Osthessen Sport

22.09.2016 - REGION

O|N-SERIE: WISSEN

Wie werden die hessischen Fußballklubs in dieser Saison abschneiden?

Vor wenigen Wochen ist die Fußball-Bundesliga in ihre 53. Saison gestartet. Mit dem VfB Stuttgart und Hannover 96 hat die Liga zwei Traditionsvereine verloren, die dieses Jahr inder 2. Bundesliga antreten müssen. Dafür erleben wir dieses Jahr die Bundesligapremiere der Senkrechtstarter von RB Leipzig, sowie ein Wiedersehen mit dem SC Freiburg.

Die beiden hessischen Vertreter Eintracht Frankfurt und SV Darmstadt 98 stehen beide möglicherweise vor einer schwierigen Saison. Beide Vereine mussten schmerzhafte Abgänge auf dem Transfermarkt verkraften und es ist nun entscheidend, dass die Neuzugänge sich schnell zurechtfinden, um eine enge Verwicklung der hessischen Clubs in den Abstiegskampf zu verhindern.

Eintracht Frankfurt – Ausstiegsklauseln, Verletzungspech und Kampfgeist

Das Team von Trainer Niko Kovac konnte sich letztes Jahr mit einem enormen Kraftakt von einem abgeschlagenen letzten Platz in die Abstiegsrelegation gegen den Club aus Nürnberg retten. Dort überzeugte das Team dann abermals und konnte sich in zwei hart umkämpften Partien letztendlich den Klassenerhalt sichern. Im Sommer verloren die Frankfurter dann jedoch Abwehr-Ass Carlos Zambrano an den russischen Vertreter Rubin Kasan, der die in Zambranos verankerte Ausstiegsklausel von drei Millionen zog und sich so die Dienste des Peruaners sichern konnte.

Daneben verließen die Main-Metropole auch Stefan Aigner, der die letzten vier Jahre sehr erfolgreich die rechte Außenbahn in der Commerzbank-Arena bearbeitet hatte und nun zu seinem Heimatverein TSV 1860 München zurückkehrt, sowie Luc Castaignos, der letztendlich den Durchbruch bei der Eintracht auch verletzungsbedingt nie geschafft hatte.

Verpflichtet wurden die Talente Taleb Tawatha von Maccabi Haifa aus Israel und der Spanier Oscar Mascarell von Real Madrid, die jedoch beide den Beweis, eine Verstärkung für die erste Elf zu sein, noch schuldig sind.

Neben Kapitän Marco Russ, der sich nun seiner Hodenkrebs-Therapie unterzieht und dessen Rückkehr erst im Frühjahr 2017 erwartet werden kann, verletzte sich auch noch Mittelfeldmotor Marc Stendera am Kreuzband und wird somit wohl ebenfalls erst nach der Winterpause wieder zum Team stoßen können.

Das Glück ist derzeit also nicht unbedingt mit der Eintracht, doch mit enormer Mentalität auf dem Platz konnten sie aus den ersten drei Spielen bereits 6 Punkte gegen namhafte Gegner wie Schalke 04 und Bayer Leverkusen sammeln und verbreiten derzeit nicht den Eindruck, sich von der angespannten Personalsituation im Team beeindrucken zu lassen.

Fazit: Die Eintracht hat auch mit deutlich weniger spielerischer Qualität als im letzten Jahr eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Feld und mit Trainer Niko Kovac einen echten Motivator an der Linie. Das Team kann Abstiegskampf und wird sich dementsprechend am Ende bequem auf den Plätzen 11–14 einpendeln.

SV Darmstadt 98 - eine Außenseiter-Story geht in die zweite Runde

Als die Darmstädter letztes Jahr ihren Wiederaufstieg in die Bundesliga feierten hätte wohl kaum ein Experte auch nur einen Cent auf den Bundesligaverbleib der Lilien gesetzt. Doch das Team aus unbekannten Spielern überzeugte, angetrieben von Trainer Dirk Schuster, mit einem unbequem zu spielenden, kämpferischen Spielstil und lehrte so manch etablierten Club das fürchten. Trotz einer Schwächephase in der zweiten Saisonhälfte konnte Darmstadt letztendlich verdient die Klasse halten. Doch der Erfolg weckte Begehrlichkeiten: Der erfolgreiche Mittelstürmer Sandro Wagner setzte seinen Wechsel zur TSG 1899 Hoffenheim letztendlich durch. Coach Dirk Schuster, der mit dem Titel „Trainer des Jahres“ bedacht wurde, ersetzte den zu Schalke 04 abgewanderten Markus Weinzierl beim Ligakonkurrenten FC Augsburg und auch die weiteren Stammkräfte Slobodan Rajkovic, Sven Schipplock und Christian Mathenia verließen die Lilien vor der Saison.

Ein Budget, diese Abgänge gleichwertig zu ersetzen, ist in Darmstadt nicht verfügbar. So ist es dieses Jahr Aufgabe des neuen Trainers Norbert Maier, aus den gebliebenen Teilen des letztjährigen Teams, sowie einigen hoffnungsvollen neuen No-Name-Spielern eine Mannschaft zu formen, die die Sensation wiederholen kann.

Die reinen Fakten sprechen abermals gegen die Darmstädter. Wieder ist der SV Darmstadt 98 das Team mit dem mit Abstand kleinsten Budget der Liga und in den ersten Saisonspielen erhärtete sich der Verdacht, dass die Lilien dieses Jahr wieder sehr viel Mentalität zeigen müssen, um auch nächstes Jahr noch in Liga 1 antreten zu dürfen. Das die Darmstädter Abstiegskampf können, haben sie ja bereits im letzten Jahr gezeigt.

Fazit und Ausblick

Die beiden hessischen Bundesligavertreter stehen also vor einer ereignisreichen und herausfordernden Saison. Auch die Experten auf sportwetten24.com prophezeien den Clubs einen harten Abstiegskampf, doch wenn beide es schaffen, an die großen Energieleistungen des letzten Jahres anzuknüpfen, wird auch diese Saison zu meistern sein.

Diejenigen Fußballfans, die auch gern den oder anderen Euro auf den Erfolg ihres Teams setzten würden, befinden sich derzeit allerdings in einer etwas festgefahrenen Situation.

Denn während die hessischen Bundesliga-Teams auf dem Rasen stets mit großem Herzen und Mentalität zu Werke gehen, bekleckerte sich das hessische Innenministerium in der endlosen Geschichte um die Vergabe von Sportwetten-Lizenzen nicht mit gerade Ruhm und Ehre.

Das Innenministerium wurde im Frühjahr 2013 damit beauftragt, 20 Lizenzen an ausgewählte Sportwettanbieter zu vergeben. Dies geschah offenbar jedoch ohne eine klare Linie, nach welchen Gesichtspunkten diese Vergabe zu erfolgen hat. Das Ergebnis war unausweichlich: Nicht berücksichtigte Bewerber haben gegen die Vergabe geklagt und nach einer zweijährigen Hängepartie wurde das komplette Lizenzvergabeverfahren für nichtig erklärt. Eine Überarbeitung wird derzeit von der Landesregierung angeregt. +++

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