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Ein Hauch von Narretei und ganz viel Herz

Der Eiterfelder Carnevalverein zu Gast im Hospiz St. Elisabeth Fulda


Der Eiterfelder Carnevalverein zu Gast im Hospiz St. Elisabeth Fulda. - Fotos: Bernd Vogt

04.02.26 - Wenn bunte Kostüme, glänzende Orden, fröhliche Musik und herzhaftes Lachen die Räume des Hospiz St. Elisabeth in Fulda erfüllen, dann ist eines sicher: Der Eiterfelder Carnevalverein (ECV) ist wieder zu Besuch! Bereits zum dritten Mal in Folge machte sich der Verein auf den Weg, um den Gästen des Hospizes einen unvergesslichen Nachmittag voller Freude, Musik und ganz viel Menschlichkeit zu schenken – ein fast schon zur Tradition gewordener Besuch , der in diesem Jahr erneut für strahlende Gesichter sorgte.

Pünktlich am Nachmittag des 3. Februar marschierte die Prinzenmannschaft des ECV um 16 Uhr in den Tagesraum des Hospizes ein. Angeführt wurde der närrische Tross von Prinzessin Lena strahlende Tänzerin mit Närrischem Sinn und Prinz Chris Leon,der LXII. Meisterus von Arzellus sowie dem Kinderprinzenpaar Prinzessin Maja, Hashtag royal – Tanzbiene mit Herz aus dem Pfaffental und Prinz Leopold der XL., kleiner Schwalle vom rot-weißen Fuß- und Tennisballe , begleitet von den Präsidenten André Jost und Mathias Herber, dem Tanzduo Lina Lotta Griesel und Joleen Schlager sowie weiteren Vereinsmitgliedern und dem ECV-Dreamteam-Mitglied Carmen Herber, die zugleich als Mitarbeiterin im Hospiz arbeitet.

Für Carmen Herber ist dieser Termin jedes Jahr ein ganz besonderer: "Ich bin stolz darauf, Teil des ECV zu sein und in meiner beruflichen Tätigkeit hier im Hospiz ebenso Teil dieses wertvollen Moments . Es ist jedes Mal bewegend zu sehen, wie viel Freude unsere Prinzenpaare und Tänzerinnen den Gästen schenken."

Reimend begrüßt – Mit Humor und Herz

Einrichtungsleiterin Frau Dagmar Pfeffermann hieß die Eiterfelder Abordnung herzlich willkommen – und das standesgemäß in Reimform. Mit ihrer humorvollen, gereimten Begrüßung holte sie alle Anwesenden ab, sorgte für Lachen und schuf den perfekten Auftakt für das bunte Programm. Ihre Worte erinnerten daran, wie wichtig gemeinsame fröhliche Stunden sind, besonders an einem Ort, der gleichzeitig Rückzugs-, Lebens- und Begegnungsstätte ist.

Spenden, Herz und Engagement

Die Prinzenmannschaft reiste nicht mit leeren Händen: Neben ihrer ansteckenden Lebensfreude hatten sie eine großzügige Spende im Gepäck, die zu einem Großteil aus der Sammelaktion bei der Showtanzpremiere unter dem Tanzmotto "Ab geht die Pfad" im Januar stammte. Diese Premiere, bei der die Rhöngarde des ECV mit Familie, Freunden und Gönnern feierte, war nicht nur ein tänzerischer Höhepunkt der Session, sondern zeigte erneut, wie stark Gemeinschaftssinn und soziales Engagement im Verein verankert sind.

Präsident Andre betonte bei der Übergabe der Spende: "Für uns gehört es einfach dazu, Freude zu teilen – und das gerade dort, wo Menschen vielleicht nicht mehr selbst losziehen können, um den Karneval zu erleben. Wir bringen die Narretei zu ihnen – mit Herz und Respekt." Neben der Geldspende hatten die ECVler noch kleine Geschenke im Gepäck, eine kleine Geste – aber mit großer Wirkung.

Wenn Tanz und Akrobatik Herzen bewegen

Einer der emotionalen Höhepunkte des Nachmittags war der Auftritt des Tanzduos Lina Lotta Griesel und Joleen Schlager. Mit Präzision, Leidenschaft und einer beeindruckenden Mischung aus Tanz und Akrobatik zeigten die beiden jungen Tänzerinnen, wie sich Bewegung und Ausdruck zu einer mitreißenden Darbietung vereinen. Ihr Auftritt begeisterte Gäste und Mitarbeitende gleichermaßen – der Applaus war entsprechend groß.Und da zu jeder tollen Tänzerin in diesem Fall sogar ein Duo eine Trainerin gehört sei hier zu erwähnen, dass die Mädels mit viel Herzblut von Anna Herber trainiert werden. Viele Hospizgäste waren sichtlich gerührt, einige klatschten im Takt, andere lächelten still – ergriffen von der Freude, die der Auftritt ausstrahlte.

Genuss, Gemeinschaft und Grillduft

Nach dem Programm wurde es gemütlich: Der ECV hatte nicht nur gute Laune, sondern auch etwas für das leibliche Wohl dabei. Bei Kaffee, Kräppel, erfrischenden Getränken, welche liebevoll von den Mitarbeitern vorbereitet wurden und herzhafter Grillwurst, die eigens von Präsident Mathias frisch gegrillt wurde, entstand eine wunderbar entspannte Atmosphäre. Angehörige, Gäste sowie Mitarbeitende kamen miteinander ins Gespräch, lachten, tauschten Erinnerungen aus – und genossen diesen gemeinsamen Nachmittag sichtlich.

Die Musik, das Klatschen, das Lachen – alles verband sich zu einem lebendigen Moment. Auch diejenigen Gäste, die den Raum nicht mehr verlassen konnten, lauschten vom Zimmer aus der Musik und dem fröhlichen Treiben. Sie alle, so schien es, bekamen ein wenig Konfetti fürs Herz.

Zwischen Frohsinn und Nachdenklichkeit

In seiner Ansprache fand Präsident André bewegende Worte: "Das Leben ist nicht immer Karneval – es hält neben dem Lachen auch traurige Momente bereit. Gerade deshalb ist es so schön, dass es Orte wie das Hospiz St. Elisabeth gibt: Orte, an denen man trotz allem Freude erleben darf, an denen das Leben gefeiert wird – auf seine ganz eigene Weise."

Seine Worte fanden großen Anklang und fassten das Gefühl des Nachmittags treffend zusammen: Wärme, Nähe, Lebensfreude – und der Wille, anderen Menschen einen Lichtblick zu schenken.

Ein Stück gelebte Herzenssache

Der Besuch des ECV im Hospiz St. Elisabeth ist längst mehr als ein fester Termin im Vereinskalender – er ist ein Symbol für gelebte Menschlichkeit und eine wertvolle Verbindung zwischen zwei scheinbar unterschiedlichen, in Wahrheit aber ganz nahen Welten: der fröhlichen Narretei und der stillen Fürsorge. Wenn Eiterfelds Karnevalisten in das Hospiz einziehen, dann geschieht etwas Wunderschönes: Grenzen verschwimmen, Rollen lösen sich auf, und für eine Weile zählt nur eines – das gemeinsame Erleben des Augenblicks.

Am Ende dieses Nachmittags blieb nicht nur die Erinnerung an Tanz, Musik und Lachen – sondern auch das leise Gefühl, dass jedes Lächeln, das man verschenkt, doppelt zurückkehrt. (pm/ems) +++

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