Fastnacht auf der Kippe

FKG-Präsident Hamperl: "Wir brauchen eine Entscheidung von oben!"


Archivbild: O|N - FKG-Präsident Michael Hamperl bezieht Stellung zur akutellen Lage.

19.08.20 - Konfetti, bunte Kostüme und ausgelassene Stimmung – darauf muss im kommenden Jahr allem Anschein nach leider verzichtet werden. Die kommende Karnevalskampagne steht wie nie zuvor auf der Kippe. Nach Jens Spahns Statement am Dienstag hat sich nun auch FKG-Präsident Michael Hamperl im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS zum aktuellen Stand geäußert.

"Ich teile die Meinung von Jens Spahn und bin froh, dass er sich öffentlich zum Thema geäußert hat. Ich fände eine bundesweite Lösung gut. Es wäre für alle einfacher, wenn man den lokalen Vereinen die Entscheidung abnehmen würde", so Hamperl. Manche Fastnachter seien sehr emotional bei der Sache und ließen sich vielleicht dazu überreden, doch etwas auf die Beine zu stellen. Vor allem bei kleinen Vereinen auf den Dörfern könne sich Hamperl dies vorstellen. "Am Ende müssen diese gutmütigen Vereinsmenschen, dann die Verantwortung tragen. Eine Entscheidung von oben würde uns Karnevalisten definitiv den Rücken stärken".

Für die Fuldaer Karnevalisten steht fest: "Wir entscheiden uns gemeinsam." Bereits vor einigen Wochen trafen sich die Vertreter der Randstaaten mit denen der FKG. "Bei unserem letzten Treffen waren wir uns eigentlich schon einig, dass eine Kampagne nicht tragbar ist. Allerdings haben wir auf Hoffnung gespielt und die Entscheidung noch einmal auf Ende August vertagt. Dabei bleibt es auch", erklärt der Karnevalist. Gemeinsam werden die Verantwortlichen dann eine Entscheidung fällen. Wie diese ausfällt, kann man laut Aussage von Hamperl zumindest schon erahnen. "Nach Spahns Statement kann die Entscheidung meiner Meinung nach nur gegen eine Kampagne fallen".

"Unter Corona-Bedingungen zu feiern ist keine schöne Vorstellung. Außerdem muss man auch immer den Hintergrund der Vereine betrachten und sich klarmachen, dass diese die Verantwortung für alle Konsequenzen tragen". Der Austausch unter den Karnevalisten ist groß: "Als FKG sind wir ja auch eine Orientierung für andere Vereine. Ich stehe nicht nur mit den Randstaaten im Austausch. Ich denke und hoffe, die ganze Region wird an einem Strang ziehen", so Michael Hamperl. Ein Ausfall der Kampagne wird sicherlich viele Menschen enttäuschen, ist unter der Betrachtung der aktuellen Lage aber in jedem Fall nachvollziehbar. Eins ist aber definitiv sicher, die Kampagne 2021/ 2022 wird dann umso mehr gefeiert. (Michelle Kedmenec) +++

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