„Halex schallt`s aus dem Elstal“

Maumer setzen Meilenstein in Sachen Fasching, Tanz und Büttenreden


Fotos: Marion Eckert -

13.02.20 - Als klar war, dass die Böschemer Maumer aufgrund der Sanierung der Rhönhalle in die Elstalhalle nach Oberelsbach ausweichen müssen, war auch ihr Slogan geboren: „Halex schallt`s aus dem Elstal“. In der Tat haben die Maumer mit ihrem „Halex“ das Elstal überzogen und einen deutlich Meilenstein in Sachen Fasching, Tanz und Büttenreden gesetzt. Die Vorsitzenden Gloria Kober und Sandra Hellmuth versprachen ein Programm voll bunter Tänze und närrischer Sketche.

Ihr Dank ging an alle, die die Büttenabende möglich machen, das sind neben den Mitglieder der Vorstandschaft, die an der roten Glitzerweste gut zu erkennen waren, die vielen Helfer hinter den Kulissen. Apropos Kulissen, die Maumer haben natürlich ihr bekanntes Bühnenbild mit dem Maumereck und dem Fosenochtsbaam auf dem Marktplatz sowie dem roten Sofa für das Prinzenpaar mit nach Oberelsbach genommen. Zum zweiten Mal in Folge bestritt das Moderatorenteam mit Michael Geis und Max Rockenzahn die Abende. Im vorigen Jahr nannte sie Bürgermeister Georg Seiffert „die M&Ms des Maumervereins", also haben sie sich heuer extra für ihn das passende Outfit zugelegt.

Ein erster Höhepunkt war der Einzug des Prinzenpaares mit Prinzessin Lydia II. aus dem Hessenland, die mit ihrer Schere in der Rhön ihr Zuhause fand und Prinz Uwe I. aus dem Maumerland kickender Hundeflüsterer mit Klosterexpertise. Flankiert wurde das Prinzenpaar durch die Prinzengarde, die sich in diesem Jahr in neuer Zusammensetzung präsentierte. Die ehemals rote und blaue Garde bilden jetzt die Prinzengarde. Mit dem Tanz zum Kreuzberglied endete die Vorstellung des Prinzenpaars, das den Abend vom roten Sofa aus mit großer Begeisterung verfolgte und für die Verleihung der Orden zuständig war. In diesem Jahr ist es eine Schere, natürlich wie immer aus Holz von Klaus Kirchner, Ruth Fischer und Jutta Hahner gefertigt. Nach dem Gardetanz der Prinzengarde waren die Jüngsten Maumer, die „Smarties“ an der Reihe. Es war für die Kleinen der erste Auftritt überhaupt. Entzückende kleine Arielles kamen auf die Bühne und tanzten mit großer Begeisterung zum Thema „Unten im Meer“. Danach gab es für sie „Kinderquatsch mit Michael“. Michael Geis nutzte die Gunst der Stunde allen „Halex-Legasthenikern“ den richtigen Faschingsruf beizubringen, was auch die Wegfurter traf, die beharrlich an Helau festhalten.

In Bischofsheim hat sich im vergangenen Jahr ganz schön was getan. Als „Politesse von Weisbach“ gab  Christian Hoenen einen politischen Jahresrückblick. Natürlich stand die Parkerei vor der Sparkasse an erster Stelle, die gelben und roten Karten saßen dabei recht locker. Wie soll das nur werden, wenn die Parkscheune in der Spitalgasse fertig ist? Wenn soll er dann noch aufschreiben und verwarnen? Das Disneythema „Vaiana“ hat sich die Tanzgruppe „Lollipops“ ausgewählt. Sie erzählten tänzerisch von dem Mädchen, das loszieht, um seine Insel zu retten. Ein toller und kraftvoller Auftritt.

Weiter gings mit  „Bruno und Benno 2.0“. Für eingefleischte Maumer sind Bruno und Benno ein fester Begriff. Gut 20 Jahre stand Wolfgang Bauer und Alfons Fuß auf der Bühne. Unter 2.0 sind nun Michael Geis und Daniel Pflüb in die großen Fußstapfen getreten. Mit dem Sketch „Bundesagentur für Arbeit“ waren sie verblüffend realitätsnah. Mit Rockys „Eye of the tiger“ und roten Boxhandschuhen stiegen die „Sternschnuppen“ in den Ring. Schunkelrunden und Publikumspiele gehörten auch zum Büttenabend der Maumer. Da wollte Angelika Enders in diesem Jahr nach 25 Jahre endlich mal das Programm aus Zuschauersicht genießen, doch unversehens stand sie dann doch auf der Bühne und trat gegen Helmut Seuffert an. Seit einigen Jahren besuchen die Maumer am Freitag vor Fasching das Bischofsheimer Seniorenheim. „Die Heftigen“ nahmen sich das zum Thema und kamen mit einem tollen Tanz auf die Bühne, der kein Seniorentanz war.

Der zweite Teil des Programms wurde mit dem aufwendigsten Sketch des Abends von der Gruppe „Die Narren“ eingeläutet. Die „Böschemer Fosenochts Sonderveranstaltungs-Passierschein A38“ übertrug das Format Asterix und Obelix auf Bischofsheim. Es folgten die verführerischen Wildkatzen mit „1001 Nacht“ und entführen gekonnt in die Arabische Nacht. Ganz bodenständig wurde es mit der Leberkäsmafia den „Böschemer Sängerknaben“, die aktuelle Themen rund um Bischofsheim in gesanglicher Form vortrugen. Das Männerballett darf beim Maumerfasching nicht fehlen. Als „Freiwillige Feierwehr“ waren sie in diesem Jahr im Einsatz.

Bevor das große Finale eingeläutet wurde, gab es noch den Sketch „Die Geisens“ mit einem virtuellen Arztbesuch und den großen Tanzauftritt der Dancing Queens: „The greatest show“ - ein Tierfreundlicher Zirkus ganz ohne Tiere. (Marion Eckert) +++

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