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Thomas Schmidt, Optiker und Walter Bohn, Begleiter des Projektes Bücherbox

Bücherbox enthält: Bücher aus Nachlässen, Infomaterial und Visitenkarten Trauerarbeit

24.04.13 - HANAU

Weitergeben statt wegwerfen: Bücherboxen mit Literatur aus Nachlässen

Immer wieder fragen Angehörige von Verstorbenen im Trauerzentrum Rhönstraße 8 nach, ob dort Bücher aus Nachlässen abgegeben werden können. Bislang war dies aus Platzgründen nicht möglich. Nun ist sein neues Projekt ins Leben gerufen worden: Bücherboxen an Orten, wo sich Menschen befinden.

Der Prototyp steht bei Optiker Thomas Schmidt in der Langstraße 54 in Hanau. Menschen warten hier, bis ihre Brille gerichtet ist. Dabei können sie in der Bücherbox stöbern. Werden sie fündig, dann kann das Buch mit nach Hause gehen. Die Idee ist abgeleitet von den öffentlichen Bücherschränken, die mit großem Aufwand an öffentlichen Plätzen errichtet werden. Die neue Idee hat den Vorteil, dass platzsparend und kostengünstig einfache Boxen für die Bereitstellung. „Ich freue mich, dass wir damit Menschen helfen können, dass der Nachlass der verstorbenen Angehörigen nicht einfach entsorgt werden, sondern anderen einen guten Dienst tun.", sagt Thomas Schmidt, Augenoptiker in Hanau, der als erster eine solche Bücherbox bekommt.

„Wir wollen damit ein Zeichen setzen, gegen die Entsorgungsmentalität", sagt Werner Gutheil der dieses Projekt angestoßen hat. Wir wollen damit den Hinterbliebenen Menschen zu helfen. Derzeit laufen mit einem Baumarkt Verhandlungen über das Sponsoring von Boxen, sagt Werner Gutheil, Diözesanseelsorger für Trauernde und Leiter des Trauerzentrums Rhönstraße. „Die Idee Bücher weitergeben zu können liegt mir schon lange am Herzen. Ich habe selbst viele Bücher und kann keines davon wegwerfen. So tut es mir in der Seele weh, wenn Menschen nicht wissen, wohin mit den Büchern ihrer Verstorbenen. „Sollten Bücher dabei sein, die wir nicht für die Boxen verwenden können, dann geben wir sie an ein kleines Buchantiquariat weiter, das vom Verkauf von Büchern lebt. Uns selbst geht es um die sinnvolle Weiterverwendung der Bücher und nicht ums Geld," so der Diözesanseelsorger. Die Bücher sind kostenlos und es geht auch nicht um das Sammeln von Spenden. „Mit den leicht zugänglichen Büchern wollen wir auch das Lesen für Menschen ermöglichen, deren finanzielles Einkommen nicht den Kauf von Büchern nicht ermöglicht," sagt Werner Gutheil, der die Not der Witwen aus seiner Arbeit als Trauerbegleiter kennt. In den Boxen werden auch Informationsmaterialien und Visitenkarten der Trauerarbeit verteilt. „Es wäre schön, wenn diese Idee weitere Verbreitung und „Nachahmer" finden würde," so der Diözesanseelsorger für Trauernde im Bistum Fulda. Er wird diese Idee nach Start in Hanau als Anregung an alle Pfarreien im Bistum Fulda weitergeben. Vielleicht finden sich ebenso weitere engagierte Menschen, die mit diesem Dienst anderen helfen.

Gesucht werden noch Standorte (im Raum Hanau), wie Geschäfte, Cafe’s, Apotheken vielleicht sogar Eingangsbereiche von größeren Wohnhäusern. Gesucht werden weitere Helfer, aber auch Sponsoren für die Boxen (ca. 8 € pro Box). Die Liste der Standorte und die Spende werden im Internet veröffentlicht unter www.trauern-warum-allein.de . Interessenten können sich melden im Trauerzentrum Rhönstraße 8, 63 450 Hanau, Tel. 06181-42 898 44 oder per E-Mail: [email protected] . +++

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