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Birgit Kömpel, Hannelore Kraft, Sabine Waschke und Pascal Barthel am Dienstagabend auf dem Uniplatz in Fulda.

21.08.13 - FULDA

"Happy birthday to you", singt Hannelore Kraft am Dienstagabend um kurz vor neun Uhr mit viel Leidenschaft auf dem Uniplatz in Fulda. Das Geburtsständchen gilt nicht ihrer Partei, die Sozialdemokraten feiern in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag, sondern Parteifreund Gerhard Kaiser aus Burghaun. Er feiert seinen Ehrentag dieses Mal mit rund 400 Zuhörern inmitten von Fulda. Der Wahlkampf geht schließlich nun so richtig los. Jede Stimme zählt, gerade für die Sozialdemokraten in der CDU-Hochburg.

Die Fuldaer SPD hat sich eine stimmgewaltige Unterstützerin geholt. Mit dem kraftvollen Auftritt der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin und stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden läutet sie die heiße Wahlkampfphase ein. Und sie macht den Osthessen Mut: "Ich weiß, wie die politischen Verhältnisse hier sind. Aber auch bei uns gibt es ein paar solcher Flecken. Und wir haben es trotzdem geschafft. Es ist Zeit für einen Wechsel - auch in Fulda", sagt Kraft am Ende ihrer rund 60-minütigen, kämpferischen Rede. Ohne Spickzettel und locker an der Treppe des Showtrucks stehend sucht sie die Nähe zur Basis. Und Krafts Plädoyer für einen Politikwechsel kommt bei den Parteifreunden bestens an. Langer Applaus sowie stehende Ovationen für eine der beliebtesten und markantesten Politikerinnen im Lager der Sozialdemokraten. 

Kraft spricht über die Sorgen und Nöten in Nordrhein-Westfalen, aber auch von erfolgreichen Modellen, wie sie die Probleme etwa der Jugendarmut, Arbeitslosigkeit und mangelnder Perspektiven in den Griff bekommen haben. Vieles davon lasse sich auf Hessen übertragen. Und sie verteilt Spitzen etwa in Richtung ihres Amtskollegen Volker Bouffier (CDU). Dessen Nein zum Länderfinanzausgleich etwa sorgt für Unverständnis in NRW. In den Mittelpunkt stellt sie jedoch das Wahlprogramm der SPD. Sie rückt die "soziale Gerechtigkeit" und das "Wir" statt Ellenbogen-Politik in den Fokus. Investitionen in die Bildung, Mindestlohn, Steuer für Besserverdienende, gerechtere Krankenkassenbeiträge und mehr Sozialverträglichkeit sind Inhalte ihrer Rede. 

"Die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen, Verbänden und Organisationen zeigen doch, dass die meisten Menschen in diesem Land wollen, dass es nicht um das Ich und die Ellenbogen geht, sondern um das Wir. Wer das will, der weiß, wo er am 22. September sein Kreuzchen macht", sagt die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin zum Abschluss. 

Ein langer Wahlkampftag in Nord- und Osthessen geht für die Spitzenpolitikerin aus NRW zu Ende. Unterstützung etwa für die heimischen Kandidaten Birgit Kömpel (Bundestagskandidatin), sowie die Landtagsabgeordnete Sabine Waschke und Newcomer Pascal Barthel (Landtagskandidat). Nach Eschwege, Sensenstein bei Nieste und Melsungen ist Fulda Endstation einer langen Tour an diesem Dienstag- inklusive eines Geburtstagständchens für Gerhard Kaiser. (Hans-Hubertus Braune) +++


Knapp 400 Menschen lauschten der Wahlkampfreden in Fulda. - Hans-Hubertus Braune / Hendrik Urbin

Gersfelds ehemalige Bürgermeister Margit Trittin (links) und Birgit Kömpel.



Die Landtagsabgeordnete Sabine Waschke eröffnete die Wahlkampfveranstaltung.


Pascal Barthel begrüßt den prominenten Gast aus Nordrhein-Westfalen.

Gut gelaunt schlendern die beiden Sozialdemokratinnen über den Uniplatz.


Optimismus und Zuversicht...

...ein Urgestein der Sozialdemokraten: der ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Wendelin Enders









Geburtstagsständchen für den Burghauner Gerhard Kaiser (rechts).


Zeit für Gespräche - etwa mit den vielen Ehrenamtlichen.

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