Wunderschöne Motive
Mit Herzblut und Liebe: der RoMo-Umzug lockt trotz Schmuddelwetter

Bunt und mit viel Liebe zum Detail: Der Rosenmontagsumzug im thüringischen ... - Fotos: Hans-Hubertus Braune
17.02.26 - Farbenfrohe Kostüme, mit viel Liebe gestaltete Motivwagen und eine grandiose Stimmung: Die Rhöner und ihre Gäste haben einmal bewiesen, wieso der Rosenmontagsumzug in Geisa an der thüringisch-hessischen Landesgrenze so besonders ist.
Der RoMo gehört zu den traditionsreichsten Fastnachtsereignissen der Region Rhön/Thüringen. Die Anfänge reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Der erste "richtige" Umzug wurde laut Aufzeichnungen im Jahr 1913 durchgeführt. Diese Tradition ist auch heute spürbar.
Der Geisaer Hinkelshagener Carneval Club hat einmal mehr einen herausragend schönen Rosenmontagsumzug organisiert. Angeführt wurde der Zug vom Wappentier der Stadt, dem Geisbock. Schätzungsweise rund 5.000 Menschen kamen trotz des Schmuddelwetters nach Geisa, um mit den Rhönern zu feiern.
Die Fassaden der Häuser sind bunt geschmückt. Gemälde ehemaliger Prinzenpaare, das Wappentier oder Karnevalsfiguren auf den Fensterbänken - die Menschen identifizieren sich mit der Fastnacht in ihrem Rhönstädtchen. In diesem Jahr waren 65 Gruppen mit dabei. Trotz Schmuddelwetter zogen sich am Nachmittag durch die Innenstadt. Besonders am Marktplatz jubelten ihnen viele Menschen zu. Alle schunkelten, feierten und erfreuten sich dieser wunderbaren Kostüme, die zum Großteil selbstgemacht sind.
Die Vielfalt und Leidenschaft der rund 1.500 Zugteilnehmer machen den RoMo in Geisa so einzigartig schön. Es sind aber auch die Geschichten rund um den Umzug und die Fastnacht in Geisa. Vom Apotheker gibt's feine Medizin aus Reagenzgläschen, auch der Pfarrer hat was Geheimnisvolles für die Teilnehmer. Elisabeth Schneider von der Bäckerei Faber in der Werner-Deschauer-Straße steht mit ihrer "besten" Mitarbeiterin Arm in Arm vor ihrem Laden.
Viele Stammgäste sind da. Das hat einen besonders leckeren Grund. Beim RoMo gibt es in ihrer Bäckerei Pfannkuchen (auch Kreppel oder Berliner genannt) und Mettbrötchen. "Das Gehakte kommt vom Metzger aus Bremen und die Pfannkuchen backen wir selbst in der Nacht. Das mache ich schon immer", sagt sie dem OSTHESSEN|NEWS-Reporter, welcher beim Kreppel natürlich nicht widerstehen kann. Kein Schnickschnack, einfach mit Himbeermarmelade gefüllt. Herrlich lecker.
Herzlich, liebevoll und mit ganz viel Herzblut - der RoMo in Geisa kann kaum schöner sein. Sehen Sie nachfolgend und in zwei weiteren Bilderserien einige Eindrücke von unserem O|N-Fotografen Hans-Hubertus Braune. (hhb) +++
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