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Optimistischer FKG-Präsident Weißenberger

Mit Vollgas, Schnelltest und Liebe zur Tradition in die neue Fastnachtskampagne


Fotos: Marius Auth - Der neue FKG-Präsident Oliver Weissenberger feiert an Rosenmontag seinen Geburtstag und lädt jetzt schon alle in die Bahnhofstraße von Fulda ein.

10.11.22 - Ab Freitag schlagen die Uhren in der Domstadt Fulda wieder anders, denn dann hält auch offiziell die fünfte Jahreszeit in der Hessischen Fastnachtshochburg Einzug. Um 11:11 Uhr fällt auf dem Buttermarkt mit elf Böllerschüssen der närrische Startschuss für die langersehnte Kampagne. Nach zwei Jahren coronabedingter Pause könnte "neu" das diesjährige Motto der Fuldaer Karnevalsgesellschaft FKG sein. 

Nach den Wahlen im Juni 2022 wurde das Präsidium einmal neu zusammengestellt. Im OSTHESSEN|NEWS-Interview sprach der frisch gewählte FKG-Präsident, Oliver Weißenberger, mit einem großen Lächeln im Gesicht über die bevorstehende Kampagne.

"Bisher habe ich alles aus zweiter Reihe beobachtet, doch jetzt stehe ich als Präsident zusammen mit der ganzen Mannschaft vorne und freue mich darauf", sagt Weißenberger. Der neue Präsident tritt in die Fußstapfen von Michael Hamperl und weiß somit auch, dass man es "in dieser Funktion nicht allen recht machen kann." Aber das sei auch in Ordnung. "Ein bisschen schnuppern durfte ich außerdem bereits als kommissarischer Vize-Präsident seit Ende 2020."

Seine Frau ist die Prinzessin von Oberrode

Der 53-Jährige ist übrigens kein Unbekannter: Mit seiner Frau Heike und seinen zwei Kindern Julius (16) und Anna (18) lebt der närrische Telekom-Mitarbeiter in Oberrode und war dort im Jahr 2012 selbst einmal Prinz. In der kommenden Kampagne geht die Familie in die zweite Runde: "In diesem Jahr ist meine Frau die fastnachtsverliebte Huxel-Prinzessin und ich ihr Adjutant. Das wird spannend."

Doch zurück zur FKG. Für die Mitglieder steht nicht nur die Inthronisierung des neuen Prinzen am Freitagabend im Kolpinghaus auf dem Programm (O|N wird in einem Ticker live berichten), sondern auch der Ball der Stadt Fulda, die traditionellen Fremdensitzungen und natürlich Hessens größter Rosenmontagsumzug durch Fulda. Trotz aller Vorfreude können die Themen Krieg, Krise und Corona-Pandemie da nicht außer Acht gelassen werden. 

"Testet Euch!"

"In Sachen Corona fahren wir einen klare Linie: Wir bitten alle Vereinsmitglieder und alle Gäste, sich vor den Veranstaltungen zu testen. Zudem erwarten wir von Personen mit Covid-Symptomen, dass sie den Veranstaltungen fern bleiben. Nur so können wir uns und unsere Mitmenschen schützen", appelliert der Präsident. 

Dennoch bestehen derzeit weder vonseiten der Politik noch vereinsinterne Corona-Beschränkungen, und "darüber sind wir auch sehr froh." Mehr zu schaffen mache Weißenbergers FKG, genau wie auch anderen Vereinen, die steigenden Energiekosten. "Wir sind ein großer Verein und können die Mehrkosten für die diesjährige Kampagne mithilfe von Rücklagen decken. Aber nach Aschermittwoch werden wir sofort eine Bilanz durchführen und schauen, wie es weitergehen kann."

Ziele

Was wird sich für die FKG unter der Leitung der neuen Vereinsspitze ändern? "Wichtig ist uns auch in Zukunft, dass wir Brauchtum und Tradition wieder pflegen können. Es geht hier außerdem nicht nur um die FKG, sondern um die gesamte Fuldaer Foaset", betont der neue Chef. Man wolle nämlich nicht nur im Verein, sondern auch zusammen mit den Fuldaer Randstaaten familiärer werden und das Heimatgefühl Foaset gemeinsam leben und zelebrieren.

Zwei Jahre lang wurde also gebibbert und gezittert, ob und wie eine Fastnachtskampagne stattfinden kann. Jetzt ist der lang ersehnte Tag endlich gekommen und wenn es nach dem FKG-Präsidenten Oliver Weißenberger geht, verfällt ganz Fulda ab morgen in Feierlaune. Sein Schlusssatz: "Wir lassen uns den Mut nicht nehmen und gehen mit voller Offensive an das Thema ran!" (nb) +++

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