FRIEDEWALDThema Windräder: "Vernunftkraft"

Bürgerinitiative schließt sich bundesweiten Aktionen an

25.03.14 - Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald schließt sich der bundesweiten Aktion des Bündnisses "Energiewende für Mensch und Natur e.V." in Kooperation mit VERNUNFTKRAFT an und unterstützt bundesweite bedeutsame Petition gegen das privilegierte Bauverfahren von Windkraftanlagen. Prominenten Beistand erhält die Initiative durch den heimischen Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich (CDU). Die unter Nummer 49690 beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereichte Petition „Alternative Energiequellen - Änderung der Ausnahmereglung des Privilegierten Bauverfahren gemäß § 35 BauGB" fordert eine stärkere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Kommunen in den Genehmigungsverfahren.

"Das können wir voll und ganz so unterschreiben", betonte der Sprecher der Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald, Marco Sell. Als der Gesetzgeber mit den Ausnahmeregelungen des §35 BauGB versucht hat, den neuen Technologien der „erneuerbaren Energie" Starthilfe zu geben, kann er Szenarien von Windindustrieanlagen mit über 200 Metern Höhe, die in Einzelfällen gerademal 400 bis 800 Metern von Wohnbebauungen entfernt stehe, gemeint haben. Ganze zuvor prägende Orts- und Landschaftsbilder wie zum Beispiel im Hunsrück bei Simmern sind nachhaltig und unwiederbringlich zerstört, Wasserquellen mit bestem Trinkwasser müssen geschlossen werden, natürliche Lebensräume von gefährdeten Tierarten wie Rotmilan und Fledermaus zerstört – und die dort stehenden Anlagen arbeiten nur deshalb gerade so im Rahmen der Wirtschaftlichkeit, weil sie hochgradig über die EEG Umlage der Stromkunden subventioniert werden.

"Ein solches Szenario droht nun durch den Bau von weiteren Windkraftanlagen an den Standorten Roteberg, Gaißhecke und Waltersberg auch für Friedewald und die ganze Region um die Kernzone im Unesco-Biosphärenreservat Rhön Dreienberg", befürchtet Marco Sell. Derzeit befinden sich zusätzlich zu den bereits vorhandenen Windkraftanlagen schon über 100 Windkraftanlagen rund um die Region des Dreienberges bei Friedewald in Planung, und das innerhalb eines Radius von 15 km Luftlinie. "Das können wir nicht einfach so hinnehmen, dass unsere Heimat dadurch dauerhaft geschädigt wird." Prominente Unterstützung bei der Forderung, frühzeitig und umfassend über Windkraftplanungen informiert zu werden und vor allem über diese Mitentscheiden zu können, erhält die Friedewalder Bürgerinitiative durch den Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich (CDU). Heiderich selbst wohnt in dem Ortsteil Lautenhausen, ist dort selbst durch bestehende und geplante Windkraftanlagen betroffen und beschäftigt sich seit Jahren mit der Energiewende.

Die Bürgerinitiative und Bundestagsabgeordneter sind sich einig, dass in einer Demokratie die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Gestaltung des öffentlichen Lebens größten Stellenwert haben. Die Wünsche der Bürger und deren Wohlergehen sollten höhere Priorität haben als die Profite einzelner Unternehmer. Dafür steht unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Mit der bundesweiten Vernetzung erhoffen sich die kritischen Windkraftbegleiter aus Friedewald größere Beachtung zu finden, zumal es sich auch um eine Angelegenheit handelt, die nicht an den Grenzen Waldhessens Halt macht. Noch bis zum 3. April haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Petition zu unterzeichnen - entweder auf einer der bei der Bürgerinitiative vorliegenden Listen oder per Internet https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2014/_02/_12/Petition_49690.nc.html . "Wir fordern für unsere Kommunen und uns Bürger das demokratische Mandat ein, über unsere Heimat selbst bestimmen zu können", erklärte die Bürgerinitiative in ihrer Pressemitteilung abschließend. +++


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