Liebe ist und ganz ja zu mir sagt“, so die Jugendliche. Seit diesem Moment veränderte sie ihr Leben und gestaltete es mehr und mehr im Glauben.

„Ich habe auch die Kirche besser kennengelernt und verstanden: Sie will mit uns nicht immer nur schimpfen, sondern uns zu Gott führen. Deshalb will auch ich Menschen näher zu Jesus bringen“, erklärte Laura ihre Motivation zur Mitarbeit bei NIGHTFEVER. Jugendpfarrer Thomas Renze lud interessierte Jugendliche noch zur Katechese ein, die gewöhnlich um 21 Uhr im Seniorenzentrum stattfindet. Als Thema wählte sich der Jugendpfarrer die Frage nach dem Wesen der Kirche. Ein erster Gedankenaustausch mit den Jugendlichen machte schnell klar: die Palette der Eindrücke reicht von faszinierend, jung, lebendig über Treffpunkt, Haus Gottes, alt und immer noch aktuell bis hin zu schwierig, polarisierend und Institution. In seinen Ausführungen machte Renze deutlich, dass Kirche zunächst die Gemeinschaft aller Getauften mit Christus sei: „Kirche ist also jeder einzelne von uns“, so der Jugendpfarrer.

Zudem sei die wesentliche Aufgabe der Kirche, den Glauben an Christus in Wort und Tat zu verkünden. Er ermutigte die Jugendlichen zum Zeugnis des Glaubens im Alltag: „Verkündigen kann jeder, egal ob auf dem Sportplatz oder in der Schule“, so Renze. Dabei gehe es zunächst auch darum, in echter Nächstenliebe zu handeln. „Kirche ist dann besonders überzeugend, wenn sie in der Tat aus wirklicher Nächstenliebe handelt. Das geschieht dort, wo wir aus liebendem Herzen, uns um den Nächsten sorgen, ohne von ihm eine Gegenleistung zu erwarten. Wir tun etwas Gutes, weil wir wissen, jeder Mensch ist von Gott geliebt“, erläuterte Renze. Für die Zukunft der Kirche wünschte sich der Jugendpfarrer, dass jeder Getaufte mehr und mehr sich als Werkzeug Gottes verstehe.

„Die Kirche soll mehr lernen, Zeichen und Werkzeug der Liebe Gottes zu sein. Das bedeutet für uns: Wir sind die Werkzeuge und die Kirche ist der Werkzeugkasten“, so der Jugendpfarrer. Ein jeder solle seine Begabungen entdecken und in die Kirche mit einbringen. Nur im Zusammenspiel könne die Kirche wirklich Kirche sein und die Menschen zu Christus führen. In der anschließenden Gesprächsrunde überlegten die Jugendlichen gemeinsam mit dem Jugendpfarrer, wie sie das Gebot der Nächstenliebe im Alltag umsetzen können und neben dem Wirken kirchlicher Einrichtungen wie z. B. Katholischen Kindergärten oder Altenheimen Akzente der liebenden Aufmerksamkeit zum Nächsten, motiviert aus dem Glauben an Christus, setzen können. Stimmen und Impressionen vom vergangenen NIGHTFEVER sind im Internet unter www.nightfever-fulda.de und im Facebook unter www.facebook.com/NIGHTFEVER.Fulda zu finden. Der nächste NIGHTFEVER Abend findet am 02.10.12 in der Hl. Geist Kirche in Fulda statt. +++




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