Startschuss für die heiße Phase
Büttenreden, Sketche und Tänze sorgten für super Stimmung in Rebgeshain

- Fotos: Dieter Graulich
02.02.26 - In Hessens Bergstädtchen ist am Samstag der Startschuss für die heiße Phase der fünften Jahreszeit eröffnet worden. Im Dorfgemeinschaftshaus des Stadtteils Rebgeshain eröffnete die Vereinsgemeinschaft den Reigen zahlreicher Faschingsveranstaltungen in der Großgemeinde Ulrichstein. Traditionsgemäß wurde das über vierstündige Programm um 19.71 Uhr, so stand es in den Ankündigungen, also um 20.11 Uhr mit der Begrüßung durch den Sitzungspräsidenten Henrik Ziegenhain und dem Tanz der großen Garde im Dorfgemeinschaftshaus eröffnet. Für die exzellente Tanzdarbietung erhielten die elf jungen Damen großen Beifall. Die lautstark geforderte Zugabe wurde in den zweiten Sitzungsteil verlegt, da die Garde hier noch einmal zum Einsatz kam.
Bei seiner Begrüßung erinnerte Ziegenhain "seine lieben Freunde des gepflegten Wahnsinns", an die Sitzungen der letzten Jahre in denen über beim Berliner Wahlkampf mit Steuersenkungen, sozialen Wohnungsbau, Subventionen, Grenzschließungen und Abschiebungen gesprochen wurde. Dies sei teilweise nur pünktlich wie die Deutsche Bundesbahn, Dynamisch wie ein Faultier im Zoo und wie heiße Luft zugetroffen. Hier in Rebgeshain sei man konsequenter, denn die Maskerade trage man nur bis zum Faschingsdienstag und lege sie dann ab. In Berlin trage man sie das ganze Jahr.
Arg strapaziert wurden dann die Lachmuskeln bei dem Auftritt von "Kall Willem ausem Vuchelberg Nordwest", alias Karl-Wilhelm Becker/Lehrbach, in Mundart, mit seiner Sekretärin Elke und zusätzlich Manuela. Sitzungspräsident Ziegenhain bezeichnete den Auftritt des Platt-Bäbbelers im wahrsten Sinne des Wortes als "sau-lustig", denn dieser berichtete über Koi/Kühe, sei Seu/Sau un demm soi Soi, sowie über getrocknetes Gras und Bulldogge. Er sei über "Feall on oach Mullstaa, endlich doo ie Raaweshaa" und wolle jetzt hier auch das R-rollen, wäi in "Owe Seiwederoad/Ober-Seibertenrod on ion Fealdgregg/Feldkrücken". Mit dabei hatte "Kall Willem" auch einen Blecheimer mit der Aufschrift "Humus", hier sei alles darin "Was man hu/haben mus".
Schnell und akrobatisch war dann die tänzerische Darbietung der sieben Dorfmädchen Rebgeshain mit ihrem Gardetanz. Viel zu lachen gab es auch beim Sketch von Manuela und Johannes Dechert, die unterschiedliche Zutaten wie Milch und Zucker, vevorzugten. Die "Schwartebretter Hörgenau" nutzten ihre gelungene Tanzaufführung am Schluss zur Einladung der Gäste für den Umzug am Rosenmontagsmittag. Grußworten schlossen sich die Abordnungen aus Lanzenhain, Engelrod, Feldkrücken und Allmenrod an.Mit dem Titel "Krieg der Götter" zeigten die "Ellersbachdancer Lanzenhain, zum Abschluss des ersten Teils der Sitzung " eine sehr interessante und künstlerische Tanzdarbietung. Zuvor hatte Jens Adolph als "Ein Bauarbeiter" in der Bütt gestanden. Unter anderem hatte er Probleme mit seinem Namen "Franz Feierabend", er werde nicht eingestellt, denn der Chef könne ihn nicht laut: "Feierabend" rufen.
Schlag auf Schlag ging es im zweiten Teil dann weiter: Dem Tanz der Jugendgarde Rebgeshain folgten Sabrina Mattes und Patritzia Buntebart mit dem Sketch "Schöpplöffels", der von einem Kinobesuch handelte. Der Showtanz der Flying Dachse vom ACV Allmenrod, der Tanzgarde Engelrod und dem Showtanz der Damen Rebgeshais das Männerballett "Pitschedabbler Lanzenhaa" setzten den Reigen der Tanzdarbietungen fort.
Immer gespannt ist das Publikum auf dem Auftritt des örtlichen Männerballetts die sportlich sehr fit in den unterschiedlichsten Outfits auf die Bühne kommen. Diesmal zeigten sie wie es im "Wilden Westen" zuging. Vor dem großen Finale kam nochmals die Große Garde auf die Bühne.
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