Kampagne 2019/2020 gut vorbereitet

Paukenschlag: FKG-Präsidium steht bei Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung


Fotos: Hendrik Urbin - Zu Gast bei OSTHESSEN|NEWS: das FKG-Präsidium mit Vize Johannes Günther, Präsident Michael Hamperl und Vize Dr. Frank Steinhauer.

06.11.19 - In Fulda steigt die Spannung: Der 11.11 ist nicht mehr weit, ein Grund auf die Kampagne der Fuldaer Karneval-Gesellschaft (FKG) zu schauen. Zwar steht die jetzige Saison in den Startlöchern, doch das Gespräch des FKG-Präsidiums mit OSTHESSEN|NEWS stand unter dem Zeichen der Veränderung. Denn im nächsten Jahr stehen, im über 1.000 Mitglieder zählenden Aushängeschild der Fuldaer Foaset Neuwahlen an. Dabei wird das dreiköpfige Präsidium nicht mehr zur Wahl antreten.

"Das Wichtigste ist, dass in der diesjährigen Kampagne der Rosenmontag ohne Einschränkungen stattfinden kann", erklärte der Präsident Michael Hamperl. Im letzten Jahr fiel der Umzug aufgrund des Sturmtiefs "Bennet" sprichwörtlich ins Wasser. Dennoch sei laut dem Präsidium die gesamte "fünfte Jahreszeit" in der Session 2019/2020 bereits bestens geplant. Die Verantwortlichen hoffen vor allem, dass die neue Foaset-Party gut angenommen wird: "Das ist ein neues Format, eine Mischung aus einem modernen Ball und einer klassischen Sitzung", erklärte Vize-Präsident Dr. Frank Steinhauer.

Auch die Prinzenmannschaft ist bereits gefunden. Laut dem Präsidium ist die Tollität ein Fuldaer Urgestein und ein echter Karnevalist. Zudem habe der designierte Prinz schon angekündigt, dass aufgrund des ausgefallenen Rosenmontagsumzuges, die Günther-Brüder einen besonderen Auftritt erhalten sollen. Das Geheimnis wird, wie in jedem Jahr, aber erst bei der Inthronisierung im Kolpinghaus gelüftet. Da der 11.11 in diesem Jahr auf einen Montag fällt, wird der neue Prinz schon gegen 22:00 Uhr auf der Bühne stehen. Während die Prinzensuche keinerlei Probleme dargestellt hat, muss die FKG ohne eigene Tanzgarde in die bevorstehende Kampagne gehen: "Da müssen wir uns den Schuh selbst anziehen, für die nächstjährige 'fünfte Jahreszeit' muss man sich - strukturell verändert - auf die Suche nach einer Tanzgarde machen", erklärte Hamperl selbstkritisch.

Generell befindet das Präsidium, dass gerade bei jüngeren Menschen das Interesse am Karneval und das Engagement, sich selbst zu beteiligen, nachgelassen hat: "Die Fastnacht ist ähnlich wie der Fußball ein Abbild der Gesellschaft, früher war es selbstverständlich sich bei beidem zu engagieren. Es hat aber aufgrund des kulturellen Wandels eine Veränderung gegeben", so der FKG-Präsident weiter. Dennoch solle man nicht zu selbstkritisch mit seiner Arbeit ins Gericht gehen, man könne gar nicht alle Dinge richtig gestalten, analysierte Vize-Präsident Steinhauer.

Allerdings wird es für die Präsidiumsmitglieder die letzte selbstorganisierte Kampagne sein. Während Michael Hamperl und Dr. Frank Steinhauer sich aus Amtsmüdigkeit zurückziehen wollen, erklärte Johannes Günther aus beruflichen Gründen aus dem Präsidium auszuscheiden: "Man muss sehr viel Zeit aufwenden, auch in der freien Zeit macht man sich Gedanken. Manchmal bekommt man auch schlaflose Nächte", erklärte Dr. Steinhauer seinen Rückzug. Insgesamt wenden Hamperl und Günther rund 300 Stunden im Jahr für die Kampagne auf, Steinhauer kommt sogar auf 450 Stunden. (Kevin Kunze)+++

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