Zukunft des TSV-Trainers weiter offen

Marco Lohsses Rekord-Saison bleibt ohne Krönung

Archivfotos: Hendrik Urbin / Christian P. Stadtfeld - Erfolgreicher Mann an der Linie: Marco Lohsse spielte mit dem TSV in seiner ersten vollen Saison die beste Runde der Vereinsgeschichte.

31.05.2018 - Noch nie hat der TSV Lehnerz so viele Punkte geholt. Noch nie hat der TSV Lehnerz so viele Tore geschossen. Die gerade zu Ende gegangene Saison in der Hessenliga war vor allem eines – eine rekordverdächtige. Dennoch trübt die verpasste Teilnahme zur Regionalliga-Relegation noch das Bild einer bärenstarken Spielzeit.



„Es ist ärgerlich, es ist sehr bitter und sehr schade, dass wir es nicht geschafft haben“, gesteht Trainer Marco Lohsse, um einschränkend hinzuzufügen: „Aber: wir haben unsere Ziele frühzeitig erreicht und ich will mir diese Runde jetzt nicht kaputt reden lassen.“ Die drei Matchbälle, die seine Elf vergeben hat – laut Lohsse abgehakt.

Der 39-Jährige nimmt die nackten Zahlen als Gradmesser für eine erfolgreiche Saison. „Wir wollten unsere Platzierung aus dem Vorjahr verbessern, das haben wir geschafft. Zudem haben wir so viele Punkte wie noch nie geholt und so viele Tore wie noch nie geschossen“, so Lohsse. In seiner ersten vollen Spielzeit als Trainer der Hessenliga-Mannschaft führte Lohsse den TSV zu seiner besten Saison aller Zeiten.

Daumen hoch für eine starke Saison

Doch die Krönung blieb mit der ...

Für Marco Lohsse aber bleibt die ...

„Ich habe meine Handschrift hinterlassen“, sagt Lohsse selbstbewusst, „und Spieler wie Marcel Träger, Patrick Broschke oder Jan-Niklas Jordan haben sich alle weiterentwickelt.“ Der 39-Jährige spricht in der Vergangenheit, weil Lohsse die Mannschaft abgeben wird. Die neue SG Barockstadt wird Alfred Kaminski als Cheftrainer anleiten.

Wie Marco Lohsse in dem neuen Konstrukt eingebunden wird, ist nach wie vor unklar. „Wir haben gute Gespräche geführt, aber es ist noch nichts entschieden“, lässt sich Lohsse keine Aussagen zu seiner sportlichen Zukunft in der Barockstadt entlocken. Stattdessen blickt Lohsse auf die jüngere Vergangenheit zurück.

Fehlender Knipser als Manko

„Wir sind sehr stolz auf unsere Saison“, sagt der 39-Jährige, der nach einem enttäuschenden Platz acht im Vorjahr den TSV wieder an die Spitze der Hessenliga führte. Dass es für den großen Wurf am Ende nicht reichte, macht Lohsse an der Offensive fest. „Unser bester Torjäger ist Marcel Trägler mit zwölf Treffern und Platz 20 in der Torjägerliste. Er war aber ein halbes Jahr verletzt. Da sieht man, dass wir nicht die Torjäger hatten wie die anderen Mannschaften“, gibt Lohsse zu bedenken und verweist auf die Konkurrenz.

Zum Vergleich: Der Tabellenvierte Watzenborn-Steinberg hat mit Damjan Marceta (16 Tore), Markus Müller (16) und Timo Cecen (15) gleich drei Spieler unter den ersten zehn. Vizemeister Alzenau stellt mit Can Cemil Özer (23) den Torschützenkönig und Meister Dreieich stellt von den elf besten Knipsern mit Tino Lagator (20) und Loris Weiss (14) auch zwei Vertreter.

Zusätzlich bitter: aus den drei Spielen, in denen der TSV alles hätte klar machen können, fehlte nur ein einziges Törchen, um doch noch die Relegation erreicht zu hätten. „Mit einem Knipser hätten wir das vielleicht geschossen“, mutmaßt Lohsse. Dennoch bleiben beim 39-Jährigen im Rückblick nur positive Seiten der Saison hängen.

Der neue Mann: künftig wird Alfred ...

„Die Mannschaft hat Charakter bewiesen, immer eine tolle Moral gezeigt und Großes geleistet“, schwärmt Marco Lohsse, der nun den Staffelstab abgibt: „Ich übergebe eine intakte Mannschaft, die mit den Spielern von Borussia Fulda zusätzlich verstärkt wird. Zudem bedanke ich mich beim kompletten Trainerteam und den Sponsoren.“ In seiner letzten Saison in seiner jetzigen Form legte der TSV Lehnerz eine Rekord-Saison aufs Feld. Eine Rekord-Saison, die ungekrönt blieb. (Tobias Herrling) +++

Ein Angebot von: