Zum elften Mal Weiberfasching
Über vierstündiges Programm begeisterte Publikum

- Fotos: gr
24.02.17 - Frauen- und Männerpower waren beim Weiberfasching in Hessens Bergstädtchen angesagt. Die elfte Auflage dieser närrischen Veranstaltung stand unter dem Motto „Ulrichsteiner Faschings-Wies`n“ und bescherten den Veranstaltern, dem SV „Chattia“ und VHC-Zweigvereine Ulrichstein, wieder eine bis auf den letzten Platz gefüllte Stadthalle. Das neue Motto war dann auch deutlich bei den Darbietungen der Gruppen des Veranstalters zu sehen und so kamen die zwei Moderatorinnen, Ute Grimm und Michaela Scharmann, natürlich in zünftigen Lederhosen und präsentierten ein über vierstündiges Programm. Zu Beginn stellte zunächst jeweils ein Vertreter der beteiligten Gruppen deren närrischen Faschingsruf vor.
Das Ulrichsteiner Funkenmariechen Ellen Schulz eröffnete dann den Reigen der tänzerischen Darbietungen. Es folgten die „Blau-Weißen Funken“ des Kultur- und Sportverein Ober-Seibertenrod mit dem Gardetanz. Auch sie feierten in diesem Jahr das elfte närrische Jubiläum. Schon ein fester Bestandteil des Programmes sind Silke Merz und Kerstin Rühl aus Köddingen. Sie hatten mit Uwe und Hans-Gunter Braun Verstärkung mitgebracht, die allerdings nichts zu sagen hatten, denn während sich die beiden Frauen über ihre Männer erzählten waren sie das Opfer auf der Massagebank. Sie hatten dabei nichts zu lachen, denn die Massage verlief nicht ganz schmerzfrei, wenn die beiden Masseurinnen sich über ihre Männer in Rage redeten.
Die Ulrichsteiner Stadthalle verwandelte sich dann zum ersten Mal in einen Hexenkessel, denn das Männerballett „Bauwagen-Dancer“ aus Kaulstoß wurde angekündigt. Mit ihren tänzerischen und sportlichen Leistungen begeisterten sie die weiblichen Zuschauer. Vor der ersten kurzen Tanzpause zeigten noch die Roten Funken aus Helpershain ihr Können. Den zweiten Programmteil eröffneten die Damen des SV „Chattia“ mit einem Showtanz. Sie zeigten zu Beginn, dass auch mit einem Rollator noch Rockn Roll und Twist getanzt werden kann. Die Gehhilfe wurde dann bei Seite gestellt und bei „Hula Palu“ eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt.
Tänzerisch ging es mit den der Showtanzgruppe Rebgeshain weiter. Die Gruppe ist bereits von Anfang an beim Ulrichsteiner Weiberfasching und entführte die Zuschauer aus dem hohen Vogelsberg an die See. Von der See ging es anschließend in die Zirkusmanege beim Auftritt des Männerballetts „Steife Froschschenkel“ aus Freienseen. Frenetischer Beifall gab es für ihre Leistungen und erst nach einer Zugabe durften sie die Bühne verlassen. Tänzerisch Glanzleistungen gab es dann beim den Auftritt von Ronja Grimm und Gregor Continanza. Sie überraschten dann noch mit einer Gruppe Jugendlicher, die erst am Abend zuvor ihren Auftritt eingeübt hatten. Mit dabei waren auch Fredi Grimm und Jenzy Carranza die beide extra wegen dem Ulrichsteiner Fasching aus den USA in den Vogelsberg gekommen waren.
Die Garde aus Rebgeshain beendete anschließend den zweiten Teil der Darbietungen.
Die Lollipops aus Höckersdorf eröffneten als „Eiskristalle“ den letzten Veranstaltungsteil. Es folgte die Showtanzgruppe „Stylez Wohnfeld“. Die letzten beiden Darbietungen wurden den Gastgebern gestaltet. So begeisterten zunächst die Lila Funken die Besucher und legten einen Gardetanz ohne Wenn und Aber auf die Bühne. Abschluss war das mit Spannung erwartete Ulrichsteiner Männerballett. Zunächst teilweise als Frauen verkleidet, dann aber mit Anzug und Krawatte im „Mafia-Look“ und am Schluss in zünftigen Lederhoden boten sie den „närrischen Weibern“ sportliche Höchstleistungen mit viel Akrobatik.
Mit dem großen Finale endete der Ulrichsteiner Weiberfasching nach über viereinhalb Stunden um Mitternacht. Insgesamt waren bei der Veranstaltung über 100 Aktive auf der Bühne und unzählige Helfer vor und hinter den Kulissen sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. (gr) +++
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