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Ortsvorsteher kapituliert

Tradition trifft Spaß: Rathaus gestürmt, Gesetze erlassen, Narren jubeln lautstark


Das Freiherrnpaar Anja und Thomas V. führt den närrischen Umzug durch Maber... - Fotos: Privat

12.01.26 - Was sich seit Kirmesmontag bereits angekündigt hatte, wurde am Sonntag bitterer Ernst - zumindest für den Ortsvorsteher: Das Freiherrnpaar Anja und Thomas die V. von Hofstaat und der 8erRat, bliesen zum Sturm auf das Maberzeller Rathaus.

Mit einem Umzug durch den Ort und lauten Schlachtrufen lief der närrische Tross vom Bürgerhaus in Richtung der Maberzeller Machtzentrale, des Wohnsitzes des hiesigen Ortsvorstehers Dieter Klüh. Aufgrund seiner Erfahrungen aus den vergangenen Jahren verzichtete er auf ernsthafte Gegenwehr - gegen diese Überzahl an Narren hätte ohnehin selbst die stärkste Verteidigung kapituliert.

Die Narrenstimmung erreicht ihren Höhepunkt vor dem Rathaus von Maberzell.

Neue Gesetze treten sofort in Kraft: Fastnachtsbus hat immer Vorfahrt und F...

Närrische Gesetze erlassen

So übergab er die Macht an das Freiherrenpaar samt Gefolge die unverzüglich für alle Bürger der Ortsteile Maberzell-Trätzhof die neuen Gesetze erließen: Der Fastnachtsbus hat stets Vorfahrt und beim Freibier gilt der Spruch: "Einem geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul", es wird ohne Kommentar getrunken.

Zum offiziellen Wappentier wurde der Karnewal ernannt und die Straße des Freiherrenpaars in "Zum Karnewal" umbenannt. Um den freiherrschaftlichen Hund zu ehren, werden ab sofort an allen Gassiwegen Hundekotbeutelständer installiert.

Die Feier kennt kein Ende!

Beschwerden, Wünsche und Anregungen nimmt der Freiherr nur in seinem Büro in seiner Stammkneipe "Zum Eck" zu den dortigen Öffnungszeiten entgegen. Damit die Freifrau die Kampagne gesundheitlich unbeschadet übersteht, ist ihr herrschaftlich-beamtlicher Büroschlaf in der Wochentagsresidenz im Stadtschloss zwingend notwendig. Das Bürgerbüro ist daher nur in absoluten Notfällen zu kontaktieren. Offizielle Hymne ist das "Maberzeller Lied", das vom Freiherren auch sogleich angestimmt wurde. Der Freiherr versichert, auch wenn er sich manchmal in Schlangenlinien fortbewegt: die Linien am Sportplatz sind immer schnurgerade.

Zur Freude der Mannschaft erteilte das Freiherrnpaar in seiner grenzenlosen Güte die Erlaubnis, auch weiter zu feiern, wenn sie selbst schon den Heimweg antreten.

Diese Regelungen treten mit sofortiger Wirkung bis Aschermittwoch in Kraft.

Die Narren und der bis Aschermittwoch beurlaubte Ortsvorsteher stießen mit einem donnernd dreifachen "Maber-zell!" "Trätz-hof!" "Maber-zell!" gemeinsam auf eine ausgelassene Fastnachtszeit an. Die Vorfreude auf eine grandiose Kampagne könnte nicht größer sein. (pm/cb) +++

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