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Christkindwiegen: Sänger auf dem Turm mit Laternen. - Fotos: als

ALSFELD

27.12.13 - Menschentrauben auf dem Marktplatz. Das Christkindwiegen in Alsfeld hat nicht nur Tradition; es ist eine Institution. Auch diesmal. Seit 1849 wird dieses Christkindwiegen ununterbrochen durch den Gesangverein Liederkranz-Harmonie Alsfeld gepflegt; der Brauchtum wachgehalten. Weihnachten in Alsfeld -ohne Christkindwiegen nicht denkbar!

Ingrid Kober, die neue erste Vorsitzende des Gesangverein Liederkranz-Harmonie: „Das Christkindwiegen bestimmte bereits meine Kindheit. Früher wurde wurde gegen 21 Uhr auf dem Turm gesungen – da blieb für Bescherung nicht mehr viel Zeit. Dann heiratete ich einen Turmsänger. Jetzt bin ich Vorsitzende des Vereins, der die Tradition des Christkindwiegen aufrecht hält. Und nichts liegt mir näher, als dafür zu sorgen, dass der Fortbestand gesichert wird". Und dann startete Ingrid Kober hoch auf dem Turm einen Appell an die Bevölkerung, aber auch an Stadt und Kirchen. „ Es ist nicht mit dem Singewein oder einem Zuschuss getan, wir brauchen Nachwuchs, damit dieses schöne Brauchtum der Christkindwiegen in Alsfeld erhalten bleibt". Das war eine besondere Botschaft.

Vor Ehre und Stolz, die ihn bei seinem ersten Christkindwiegen erfüllt, strahlte Bürgermeister Stephan Paule. Er dankte dem Gesangverein Liederkranz-Harmonie für die Erhaltung des Christkindwiegen. Der Zuschuss der Stadt Alsfeld zum Christkindwiegen wurde an Ingrid Kober übergeben.

Es zeichnete sich bereits am Vormittag ab: Mit Bürgermeister Stephan Paule haben die Sänger nachhaltige Unterstützung bekommen. Es konnten aber mit Franz Payer, Eckhard Herrmann und Gerd Hawelka drei weitere neue Turmsänger begrüßt werden. Auch bei der Bläsergruppe wurde mit Reinhard Gonder (Leusel) ein neuer Turmbläser begrüßt. Er löste Wilfried Jungk (Romrod) ab.

Hansi Buchhammer führte auch beim diesjährigen Christkindwiegen – zum 37. Mal - wieder Regie. So Leute, es geht los, sagte „Hansi", um 17.08 Uhr. Zuerst die Sänger raus. Sie erhielten die Noten und die bunten Laternen. Dann waren die Bläser an der Reihe – wie immer. Und pünktlich um 17.15 Uhr klag mit „Vom Himmel hoch daher komm ich her" es dann vom Turm der Walpurgiskirche. Und unten auf dem Marktplatz, bei manchmal leichtem Nieselregen, standen viele Menschen, sie waren still, hörten zu; Besinnlichkeit kehrte ein. – Und dann ging es weiter – an drei Ecken des Turmes - mit den Liedern „Ehre seit Gott in der Höhe" und „Lobet den Herren". Es gab Applaus für die Erhaltung und Bewahrung des Brauchtums. Um 18 und 19 Uhr – die gleiche Prozedur- es waren wieder viele Zuhörer gekommen. Es gab wieder viel Applaus.

Man wünschte sich frohe Weihnachten – ob auf dem Turm und unten auf dem Marktplatz. - - Weihnachten in Alsfeld. Jedes Jahr gleich , seit 1849 – und doch immer wieder anders.

Ehrungen - Singewein-Geld - Dank an Heinrich Dittmar

Dietrich Weiß, auch sieben Jahre Vorsitzender des Gesangverein Liederkranz-Harmonie Alsfeld, wurde für seine 25. Teilnahme am Christkindwiegen durch „Turm-Dirigent" Hans-Otto Schneider geehrt. Und eine Treppe höher erhielt Susanne Nau, die seit 25 Jahren in der Bläsergruppe mitwirkt, durch Ingrid Kober die gleiche Auszeichnung.

Wie in jedem Jahr – der Tradition folgend - übergab für die Ev. Kirchengemeinde Pfarrer Paul-Gerhardt Künzel, als Hausherr, mit 36,74 Euro in einem Geldsack – umgerechnet auf die heutige Währung - die Singe-Wein-Entlohnung.

Dankesworte der Vorsitzenden Ingrid Kober gab es zum offiziellen Abschluss der Ansprachen an Heinrich Dittmar. Seit 1999 ist er ununterbrochen auf dem Turm und berichtete aus der Geschichte der Stadt Alsfeld so manche „Geschichten, die sich zugetragen haben" (siehe nebenstehender Bericht). Jahr für Jahr ist das Interesse an diesen Vorträgen, die nur auf dem Turm beim Christkindwiegen gehalten werden, groß. Auch diesmal – Bericht über die 60 Jahre heimatgeschichtliche Vorträge.

Und wie in jahr Jahr gab auch vor dem letzten Auftritt die „berühmten" Fleischwürstchen. Und dann nach dem letzten Auftritt war hieß es wieder: Abstieg der 145 Treppenstufen. Für einige Sänger zum zweiten Mal am Heiligabend. Kondition war angesagt. Denn viele Sänger sind auch schon über 70 Jahre alt (als)  +++.

Ehrungen: 25 Jahre als Sänger ...

25 Jahre in der Bläsergruppe ...

Vorbereitung ist wichtig: Laternen müssen ...

Die ältesten Turm-Sänger Werner Popp ...

Bürgermeister Stephan Pauel dankte ...

Menschentauben auf dem Marktplatz.


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