Restlos ausverkauft
BILDERSERIE: Fremdensitzung mit Wortbeiträgen, Garde- und Showtänzen

21.02.17 - In einer restlos ausverkauften "Röcker“ DGH-Arena begab sich ein tolles Publikum auf eine amüsante Reise durch ein facettenreiches Fremdensitzungsprogramm des RCV. Eine Vielzahl an Wortbeiträgen im Wechsel mit Garde- und Showtänzen (RCV – "Sternchen“, "Sweet Devils“, Prinzengarde, Präsidentengarde, Elferratsgarde) sorgten für stürmische Begeisterung im Saal.
Zudem wussten die im Duett auftretenden Prinzenmariechen Charlotte Pfeiffer und Jana Schäfer optisch und tänzerisch erneut zu glänzen. Einen gelungenen Auftakt der Wortbeiträge gestaltete ein Ehepaar (Katja Reichwein und Steffen Frick), dessen Beziehung etwas verhärtet erschien, denn etwas Gutes wusste der Ehemann über seine "Holde“ nicht zu berichten. Gleich im Anschluss staunten Prinz Daniel XXX, "Küppel genannt, überragt als Eintracht Adler unser Land“ und Prinzessin Lisa XXIX, "die von den Bergen winkt und mit ihrer Alemannia Lieder singt“ nicht schlecht, als Prinzen - Bruder Thomas Firle und Prinzessinnen – Vater Joachim Winkler in einem amüsanten Beitrag die Gemeinsamkeiten von "Röckern“ und "Hüttnern“ betonten. Der rüstige Rentner Ludwig hatte es wahrlich nicht einfach: Seine Frau Erna verweilte in Bad Mergentheim zur Kur, während er allein zu Hause mit zwei gebrochenen Armen klar kommen musste – er fand jedoch helfende Hände in der attraktiven, polnischen Haushaltshilfe Ludmilla. "Sein“ Gewissen meldete sich jedoch ab und zu per Stimme aus dem Hintergrund, brachte Ludwig immer wieder in die Spur und das Publikum zum Lachen.
Standing Ovations entfachte der Beitrag der Teuflischen Elf (weiblicher Elferrat), die auf der Bühne die typischen Handgriffe diverser Berufe präsentierte: Gleichzeitig nebeneinander in geordnetem Chaos – eine tolle und in sich verwobene Choreographie. Nach einem Jahr Pause betrat er endlich wieder die närrische Bühne, der Meister der Gestik und Mimik: Frank Schäfer als "ahle, querche Sack“ – seine schlechte Laune tat der Stimmung im Saal keinen Abbruch – im Gegenteil: Die Narren hielten sich die Bäuche vor Lachen.
Im Anschluss trat "Altmeister“ Stefan Räsch auf den Plan – wie immer in unvergleichlicher Mundart als "plattschwätzender Schlädschwätzer“, der zum Ende seines Wortvortrags mehr oder weniger starke Gesangskünste präsentierte (Hinweis: Nicht jede Frau steht auf Dosenfisch!). Richtig rund ging es fortan im neu eröffneten Beauty- und Friseursalon "Frischer Schnitt – auch im Schritt“: Hier wurde das Neueste aus dem Dorf ausgetauscht, jungen Männern die Haare sehr stark gekürzt und Fußpflege mit der Schleifhexe betrieben. Zum Abschluss des Vortrags forderte ein Kunde gesanglich gleich "10 Nackte Friseusen“, so dass der Saal erneut bebte.Die etwas in die Jahre geratenen Damen Gerda und Hilde berichteten schließlich von heimlichen Phantasien und "Seniorenmobbing“ – das Publikum kannte kein Mitleid und lachte gnadenlos über die armen Seniorinnen. Bevor die SGR Jugendbetreuer mit ihrer Tanzgruppe "Spezialeinheit Taktlos“ den Saal zum Kochen brachten, "behelligte“ der Wiener "Grantler“ und Chefstatistiker Jochen Seng in höchst amüsanter Weise das Publikum mit interessanten Statistiken rund um ein Menschenleben.
Wie schon in den letzten Jahren bildete das Eintracht Frankfurt Fanclub – Männerballett mit dem diesjährigen Showtanz "Irish for a day“ den krönenden Abschluss zu einer gelungenen Fremdensitzung. Nach knapp fünfstündigem Programm und Freigabe der Bühne durch den Sitzungspräsidenten begleitete die Band "La Musica“ die Narrenschar stimmungsvoll mit einem breiten Musikspektrum bis in den frühen Morgen hinein. Diejenigen, die da waren, kommen sicher wieder. +++
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