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"Vom Dorf fürs Dorf"

Wenn ein paar Frauen den besten Abend des Jahres veranstalten ...


- Fotos: pirvat

25.02.17 - Den Faschingshochburgen zum Trotz wurde am Freitag Abend im ländlichen Günthers in dem Gasthaus zur Ulsterbrücke genauso großartig Fasching gefeiert. Die heimischen Frauen hatten dieses Wochenende organisiert, unterstützt wurden sie von Otto Adelmann, welcher an diesem Abend als "Ottilie Adelfrau" die Moderation übernahm. Männer und Frauen wechseln sich jährlich mit der Organisation und Ausführung ab. Eine gerechte Aufteilung also.

Unter den Zuschauern befanden sich die Bewohner von der Diakonie in Tann, welche jedes Jahr zum Karneval einen Prinzen, eine Prinzessin und einen Elferrat wählen. "Das ist mit dem eigenen Geburtstag und Weihnachten das Highlight für die Einwohner. Wir zelebrieren das jedes Jahr sehr groß.", erklärte die Betreuerin Evi Kocka.

Die Teamleitung übernahm in diesem Jahr Kirstin Kümpel. "Im Dezember haben wir uns zusammengesetzt und beschlossen, ob wir überhaupt was machen. Als das feststand, haben wir unser Programm aufgezogen", sagte sie zur Veranstaltung und fügte an: "Hätten wir den Otto als Unterstützung nicht gehabt, dann wäre das Wochenende garnicht für uns möglich gewesen".

Otto Adelmann ist ein gebürtiger Wiener und tritt schon seit jahrzehnten unter den Namen "Otto der Wiener" als Entertainer und Alleinunterhalter auf. Er zeigte sich ebenfalls sehr dankbar, bei dieser Feier dabei sein zu dürfen. "Es ist eine schöne kleine Gruppe von 14 Frauen, die das auf die Beine gestellt hat. Es gab kein Gezicke, und es war eine super familiäre Atmosphäre", erzählte er zufrieden. Solch ein Event auf freiwilliger Basis hochzuziehen, sei viel höher zu bewerten.

Beim Programm waren die Sketche "Die zwei Jogger" und der "Dorfklatsch" die Höhepunkte des Abends. Sie lösten reihenweise ein frenetisches Gelächter beim Publikum aus. Beim Dorfklatsch wurden die alltäglichen Dorfgeschichten in witzige Erlebnisse verpackt. Das verstehen dann natürlich nur die Einheimischen. Svenja Zimmermann brachte mit verschiedenen Gesangseinlagen, unter anderem mit dem Lied "Pocahontas", den Saal zum erstaunen.

Der Inhaber der Ulsterbrücke, Stefan Herzog, unterstrich nochmal den Zeitaufwand und die Leidenschaft, die die Frauen aufgewendet haben. "Das hier ist vom Dorf, fürs Dorf. Der Spaß steht einfach im Vordergrund", erklärte der Inhaber. Otto Adelmann gab zum Abschluss des Abends noch eine Message mit auf dem Weg: "Wir machen das hier für die Leute, um einfach mal die aktuellen Weltgeschehnisse zu vergessen. Wir wollen den Menschen eine schöne Zeit bieten". (Florian Vay) +++

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