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Schmuddel-Wochenende zum RoMo

Sturmpotenzial: Zeigt der Wettergott Gnade am Höhepunkt der Fastnacht?


Regenponchos sind vielleicht an diesem Wochenende eine gute Idee. - Archivfotos: O|NHendrik Urbin

17.02.23 - Es ist irgendwie verhext: Das große Fastnachtswochenende - mit dem Rosenmontag als Höhepunkt der Kampagne - steht vor der Tür, und schon nimmt der Wind wie auf Abruf an Fahrt auf. "Es ist tatsächlich eher unbeständiges Wetter für die kommenden Tage angesagt", erklärt Tobias Reinartz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Ist damit unter anderem Hessens größter "närrischer Lindwurm" in Gefahr?

2020 bereitete ein Sturm Sorgen, doch der RoMo konnte stattfinden.

Regen und RoMo lässt die Laune keineswegs sinken.

Ein kleiner Rückblick: Der letzte RoMo fand im Jahr 2020 statt. Noch rechtzeitig, bevor Corona kam. Am 16. März verhängte die Regierung unter Angela Merkel bereits den ersten Lockdown. Auch zu diesem Zeitpunkt bereitete die Wettervorhersage den Karnevalisten Bauchschmerzen. Sturmtief "Yulia" fegte genau am 23. Februar (Fastnachtssonntag) mit Sturmböen von über 100 Stundenkilometern über Deutschland. Die osthessische Region und seine Umzüge blieben nicht verschont - eine Absage folgte der nächsten. "Wir hatten es an diesem Tag mit einer Windstärke von 9/10 zu tun", blickt der Meteorologe zurück. Am RoMo 2020 ging es zwar mit Regen weiter, doch der Wettergott zeigte Gnade, und 55.000 Narren konnten beispielsweise in der Fuldaer Domstadt ordentlich feiern. 

Zurück ins Hier und Jetzt 

- Archivfotos: O|N/Martin Engel

Viele tolle Eindrücke gab es 2020.

Kurz vor dem großen Fastnachts-Finale übernehmen laut Reinartz wieder die Tiefdruckgebiete in Osthessen die Regie. Am Freitag und Samstag ist mit Böen zu rechnen. "Am Sonntag gibt es in der Hinsicht eine Pause. Es wird dennoch ziemlich bewölkt sein und regnen." Allerdings geben die Prognosen einen Funken Hoffnung. "Es besteht die Chance, dass der Regen zur Mittagsstunde abklingt und sich die Sonne durchsetzt." Sicher sei dies aktuell aber nicht. Immerhin: die Höchstwerte erreichen zehn Grad. "Für den Monat Februar ist es schon mild."

Rosenmontag und seine Umzüge

- Archivfoto: O|N/Henrik Schmitt

Am Montag bewegen sich die Höchstwerte zwischen 8 und 9 Grad. "Zum Wochenstart sieht es nun etwas besser aus: Die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass es trocken bleibt", so der Wetterexperte. Doch muss an dieser Stelle ein "aber" eingefügt werden: Thema ist nämlich erneut der Wind. "Starke bis stürmische Böen sind möglich. In den Tieflagen könnten wir es mit 60 km/h bis 70 km/h zu tun haben." Reinartz: "An sich ist es erstmal nicht ungewöhnlich, dass es im Februar stürmt." Das Timing ist dabei - besonders in den Karnevalshochburgen - eine ganz andere Frage. (Maria Franco) +++

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