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FULDA

28.11.13 - „Positiv zusammen leben!" lautet das diesjährige Motto zum Welt-Aids-Tag 2013, welches von den drei nationalen AIDS-Organisationen, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Stiftung und der Deutschen AIDS-Hilfe, propagiert wird. Die aktuelle Solidaritätskampagne stellt zum vierten Mal die Lebenssituation von Menschen mit HIV und Aids in den Mittelpunkt. Mutige Menschen mit HIV geben der Aktion als Botschafter auf Plakaten und Flyer ein Gesicht. Sie sind mit ihrem sozialen Umfeld zu sehen, die sich solidarisch an ihre Seite stellen. „So outet sich ein positiver Arbeitgeber um das Thema HIV und Arbeit in den Fokus zu setzen. Weitere Motive greifen die Bereiche Partnerschaft und Freizeit auf. „Positiv zusammen leben!" soll als Vorbild dienen und dazu beitragen, dass die Akzeptanz gegenüber HIV-positiven Menschen gefördert wird. So unterstützt die Sängerin, Sarah Conner, die HIV-positive Doreen in ihrer Rolle als Kampagnenbotschafterin", so die Aids-Hilfen.

Die Kampagne kommuniziert aber auch multimedial unter: www.welt-aidstag. De Rund 3.400-mal wurde bundesweit im Jahr 2012 die Diagnose „HIV-positiv" gestellt. Am häufigsten bei Männern, die Sex mit Männer haben, jedoch zunehmend auch bei Menschen, die sich über heterosexuelle Kontakte infizieren. Ende 2012 lebten etwa 78.000 Menschen mit HIV und Aids in der Bundesrepublik. Seit Beginn der Epidemie sind in Deutschland 27.000 Menschen an den Folgen von HIV / Aids gestorben. Doch diese im internationalen Vergleich relativ geringe Zahl ist kein Anlass zur Entwarnung, im Gegenteil: „Es zeigt sich einmal mehr, dass nachhaltige Verhaltens- und Verhältnisprävention wirken. Angesichts der bisherigen Erfolge gilt es, konsequent weiter zu arbeiten, damit das Erreichte nicht gefährdet wird. Dazu müssen die notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden", so die AIDSHilfe Fulda.

„Die medizinische Behandlung ist in den vergangenen Jahren für die Menschen mit HIV weiter vorangeschritten, die Lebensqualität hat sich verbessert und damit ergibt sich eine längere Lebenserwartung. Voraussetzung dafür ist, dass die HIV-Infektion durch einen Test bekannt ist und dass ein Arztkontakt zu einem HIV-Spezialisten besteht. Nachteilig bei der ärztlichen Versorgung der in Osthessen lebenden Betroffenen, dass sich die Behandlungszentren in Frankfurt und Gießen befinden. Somit sind diese Menschen wesentlich schlechter gestellt als andere chronisch Erkrankte", berichtet Hans-Jürgen Wolff, Berater und Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Fulda.

„ Doch Medizin alleine reicht nicht. Ebenso wichtig sind für HIV-positive und an Aids erkrankte Menschen Freundinnen und Freunde, die ihnen immer wieder den Rücken stärken. Aber auch Menschen in der gesamten Gesellschaft, die sich für Respekt und Akzeptanz einsetzen", so die Aids- Hilfe. Der Welt-Aids-Tag soll daran erinnern, dass Solidarität mit Menschen mit HIV und Aids wichtig ist. Jeder kann etwas tun, damit alle – HIV-Positive, HIVNegative und Ungetestete – positiv zusammen leben können. Auf diese genannten Aspekte will die AIDS-Hilfe Fulda e.V. zum Welt-Aids- Tag aufmerksam machen. So leisten engagierte Helfer zum Welt-Aids-Tag ihren Beitrag und verteilen rote Herzluftballons und die roten Schleifen gegen eine Spende. „Die AIDS-Hilfe ist auch nach 25 Jahren weiterhin auf Spenden zur Fortführung der vielfältigen Beratungs.- und Präventionsarbeit sowie für die Einzelhilfe für Betroffene angewiesen", so Hans-Jürgen Wolff.

Für die osthessische Kampagne „Die Region zeigt Herz!" stellt sich erneut der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Gerhard Möller, als Schirmherr zur Verfügung. Die Aktionskosten für „Die Region zeigt Herz!" wird von Die Schwenninger, Krankenkasse unterstützt. Somit entstehen für die Aktion keine Sachkosten und die Spendeneinnahmen sind zu 100 Prozent zugunsten der Aids-Hilfe. Gerade Betroffene aus dem hiesigen Raum haben sich für die Fortführung der Aktion und dessen Anliegen stark gemacht und um Unterstützung bei der Krankenkasse gebeten.

Weitere Informationsstände können tagsüber am 29. Und 30. November in der Friedrichstraße, tegut-Märkte Emaillierwerk, Kaiserwiesen und Hünfeld besucht werden. Am 1. Dezember ist das Info-Zelt vor der Aids-Hilfe in der Friedrichstraße von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Gegen 16.00 Uhr findet dann noch ein „Herzballonevent" zum Gedenken an die Aids-Opfer statt. Während der Öffnungszeit des Standes laden die Mitglieder des Vereins Standbesucher zu einem Kaffee mit Kuchen zum Kennenlernen ihres Angebotes und der Räumlichkeiten ein.

Infokasten AIDS-Hilfe Fulda e.V., Friedrichstraße 4, 36037 Fulda Tel. 06 61 / 7 70 11, Fax 06 61 / 24 10 11 Email: [email protected] Anonyme telefonische Beratung, Tel 06 61 / 1 94 11 Spendenkonto: VR GenoBank Fulda eG, KTO 80 80 909, BLZ 530 601 80 Beratung im Gesundheitsamt Lauterbach, Gartenstr. 27 Mit Möglichkeit zum HIV-Antikörpertest (Vollblut- und Schnelltest) Tel 0 66 41 / 9 77 171 (j. 1.+3. Mittwoch zw. 15.00 und 16.00 Uhr).+++


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