Närrinnen übernehmen Zepter

"Welcome to Miami": Begeisterungsstürme für knallige Weiberparade in Pink


Fotos: Stefanie Harth - Welcome to Miami: Ein Höhepunkt jagt bei der nunmehr zehnten Auflage der Weiberfastnacht des Obersuhler Carneval Vereins (OCV) den anderen.

01.03.19 - Funkelnde Flamingo-Pailletten, niedliche Plüsch-Flamingos, Flamingos, die sich auf Haarreifen gegenüberstehen, eine Flamingo-Konfetti-Kanone und ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild, in dessen Zentrum freilich der rosa gefiederte, tropische Stelzvogel steht: „Pretty in Pink“ ist es bei der nunmehr zehnten Auflage der Weiberfastnacht des Obersuhler Carneval Vereins (OCV) zugegangen.

Gemeinsam mit ihrer Crew lassen die Elferrätinnen Carmen Bock, Katja Eberhardt und Manuela Sauer unter dem Motto „Welcome to Miami“ ordentlich die Puppen tanzen. Von Anfang an ist unmissverständlich klar: heute schwingen die Damen das Zepter. Die Herren der Schöpfung, die nicht in Frauenkleidern erschienen sind, haben das Nachsehen: Sie müssen Thekendienst schieben.

Los geht es mit der knalligen Weiberparade. Ein Höhepunkt jagt den anderen. Einen „dicken Niki Laudaaa“ gibt es sowieso für jeden der 178 Akteure, die geschlossen eine Spitzen-Show abliefern. Mit akrobatischen Meisterleistungen wissen beispielsweise Nele Wagner und „Freddy“ Sauer, das Funkenpärchen des OCV, die beiden Funkenmariechen Josy und Emily aus Ronshausen sowie die Gardetanzgruppen aus Dippach und Richelsdorf zu begeistern.

Der australischen Hard-Rock-Band AC/DC hat sich das Jugendballett aus Dankmarshausen verschrieben, während die Präsidentengarde des OCV das Publikum in die achtziger Jahre entführt. Die „Best of the 80“ aus Richelsdorf beteuern, dass ihnen „die Füße weh tun“: Frei nach Nancy Sinatras Song „These Boots Are Made for Walkin‘“ stellen die Damen fest, dass es sich mit weinroten Chucks besser tanzen lässt als mit Stöckelschuhen. Eine Zeitreise in die „Goldenen Zwanziger“ unternimmt die Damentanzgruppe aus Gospenroda. Das „Mutti Ballett“ des Untersuhl-Gerstunger Carnevalvereins (UGCV) beschert den närrischen Zuschauern mit Wolfgang „Wolle“ Petry den Himmel auf Erden.

Die durchtrainierten „Zumba Chicas“ zeigen gemeinsam mit ihrem männlichen Breakdancer auf, dass es sich durchaus lohnen kann, dem Aerobic zu frönen. In geheimer Mission unterwegs ist derweil die Prinzengarde des DCV, die zum Entzücken der Mädels einen perfekten Moonwalk aufs Parkett bringt. Kultstatus genießen in Obersuhl die „Fanfaren“, die mit ihrer rasanten Blechbläserdarbietung das närrische Volk von den Sitzen reißen.

Rocklegenden auferstehen lässt die Damentanzgruppe des UGCV, während die sexy „Racing Girls“ aus Berka schneller als die Polizei erlaubt unterwegs sind. Als das Männerballett des UGCV die Bühne entert, geraten die im Publikum dominierenden Damen komplett aus dem Häuschen: Acht Herren schweben wie elfengleiche Primaballerinas übers Parkett, um sich anschließend in Rocky-Manier einen knallharten Boxkampf zu liefern und dann wiederum als mit Goldmedaillen dekorierte Synchronschwimmer ins kühle Nass abzutauchen. Pech nur, dass keiner der Profisportler den weißen Hai auf der Rechnung hat…

Mit einem bizarren und brillanten Potpourri, gespickt mit „Mega-Smash-Hits“ von Metallica, Queen, Liquido, Roberto Blanco, Drafi Deutscher, Andreas Gabalier und den Wildecker Herzbuben, bringt die „Ladybug Band“ den Saal zum Beben. Hut ab! Frenetischen Beifall ernten zudem das OCV-Weiberfastnachtsfunkenpärchen, „Levitation“ aus Sontra, das OCV-Hofballett und die „Sexy Bellies“. Dann ist auch schon die Zeit für das große Finale angebrochen.

Weiter geht es mit dem närrischen Treiben am Samstag, 2. März, wenn der OCV um 15 Uhr zum Kinderfasching ins Obersuhler Bürgerhaus bittet. Einlass ist ab 14.30 Uhr. (Stefanie Harth) +++

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