Ausverkauftes Bürgerhaus
Erste Fremdensitzung mit kernigen Gags und zackigen Tänzen

- Fotos: Johannes Frohnapfel
28.01.18 - Die erste Fremdensitzung der Vereinsgemeinschaft Welkers der diesjährigen Kampagne hielt, was sich die zahlreichen Besucher im ausverkauften Bürgerhaus versprochen hatten: Kernige Gags, zackige Tänze und ganz viel bissigen Humor. Und nach dem Einmarsch von „Prinz Christian von der Regionalbahn“ und „Prinzessin Susanne, die akrobatische Powerfrau“, welche nach eigener Aussage als „Thüringer mit Migrationshintergrund“ nun als Prinzenpaar nun ja die höchste Stufe der Integration erreicht hätten, erfüllten sich die Erwartungen des Publikums an die Protagonisten voll und ganz.
Die Prinzengarde meisterte die traditionelle Gewehrübung ohne nennenswerte Wackler und die zahlreichen Show- und Tanzgarden konnten die Bühne erobern. So begeisterten die „Lollipops“ mit ihrem Showtanz zum Thema Zirkus mit Puscheln, Akrobaten, Bändern und allem, was eben zu einem Zirkus gehört ebenso wie die „Sunshine Girls“, welche mit ihrem Showtanz eine Reise durch die Musik der 90er bis heute unternahmen und ebenso nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen durften. Aber auch die Prinzenmariechen Annemarie Jarosch und Lorena Klimesch sowie traditionell als Abschluss der Fremdensitzung die Tanzgarde konnten mit hochwertigen und akribisch choreographierten Gardetänzen die Besucher in ihren Bann ziehen. Vor allen Dingen mit akrobatischen Höchstleistungen konnten außerdem die „Bühnenrocker“ mit ihrem Showtanz überzeugen, welcher in die zauberhafte Welt von „Aladin“ entführte.
Das Thema „Flaschengeist“ nahmen dann Tanja Eib und Samuel Buch auf und zeigten auf, wie schwer es doch sein kann, Teenagern etwas beizubringen und wie schnell man aneinander vorbei redet. Gar nicht aneinander vorbei, dafür mit einer gelungenen Mischung aus Jung und Alt agierte der Projektchor des Gesangvereins unter der Leitung von Stefan Auth mit einer musikalischen Überraschung für das Prinzenpaar. Aber auf der Welkerser Fremdensitzung wird nicht nur getanzt und gesunden, gekonnt wird auch das Dorfgeschehen des letzten Jahres aufs Korn genommen und ausgeschlachtet. So wusste Judith Gutberlet sowohl als „Schwarz Krack“ als auch als „Rindvieh“ gewohnt bissig von den Sorgen einer dreifachen Mutter zu berichten und auch einige Details über die Prinzenmannschaft preiszugeben. Und wie üblich wusste sie auch genau über die Verfehlungen der Dorfbewohner im letzten Jahr Bescheid und konnte diese ebenso wie die das letztjährige Prinzenpaar, Ortsvorsteher Andreas Klimesch gemeinsam mit „seiner Ortsvorsteherin“ Anja Klimesch zu kommentieren. Letztgenannte konnten als Adjutanten und Freunde des Prinzenpaares zudem sowohl Internas aus dem Leben des diesjährigen Prinzenpaares preisgeben, die Kochkünste des Prinzen karikieren als auch politische Themen der Gemeinde anreißen. Und auch die aktuell erfolgreichen Fußballer oder die Projekte der örtlichen Vereine bekamen ihr Fett weg.
Gespannt erwartet wurde auch, was die „Igehoiradete“, eine Gruppe eingeheirateter Frauen, auf ihrer von den Ehemännern gesponsorten Rundfahrt „Welkers für Zugezogene“ erlebten und hier erfuhr man, welche Highlights und Geheimtipps man unbedingt sehen muss, welche neuen Angebote es gibt, wer sich im letzten Jahr daneben benommen hat, wo die „Hollywood Hills“ von Welkers liegen oder wo man verloren gegangene Ehemänner wieder findet. Weitere Kuriositäten aus dem Dorf und der Dorfprominenz wusste der Elferrat zu aufzuzeigen, welcher eben genau diesen Personenkreis im Fußpflegesalon beobachtete und hierbei allerlei Anekdoten und Kurioses des vergangenen Jahres aufzuzeigen wusste. Hier erfuhr man dann auch, was alles „für die Füße“ war. Und jetzt kennt man zudem die „White Wine-Girls“ und „Iron-Eib“ und weiß, wer bald welchen Posten übernimmt und auch, wer es wie lange auf welcher Party aushält. Nicht fehlen durfte natürlich die Prinzengarde, welche mit ihren fast schon legendären Gesichtsmasken eine Zeitreise in das Jahr 2051 unternahm, die potentiellen Erfolge der Welkerser Vereine in diesem Jahr darstellte und zudem durften die heutigen Gardisten im „Seniorentreff 2051“ ihre Fitness in 23 Jahren beweisen. Durch das Programm führten gewohnt souverän die Sitzungspräsidenten Markus Hasenau und Tobias Frohnapfel. (pm) +++
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