Stehende Ovationen für die Hünfelder Handballer in Wanfried Fotos: Carina Jirsch

07.02.2017 - HANDBALL

Unterwegs mit dem Hünfelder SV

Vom „Hünfelder Mob“ und Ekstase in Wanfried

Heimspiel in Wanfried? 120 Fans der Hünfelder Handballer sorgen für eine fantastische Atmosphäre in der Fremde. Ein Reisebericht.

Wenige Kilometer vor dem Ziel erhebt der Bus das erste Mal seine Stimme. Die mitgereisten Fans singen sich ein. „Hünfelder Sportverein, wir werden immer bei Dir sein. Zusammen singen wir im Chor: auf geht’s, schießt für uns ein Tor.“ Die Stimmung im Bus der Hünfelder ist gut. Die Vorfreude auf das Spitzenspiel in Wanfried steigt.

120 Fans ...

Für die ...

Im Lager der HSV-Fans herrscht Optimismus vor dem Duell mit dem starken Aufsteiger aus dem ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet. Die Tipps sehen alle einen Sieg des Spitzenreiters vor. „Wenn wir heute gewinnen, dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen“, sagt etwa Daniela, langjährige Spielerin in der Hünfelder Damenmannschaft. Sie weiß aber auch: „Im Handball kann vieles passieren.“

Um dem Aufstieg in die Oberliga einen Schritt näher zu kommen, hat der Verein gleich zwei Busse für die Fans gechartert. 120 Schlachtenbummler werden dem HSV nach Wanfried folgen und – zusammen mit den heimischen Fans - für eine fantastische Stimmung in der Großsporthalle sorgen. Logisch, dass sich zuvor auf der Hinfahrt aufgewärmt wurde – für Verpflegung war schließlich in rauen Mengen gesorgt.

"Wo liegt ...

In der Halle angekommen, rücken die Hünfelder erst einmal die Kräfteverhältnisse zurecht. „Spitzenreiter, Spitzenreiter hey, hey, hey“, schallt es lautstark durch die Halle. Soll ja jeder wissen, wer hier heute zu Gast ist. Dass die Stimmung aufgeheizt ist, dürfte vielleicht auch daran gelegen haben, dass in Wanfried zwei Welten aufeinanderprallen.

Auf der einen Seite die Hünfelder, in deren Mannschaft fast ausschließlich Spieler aus dem eigenen Stall spielen. Auf der anderen Seite die Wanfrieder, die über einige internationale Kräfte wie Paul Nemenco verfügen und mit Stefan Schröder auch einen ehemaligen Bundesligaspieler in ihren Reihen haben.

Mit zwei ...

Jeder Ballgewinn, jedes Tor, jede Parade wird daher vielleicht ein Stück enthusiastischer bejubelt. Für einen wohl zu enthusiastisch. Ein Ordner des VfL beobachtet mit Argusaugen den „Hünfelder Mob“ und seine Reaktionen zeigen, dass er mit dem frenetischen Anhang nichts anfangen kann. Zwar werden auch die HSV-Fans von den Schiedsrichtern zurechtgewiesen, für eine kurze Unterbrechung sorgen aber die Wanfrieder. Einige von ihnen laufen nach einem Traumtor Nemencos kurz auf das Spielfeld.

Beide Sachen sind aber halb so wild, wie auch Wanfrieds Trainer Heiko Illian festhält. „Das gehört zu so einem Spiel dazu. Es war alles im Rahmen. Die Fans haben diesem Spiel einen würdigen Rahmen gegeben.“ Diese Worte sagt Illian als Sieger. Denn seine Schützlinge finden das richtige Rezept gegen die Hünfelder und gewinnen verdient mit 29:24 (14:13).

Für den Spitzenreiter ist das aber kein Beinbruch. Das hört man nach dem Abpfiff von vielen Seiten. Und die Fans? Die feiern ihre Schützlinge trotz der Niederlage mit stehenden Ovationen. „Hier werden noch ganz andere verlieren“, sagt etwa Trainer Dominik Jäger, der mit seinen Jungs weiterhin auf Kurs Oberliga liegt. Einen historischen Aufstieg vor Augen, ist die Niederlage beim Tabellenvierten schnell vergessen. Dazu tragen auf der Rückfahrt einige Kaltgetränke bei. Und der Hünfelder Gassenhauer, er wird nicht nur einmal angestimmt. „Hünfelder Sportverein, wir werden wir immer bei Dir sein …“ (Tobias Herrling) +++

Auf der ...

Für O|N ...

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