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Mit der Gruppe "Die Kinziggeister"

Kehraus mit Eieressen und Verbrennen der Fastnacht


Abschluss der Karnevalszeit in Herbstein. - Fotos: Dieter Graulich

20.02.26 - Wer denkt, dass der Fasching in Herbstein mit dem traditionellen Rosenmontagszug vorbei ist, der hat sich geirrt: An Faschingsdienstag geht es morgens mit dem Sammeln von Eiern, Wurst und Speck los. In kleinen Gruppen geht es ab Mittags von Haus zu Haus.

Zunächst wird der traditionelle Spruch: "Helau, Helau und auch Hurra. Die Fastnachtsspringer die sind da! Nachdem der Sprungtanz ist vollbracht, sammeln wir zur Fasenacht Eier, Speck und dies und das, Wir bitten schön, gebt uns etwas". Die Gaben werden dann meist auf einen Boller- oder Einkaufswagen gepackt und am späten Nachmittag zum "Haus des Gastes" gebracht.

Die Kinziggeister sind immer wieder ein Highlight bei der Herbsteiner Fastn...

Die „Kirmesmusikanten“ sorgten für die richtige Stimmung zum Faschingsauskl...

Die Fastnachter um Bajazz Julian beim Sammeln von Eier, Wurst und Speck unt...

Alle Hände voll zu tun hat man um den vielen Speck zu schnippeln

Waren es in 2017 1.250 Eier gewesen, so kamen passend ein Jahr später zum 66. Vereinsjubiläum, 1.366 Eier beim Umzug zusammen. Ein Jahr dann nur 975 Stück. Nicht geklärt werden konnte damals die Ursache. Einige gaben dem schlechten Wetter die Schuld und andere meinten, die Hühner hätten nicht fleißig genug gelegt. Über 2.140 Eier stieg die Zahl dann im Vorjahr auf 2.940 und auch mit knapp 400 Personen gab es bei den Teilnehmern eine Rekordhöhe.

Nach dem Sammeln hieß es: Speck schneiden und anbraten, Eier aufschlagen und backen, denn um 18.11 Uhr trafen die Mitglieder der Fastnachtsvereinigung ein, um sich noch einmal vor der Fastenzeit kräftig zu stärken. Serviert wurden die frisch gebratenen Eier von den Mitgliedern des Elferrates. Die übrig gebliebenen Eier erhält die Tafel in Lauterbach.

Während ein Teil noch am Essen war, schwangen die ersten bereits bei der Musik der "Kirmesmusikanten" das Tanzbein. Orden gab es dann an die einzelnen Wagenbau- und verschiedene Fußgruppen sowie an sehr aktive Mitglieder die zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen hatten. Für Eric Böhme gab es zum letzte Mal nach zehn Jahren Fahre tragen, Orden und eine Narrenkappe als Dank.

Höhepunkte der Veranstaltung waren gegen 21.00 Uhr der Auftritt der 1. Hessischen Gugge-Musiker-Clique "Die Kinziggeister", die jedes Jahr in ein neues prachtvolles Kostüm wechseln. Die Kinziggeistzer wurden vor 85 Jahren von einem Baseler Gastwirt in der Schweizerisch-Alemanischen Fastnacht ins Leben gerufen.

In einer großen Pfanne wurde gebacken um die hungrigen Mäuler zu versorgen

Nach ihrem Auftritt sprang ein letztes Mal Bajazz "Julian, 1. Edler Herrmannn von Holz und Leim" mit seinem Springerzug ein und drehte ein paar Runden. Danach hatten alle ehemaligen Bajazze und der Springerzug die Gelegenheit einige Runden zu springen. Sie zeigten unter großem Beifall der Zuschauer, dass sie den Sprungtanz noch nicht verlernt hatten.

Um Mitternacht ging es traditionell "Auf den Hain" zum Verbrennen der Fastnacht. Bajazz Julian, 1. Edler Herrmann von Holz und Leim" hielt seine letzte Rede mit einem kurzen Rückblick auf die abgelaufene Kampagne. Zum Abschluss wurden dann einige Ballen Stroh verbrannt, die das "Verbrennen der Fastnacht" symbolisierten. (gr) +++

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