Osthessen Sport
Ist heiß auf das waldhessische Handball-Derby: Rotenburgs Rechtsaußen Nils Gerlich. Foto: Stefanie Harth

18.01.2018 - HANDBALL

Vor dem waldhessischen Derby

Rotenburgs Nils Gerlich: „Wir wollen die Hersfelder ein bisschen ärgern“

Er ist schnell, dynamisch und extrem treffsicher: Trotz Heimniederlage der TG Rotenburg gegen den Tabellenletzten TSG Dittershausen avancierte Rechtsaußen Nils Gerlich zum Matchwinner: Der 19-jährige Linkshänder brachte mit seinen blitzsauberen Würfen das gegnerische Handballteam schier zum Verzweifeln, erzielte sieben Tore. „Für mich war das ganz und gar kein Katastrophenspiel“, meint der Rotenburger, der eine Ausbildung zum Bauzeichner absolviert, augenzwinkernd.

Vor Nils Gerlich wird die Mannschaft des Landesligisten TV Hersfeld bei ihrem Heimspiel am Samstagabend (18:30 Uhr, Geistalhalle) gegen die TGR besonders auf der Hut sein: Schnürte er doch sieben Jahre lang die Handballschuhe für die Lullusstädter, spielte dort zuletzt in der A-Jugend. Erst diese Saison kehrte das Nachwuchstalent in die heimischen Reihen zurück. „Es ist weder ein Vorteil noch ein Nachteil, gegen ein Team anzutreten, das man kennt“, sagt Nils Gerlich.

Bekanntlich würden Derbys sowieso ihre eigenen Gesetze schreiben: „Wir werden alles geben, um den ‚großen TVH‘ ein bisschen zu ärgern. Wenn wir uns – wie bei unserem Auswärtssieg im Dezember gegen die HSG Baunatal – voll reinhängen, ist alles möglich. Dort haben wir gezeigt, dass wir Handball spielen können.“ Eine spannende Partie vor großartiger Kulisse sei garantiert.

Dem Kontrahenten aus der Kreisstadt, der aktuell auf Platz zwei der Tabelle rangiert, zollt der Rotenburger Respekt und Anerkennung: „Das ist eine bärenstarke Truppe, die eine Super-Hinrunde bestreitet.“ Die Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga stünden nicht schlecht. Ähnlich gute Chancen rechnet sich der 19-Jährige aus, beim Derby auflaufen zu dürfen. „Ich denke, dass ich mich mit meinem Mannschaftskollegen Marcus Einhorn auf der Rechtsaußenposition ziemlich gut ergänzen kann.“

Seit seinem fünften Lebensjahr steht Nils Gerlich seinen Mann im „Nahkampf“. Seine ganze Familie sei der Faszination Handball erlegen. „Mein Vater ist beispielsweise für die TGR aufgelaufen, und auch meine Schwester ist aktive Handballerin.“ Wie er bekräftigt, liege ihm die körperbetonte Sportart. „Die Schnelligkeit und Intensität haben mich sofort in ihren Bann gezogen – du musst in der Lage sein, binnen Sekunden Entscheidungen zu fällen“, untermauert der Rechtsaußen.

Den Sprung von der A-Jugend des TVH in die erste Männermannschaft der TGR hat Nils Gerlich relativ gelassen „hingenommen“. „Klar geht es bei den Herren viel körperlicher zu. Aber: Ich wusste, was auf mich zukommt.“

Gespannt schaut der Rotenburger nach Kroatien, wo derzeit die Handball-Europameisterschaft der Männer ausgetragen wird. Zum engeren Favoritenkreis zählt er Kroatien, Frankreich, Dänemark und – selbstverständlich – den amtierenden Europameister Deutschland. Seiner Meinung nach lasse aktuell die Stabilität in der deutschen Abwehr noch etwas zu wünschen übrig. Die Nachnominierung des Abwehrexperten Finn Lemke sei bitter nötig gewesen. Lenkt Nils Gerlich den Blick vom Handball-Nationalteam zurück auf seine Mannschaft, bleibt er ebenfalls realistisch: Den Platz im Mittelfeld zu halten, sei das erklärte Ziel. (Stefanie Harth) +++

                    

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