"Ein Hauch von Glanz und Harmonie"

Die "Harmonie" reiste in die Zwanziger Jahre


Fotos: Martin Möller - Die Twirling Group Destination

10.02.20 - Mit dem fastnächtlichen Bunten Abend des Sängerchors „Harmonie“ begann im Dorfgemeinschaftshaus Steinbach am Wochenende eine Reise in die Zwanziger Jahre. Und schon startete der Countdown zur Weltraumreise der Mini-Cilli-Gang, die tänzerisch ins Jahr 2220 abhoben. 

Die vier gewitzten Angler und die elf Kreuzfahrerinnen des Kinderchores begaben sich mit Käpt‘n und Seemann (Thorsten Pirkl als Bordpianist) unter der Leitung von Dagmar Schröter auf große Kreuzfahrt und konnten einiges erleben. Die Kinder sangen „Eine Seefahrt die ist lustig“, brachten den Angelwürmern das Schwimmen bei und bekämpften Veganer mit der Wurscht-Brüh-Spritzpistole. Schillernd führten Patricia Manns und Lukas Gutberlet durch das Programm des Abends.

Snuufend trafen Hohmann und Kochanski bei der neuen örtlichen Bäckerei aufeinander. Nein, nicht die Väter, sondern ihre Töchter Livia und Alicia spielten Kundin und den Back-Geldausgabeautomat „Joyce“. Beim 24-Stunden-Service-Automat gelangte Kundin Kochanski an ihre Grenzen. In Schale geschmissen hatte sich auch die in die Bütt getretene „Young Oma“ Margot Dreifürst, die sich rein gar nichts von Pubertieren gefallen lässt und so einiges aus dem Alltag der Generationen berichtete. Ihr temperament- und schwungvolles Gardekönnen zeigten die sieben Tänzerinnen der „Pink Diamonds“ aus Ufhausen auf der Bühne, unter der Anleitung von Eyleen Richter. Im Reisebüro der Reiseverkehrsangestellten Dagmar Schröter und ihrem „Hochstift“ Thorsten Pirkl (Klavier) trafen sich die „Jungsängerinnen“, um gesanglich einiges über ihre Reiseziele, die Staus und die Probleme beim Reisen zu erfahren. Als Kunden trafen im Reisebüro Selina Diegelmann (Gitarre), Lena Schröter (Gitarre), Tanja Pieczkowski, Melina Kaiser, Maria Pirkl-Vogt und Christina Kittel ein. Mit u.a. „Im Frühstau zu Berge“, „Greta, wir fliegen nicht mehr nach Kreta“ hatten sie die Lacher auf ihrer Seite. 

Eine verworrene Situation fanden der Eigentümer Lukas Gutberlet und der Geschäftsführer eines Malerbetriebes Lukas Hohmann auf ihrer Baustelle vor: Die verlotterten Anstreicher Benedikt Manns, Viktor Manns und Thomas Manns hatten mit ihrem „Stift“ Niklas Gutberlet kreuzweise gepinselt, um danach zu erfahren, dass die Wand hätte getupft werden sollen. Aber mit der Erfahrung aus über 300.000 Überstunden gelang ihnen die Lösung des Problems. Nach dem akrobatischen Streichen der Wand ging’s sofort ab zum „Malertshof“.  Einigen tänzerischen Betrieb mit lateinamerikanischen Moves gab es bei den „Tanzmäusen“ des SVS. Sie entführten mit gekonnten Schritten unter Sombreros zur „Fiesta Mexicana“ ins schöne Mexiko. Christiane Oswald hatte wieder die Tanzleitung über die Mexikanerinnen und den Mexikaner Benedikt Ritz übernommen. 

Im Vodafone-H2O-Laden eines Telekomunternehmens gab Herr Schulski (Mario Hosbach) zu, sein in die Jahre gekommenes Handy bereits seit 13 Jahren nicht mehr benutzt zu haben. Stattdessen versuchte der verwunderte Verkäufer Johannes Modenbach, ihm das kleine „Schneewittchens-Lover-Smartphone“ mit dem „Call-me-call-you-call-your-family.in-Timbuktu-Tarif“ aufzuschwatzen. Die jungen Damen aus der Garde „Green Devils“ vom Bruderverein „Cäcilia“ sorgten mit professionellen Schritten zu den ABBA-Hits für ein stimmungsvolles 70er-Jahre-Gefühl. Die Lacher auf ihrer Seite hatten Waltraud (Kathrin Thiele) und Mariechen (Sophia Heiderich), die versuchten, im Bäcker Brandau ein Rollenspiel als Gast und Kellnerin aufzuführen. S’Mariechen brachte Waltraud natürlich wieder völligst zur Weißglut. 

Mit ihren Sängerstimmen berichteten die feschen „Jungsänger der Harmonie“ von der ihrem Multifunktionswerkzeug „Thermomix“, vom wirtschaftlichen Aufschwung in Steinbach („Durchs ganze Dorf da geht ein Ruck“) und den Steinbacher C-Promis, gefolgt vom schmissigen „Wenn die nach vorn fällt“. Der indianische Tanz der Twirling Group Destination aus Arzell leitete furios in das große Finale mit allen Akteuren über. Auf der Bühne stellten die Tänzerinnen die Geschichte der zwischen zwei Welten lebenden „Pocahontas“ dar. (pm) +++

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