Osthessen Sport
Fotos: Michael Eloy Werthmüller

20.10.2015 - GERSFELD

Freude, Respekt und Spaß: "Wir fahren wieder hin"

Sportjugend auf der Wasserkuppe: Bewegung mit Flüchtlingen bei Flüchtlingen

Anders als bei vielen anderen Projekten kam der Sport zu den Flüchtlingen. Mit dem Sportmobil der Sportjugend Hessen, der Unterstützung des Spielepools des Landkreises Fulda und diverser privater Spiel- und Sportangebote begann eine einmalige Veranstaltung der Sportjugend Fulda-Hünfeld auf der Wasserkuppe.

Hierbei wurde die Sportjugend Hessen im Sportkreis Fulda-Hünfeld tatkräftig von Mitgliedern der Initiative "Welcome In" und des 1. Fuldaer Judoclubs unterstützt. Auch das Unternehmen SynEnergie GmbH, Fulda, half dabei eines der Highlights zu organisieren: das Kistenklettern. Ohne ein Wartungsfahrzeug mit Auslegearm und Korb aus dem eigenen Fuhrpark wäre diese Station nicht zustande gekommen.

Neben der vorgenannten Attraktion - einige schafften bis zu sechzehn Wasserkisten übereinander zu stapeln, bevor der Turm umstürzte- wartete eine Baseball-Abschlag Station, Jonglage-Artikel, Pedalos, Stelzen, ein Basketballkorb, Zielfrisbee werfen, Wikingerschach, Crossboccia und vieles mehr auf die Kinder, Jugendlichen und Familien. Im Gegensatz zu den Kindern, war zu Anfang die Scheu der älteren Bewohner durchaus größer zu spüren. Das Eis brach die Musikanlage des Sportkreises, sie wurde unerwartet zum absoluten Highlight des gesamten Tages.

Unterschiedliche Kulturgruppen legten abwechselnd über ihre Mobiltelefone unterschiedliche Musik auf, auch aktuelle deutsche Titel waren darunter, und tanzten gemeinsam im Innenhof der Jugendbildungseinrichtung auf der Wasserkuppe. Dies lockte auch einige schüchternere Bewohner raus und Groß und Klein, Alt und Jung, egal welcher Nation, tanzten über drei Stunden zusammen. Seit Monaten war dies so nicht möglich gewesen und die Klänge der stellenweise heimischen Musik sorgten auch bei einigen der Anwesenden für starke Emotionen.

Das Wetter spielte mit, cirka 120-150 Beteiligte im Alter von eins bis cirka 50 Jahren hatten sichtlich viel Spaß. Neben vielen Neugierigen, die durch die laute Musik angelockt wurden und sich dann leider wieder abwendeten, gab es eine deutsche Familie, die ihren Samstagsausflug unterbrach, um die nicht mehr genutzten Spielsachen ihrer Kinder zu holen und vor Ort persönlich zu überreichen. Momente in Kinderaugen, die man nie vergessen kann.

Eine Einrichtung am Ende der Welt wie bestimmt einige andere, keine regelmäßige Busverbindung, keine Einkaufsmöglichkeiten im nahen Umfeld, dazu oft Nebel und Kälte. Die ganztägige Aktion der Sportjugend Hessen mit allen vorgenannten Helfern sorgte für eine einzigartige Ablenkung.

"Wir wurden neugierig und freundlich empfangen und herzlich mit Handschlägen und Umarmungen verabschiedet. Wir halten bis heute den Kontakt und waren bereits innerhalb der ersten Woche wieder vor Ort. Gemeinsam spielerisch Sport zu machen, bedarf keiner Sprachkenntnisse, es basiert nicht auf Religionszugehörigkeiten, man ist einfach Mensch und respektiert sich so wie man ist. So wurden wir aufgenommen: herzlich, freundlich und dankbar, voller Respekt untereinander - so sollte es immer sein. Wir für uns haben beschlossen: das war nicht das letzte Mal", heißt es in der Pressemitteilung der Sportjugend. (Michael Eloy Werthmüller) +++

                    

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