Unterstützung für Museumsarbeit

Förderverein Fastnachtsmuseum konkret: bereits 40 Mitglieder - auch OB dabei


Fotos: Martin Angelstein - Das Logo des Fördervereins - das "ff" wird heute als "Föllsch foll" interpretiert, früher hieß es wohl einmal "Fürstliches Fulda"

27.10.18 - Die ersten Pläne dafür gab es schon Anfang der 80er Jahre, gesammelt wird auch seit Jahrzehnten und in etwa zwei bis drei Jahren soll es Realität sein: das "Fastnachtsmuseum Fulda". Vor einigen Monaten bereits wurde zur Unterstützung und Aufbau ein entsprechender gemeinnütziger Förderverein gegründet - und dieser stellte sich jetzt der Öffentlichkeit vor. Nicht ohne Stolz verwies der 1. Vorsitzende und Ex-Tollität Christian Wighardt auf die über 500-jährige Fastnachtstradition in Fulda. "Fastnacht ist auch ein Stück Heimat und eine tolle Tradition" sagte er am Donnerstagabend vor den 30 anwesenden Fördermitgliedern und Vereinsvertretern. Der Förderverein will "durch den Aufbau und Unterhalt einer Sammlung von Gegenständen der Fuldaer Fastnacht das Ziel einer ständigen Ausstellung in einem Fastnachtsmuseum" realisieren.

Das "Herz und Antriebsmotor" dieser Idee ist sicherlich der Altkarnevalist Bernd Heil. Er gilt mit Blick auf die Historie als "lebendes Lexikon" und hat seit über 30 Jahren bereits rund 400 Exponate gesammelt. Er war auch Initiator einer Ausstellung von "fulder Foaset" im Stadtschloss. Unterstützt wird das Projekt zweifelsohne von der Stadt Fulda. auch wenn es noch keinen Standort gibt, so wurden dem Verein doch zumindest erste Depoträume für die Exponate zur Verfügung gestellt. Und dass es die Stadt Fulda mit ihrer Unterstützung ernst meint, zeigt die Tatsache, das am Donnerstagabend Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) spontan einen Mitgliedsantrag für den Förderverein ausfüllte und unterzeichnete - als Privatperson. "Wir werden uns auch als Stadt bei diesem Projekt noch engagieren" so seine Aussage gegenüber OSTHESSEN|NEWS.

Es war auch Bernd Heil vergönnt, einige interessante Exponate mit Blick auf die Fuldaer Fastnachtsgeschichte den Zuhörern vorzustellen. Eine der ältesten quellen ist ein "Satirischer Buchenholzschnitt" vom Hofmaler Hans Brosamer aus dem beginnenden 16. Jahrhundert. Es folgten verschiedene zeitgeschichtliche Dokumente wie Eintrittskarten, Fotos und Faltblätter, der Hinweis auf die erste Fastnachts-Ausstellung im Jahre 1937 sowie zahllose Kostüme, Orden und Zeitungsausschnitte.

Die Arbeitsweise und Archivierung aller Gegenstände soll nach der Systematik des Hessischen Museumsverbandes erfolgen - deshalb ist der Förderverein dort auch Mitglied geworden. Im Aufbau befindet sich eine spezielle Internetseite ( www.foerderverein-fastnachtsmuseum-fulda.de ), die ab 20. November freigeschaltet wird. Im Vereinsvorstand engagieren sich sechs Personen: Christian Wihghardt (1.Vorsitzender), Bernd Heil (2. Vorsitzender), Helmut Sauer (Schatzmeister) und seine Stellvertreterin Elvira Mihm sowie Mayleen Seifert (Schriftfüherin) mit ihrer Vertretung Tatjana Steinhauer. Dazu geibt es noch einen Beirat, dem Thomas Happ, Johannes Kramer und Michael Seifert sowie als Archivarin Annette Hamperl angehören.

Bereits jetzt gehören dem Förderverein rund 40 Mitglieder (Einzelpersonen, Vereine und Fördermitglieder) an. Ziel ist es, möglichst viele Menschen in der "Fastnachts-Hochburg Fulda" für diese Idee zu begeistern, zumal der einfache Jahres-Mitgliedsbeitrag bei nur zwölf Euro liegt. Wer interessante Dokumente oder Exponate zur "Fulder Foaset" hat und abgegeben möchte, der hat jetzt die Möglichkeit. Wie sagte doch ein Teilnehmer: "Wenn du etwas hast, dann nicht zu Grümel oder in die Tonne, wir holen die Schätze bei dir mit Wonne". (Martin Angelstein) +++

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