Gesundheitsminister Spahn entscheidet

Harter Schlag für alle Jecken: Fällt Fasching tatsächlich komplett aus?


Archivfoto: Hendrik Urbin - Nicht nur auf dem Romo- Umzug in Fulda feiern die Narren immer gerne

19.08.20 - In diesem Jahr ist alles anders: Keine großen Konzerte, Events, wie das Herzberg-Festival oder der Fuldaer Musicalsommer, mussten ganz abgesagt werden. Eine weitere bittere Enttäuschung dürften jetzt alle Karnevalsliebhaber erwarten: Wie die Bild am Dienstag bekannt gibt, will Gesundheitsminister Jens Spahn den Fasching für die Saison 2020/2021 komplett absagen.

Archivfoto: Martin Engel

Teilnehmer einer Telefon-Konferenz des Gesundheitsausschusses des Bundestages hätten dies gegenüber der Rheinischen Post bestätigt. Demnach habe Spahn erklärt, er selbst könne sich Karneval mitten in der Pandemie einfach nicht vorstellen.

Das dürfte das Aus für die gesamte fünfte Jahreszeit bedeuten. Ganz überraschend kommt die Entscheidung während der Corona-Krise zumindest für die Fuldaer Jecken jedoch nicht. Bereits im Juni hatte der erste Vorsitzende der Fuldaer Karnevalgesellschaft (FKG) Michael Hamperl gegenüber OSTHESSEN|NEWS erklärt, dass man von einer Absage des bunten Treibens ausginge.

Dem Statement vorausgegangen war eine Stellungnahme des "Bund Deutscher Karneval" (BDK), der sich nach einer virtuellen Beiratssitzung einer flächendeckenden Zu- oder Absage des Faschings enthielt. In einer Mitteilung hieß es, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich sei, eine allgemeingültige Lagebeurteilung zur kommenden Kampagne abzugeben, da die jeweiligen Bundesländer und Landkreise angesichts der nicht vorhersehbaren Entwicklungen der Corona-Pandemie unterschiedlich reagierten und die Genehmigungsbehörden vor Ort Aussagen bezüglich der Veranstaltungsbedingungen machten. Des Weiteren könne ein Verband seinen Mitgliedern weder vorgeben, noch empfehlen, welche Art von Veranstaltung unter den gegebenen Bedingungen zu verantworten und durchzuführen sei.

Während manche Vereine die Fastnacht bereits zu diesem Zeitpunkt absagten, spielten andere wiederum mit dem Gedanken einer abgespeckten Variante. Die FKG strebte eine endgültige Entscheidung Ende August an. Das Verbot von Gesundheitsminister Jens Spahn dürfte dieser jedoch bereits jetzt vorgreifen. (mr) +++

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