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2. Böschemer Altweiberfasching

Spaßig, politisch und ein bisschen schrill


Die Pharaonen sind auf der Böschemer Altweiberfastnacht los - Fotos: Barbara Enders

26.01.18 - Farbenfrohe Kostüme beherrschten das Bild des Abends, ob Smileys, Ägypter oder Pfau, bei äußerst milden Temperaturen gab es viel Kreatives zu bewundern, das bei Kälte unter dicken Jacken versteckt wird. So zog sich ein bunter Zug von Musikanten und Narren durch die Innenstadt, von lauten Haalex-Rufen begleitet und sicherlich gab es kein Helau oder Alaaf zu hören!

Schrill und ein bisschen traurig: Pippi aus Wildflecken 82. v. r) sucht na...

Zur Fosenocht gehört auch immer ein bisschen Kritik an der Obrigkeit, die an diesen Tagen keiner übel nimmt. Auf den lodernden Flammen der Feuerteufel verbrannte so das Geld, das der Böschemer Stadtrat allzu leichtsinnig auszugeben scheint. Diese Feuer waren auch mit Freibier der Wirte nicht zu löschen und flackerten bis tief in die Nacht hinein.

Äusserst zufrieden: Die Wirtsleute im Milano freuen sich auf die vielen Fos...

Alles wieder ok, Röchel schenkt die Schnäpschen aus, die die Hausfrau der D...

Treue und langjährige Gäste waren wieder zu begrüßen, wie Hubert aus Bad Brückenau mit seinem markanten Ledermützchen, er hatte zunächst Station im „Milano“ gemacht, wo sein schriller Nachbar aus Wildflecken mit den roten Zöpfchen ernsthaft versicherte, Pippi zu heißen. Und hier kommt die 2018er Altweiberfosenocht wieder nicht an der ehemaligen Traditionsgaststätte Rhönlust vorbei! „Dort war es einfach nur schön, man konnte sich mal setzen, traf immer nette Leute und vor allem gab es Livemusik“, betonte Pippi. Er und seine Freunde wollten sich an diesem Abend noch auf eine Runde durch die Lokale machen, um einen passenden Platz zu finden.

An der Fastnachtsgasse geht er los, der Böschmer Nachtumzug an Altweiberfas...

Und unter einer Ägyptermaske war ein langgezogenes Stöhnen zu vernehmen: „Do lieber n gaanze Obend hinner der Theke gestanne, wie unner der Maske geschwitzt…“! Diese Maskenträgerin hatte nach 45 Jahren Dauereinsatz hinter der Theke endlich mal Zeit, selbst um die Häuser zu ziehen.

„Alles wie immer“ lautete die Ansage aus den Lokalen. Beim Werts Karl wurden zwei Greenhorns aus Hollstadt in das Würfeln um die „Leichezüch“ eingeweiht, einem Turm aus Bier, Likör, Bierfilzen und Naschzeug. Sie hatten die besten Lehrmeister, die es für dieses anspruchsvolle Spiel geben kann, die Unterweißenbrunner Stammgäste, die natürlich gerne Entwicklungshilfe leisten. Die nächste Unterrichtseinheit findet in der kommenden Woche statt! (ara) +++

Lehrlinge in Sachen „Leichezüch“: Gäste aus Hollstadt bekommen ihren ersten...

Gutes Recycling: Flammende Feuerteufel , auf denen das Geld verbrennt, das ...

Ein Schnäpschen für die Maskierten: Ellen verteilt in der Tucherstube die ...

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