Erst Regen, dann Sonne

"Aber scheiß drauf, Umzug ist nur einmal im Jahr": Narren trotzen dem Wetter


Fotos: Joachim Well -

05.03.19 - Wenn sich in Gemünden Ehringshausen wieder hunderte Menschen auf den Straßen tummeln und neugierige Blicke aus dem Fenster in Richtung Hauptstraße geworfen werden, dann heißt es endlich wieder: "D'r Zoch kütt". So auch am Faschingsdienstag, als sich etwa dreißig Zugnummern durch das drei kilometerlange Dorf im Vogelsberg schlängelten.

Doch der Umzug startete mit einem kleinen Wermutstropfen: Pünktlich um 14:11 Uhr fing es an zu regnen. Alle Narren suchten Unterschlupf im Zelt, bis der Schauer nach einer viertel Stunde wieder nachgelassen hatte. Der Umzug konnte mit ein wenig Verspätung starten - doch kaum hatte er sich in Bewegung gesetzt, kam schon der nächste Regen vom Himmel. Egal - die Regenponchos wurden schnell über die Kostüme gezogen und weiter zu der Musik auf den Wagen gefeiert. "Aber scheiß drauf, Umzug ist nur einmal im Jahr", hörte man es von den Garden singen.

Doch dann hatte der Wettergott doch noch Erbarmen: Auf halber Strecke zeigte sich dann endlich die Sonne. Nun konnte der närrische Lindwurm bei bestem Wetter durch die Straßen Ehringshausens ziehen. Bei stimmungsvoller Musik auf den verschiedenen Faschingswagen kamen die Narren erst so richtig in Fahrt. Nach über einer Stunde kam der Zoch wieder am Sportheim zum Stehen. Doch das hieß noch lange nicht, dass der Faschingsdienstag sich nun dem Ende neigte. Denn im Sportheim stieg die traditionelle After-Zug-Party. Dort versammelten sich hunderte von Jecken, um dem diesjährigen Fasching einen gebührenden Abschied zu verleihen. Bei kölschen Liedern und den Faschingshits aus den letzten Jahren wurde bis in die späten Stunden ordentlich gefeiert. (Luisa Diegel) +++

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