Osthessen Sport
Sprung auf Rang vier: Jannis Deppe und der TV Hersfeld klettern in der Tabelle nach oben. Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

25.11.2018 - REGION

11. Spieltag in der Handball-Landesliga

Nächste Pleite für Hünfeld - Hersfeld springt auf Rang vier

Drei Pleiten, ein Sieg: Die Bilanz der Handball-Landesligisten am Samstag sieht mau aus. Während der TV Hersfeld mit dem Sieg über Twistetal auf Rang vier kletterte, setzte es für die HSG Werra WHO 09, die TG Rotenburg und den Hünfelder SV Pleiten.

HSG Werra WHO 09– HSG Fuldatal/Wolfsanger 24:32 (7:14)

Frühzeitig geriet der Aufsteiger im Duell mit dem Tabellenzweiten auf die Verliererstraße. Nach elf Minuten führten die Gäste bereits mit 6:1 und ließen an ihrer Favoritenrolle keine Zweifel aufkommen. "Ein besseres Ergebnis hat die erste Viertelstunde in der ersten Halbzeit verhindert", sollte WHO-Trainer Jörg Fischer nach dem Spiel sagen. Denn vor allem im zweiten Abschnitt zeigten seine Schützlinge eine bessere Leistung.

Rechnet man die zweiten 30 Minuten für sich, ging Abschnitt zwei lediglich mit 18:17 an die HSG. "Wir haben eine vernünftige Abwehr gespielt und stark aufspielende Fuldataler teilweise im Griff gehabt", hat Fischer eine starke Leistung seiner WHO gesehen. "Wir haben ein paar Konter zu viel bekommen, aber im Positionsspiel der Gäste standen wir ganz gut", erklärte Fischer die Niederlage.

Grundsätzlich habe seine WHO, bei der Robin Schneider bester Werfer war, aber eine solide Vorstellung gezeigt. "Es war ein vernünftiges Spiel von uns, aber uns geht die Qualität im Abschluss derzeit ein bisschen ab", hat Fischer einen weiteren Grund für die Pleite erkannt. Und: "Wir haben im Angriff zu wenig Bewegung gehabt und es Fuldatal zu leicht gemacht." 

HSG Werra WHO 09: 
Kevin Schottmann, Luca Schneider - Ingo Breitbarth, Hermann Bach (1), Marco Malsch (3), Nebojsa Raljic (4), Florian Strümpf (3), Sebastian Schramm (2), Frantisek Chyba (1), Jan-Uwe Berz (4), Robin Schneider (6/5), Nicolas Reuchsel.

HSG Fuldatal/Wolfsanger:
 Rene Hüsken, Nico Huth - Sven Hinz, Louis Feckler, Tim Rösler Schlüter (1), Philip Scholz (4), Marco Schneider (1), Jan Grebe (5), Tobias Barth (4), Nils Gericke (2), Marcel Witzel (1), Adrian Rudolph (10/5), Timo Krätzig (1), Paul Helbing (3).

VfL Wanfried – TG Rotenburg 29:22 (13:14)

Lange Zeit hielt die TG Rotenburg im Auswärtsspiel beim VfL Wanfried gut mit, musste nach 40 Minuten allerdings abreißen lassen. "In der Phase haben wir zu viele Bälle nicht ins Tor gebracht. Das hat Wanfried mit ihren Gegenstößen bestraft", sagte TGR-Trainer Robert Nolte nach Spielende, dessen Sieben häufig am Pfosten scheiterte oder im Wanfrieder Schlussmann ihren Meister fand.

Den besseren Start ins Spiel erwischten jedoch die Gäste, die über 6:3 und 11:9 lange führten und den Vorsprung auch in die Halbzeit brachten. "Wir hatten viele gute Lösungen und wussten, was auf uns zukommt", stellte Nolte seiner Mannschaft ein gutes Zeugnis aus. Überhaupt sahen die Zuschauer in der Großsporthalle Wanfried ein gutes und schnelles Spiel auf beiden Seiten.

Das sich dann aber zugunsten des VfL entwickelte, der die Fehlwürfe der Gäste eiskalt bestraften. Sieben Minuten gelang der TGR kein Treffer, währenddessen die Hausherren mit sechs Toren davonzogen. So stand am Ende ein 29:22-Sieg für Wanfried, der nach Ansicht Noltes auch in Ordnung ging. "Mit 22 Toren können wir nicht leben, das ist nicht unser Anspruch", so Nolte, der aber auch anfügte: "Wir mussten aber auch auf drei Spieler verzichten, ich kann heute keinem einen Vorwurf machen."

VfL Wanfried:
Nick Degenhardt, Philipp Grein, Stephan Harseim - Milos Milosavljevic (3), Maximilian Lippold (2/1), Finn Wunderlich (2), Johannes Ebel, Andre Denker (1), Vladimir Djuric (7/3), Nico Weiß, Florian Bley (6), Paul Nemenco (8), Dennis Werner.

TG Rotenburg: 
Cica Drazen, Alexander Dick - Martin Harbusch (1), Marcus Einhorn (3/2), Nils Gerlich (2), Philipp Debus, Tomislav Balic (4), Maurice Reyer, Boze Balic (4), Luca Schuhmann (1), Jan-Oliver Holl (4), Jendrik Janotta (2), Jonas Troch (1).


TV Hersfeld – HSG Twistetal 32:24 (16:11)

Von einer sehr souveränen Vorstellung sprach TVH-Trainer Matthias Deppe. Gegen die vom Abstieg bedrohten Gäste aus dem Twistetal legten die Gastgeber gut los und erspielten sich frühzeitig ein Polster (6:2, 9:5). Bis zur Pause baute der TVH den Vorsprung auf fünf Treffer aus. "Es hat wirklich sehr viel gepasst. Natürlich findet man als Trainer immer etwas zum Kritisieren, aber wir wollen mal nicht so sein", sah Deppe wenig bis keinen Anlass zur Kritik.

Denn seine Sieben legte nach dem Seitenwechsel noch einmal einen Gang zu und schraubte das Ergebnis in die Höhe. Näher als auf vier Treffer (16:20) kam Twistetal nicht heran und nachdem Jannis Deppe, bester Schütze der Hersfelder, zum 28:18 traf, führten die Hausherren erstmals mit zehn Toren. Den Höhepunkt des Spiels hob sich die TVH-Sieben aber bis zum Schluss auf.

Sven Wiegel bediente Lasse Reinhardt und der vollstreckte per Kempa zum 32:23, der Treffer von Johannes Wachs zum 32:24-Endstand blieb eine Randnotiz. "Wir wollten mit zwei Siegen im Rücken nach Vellmar fahren und das ist uns gelungen", freute sich Deppe, der nach Hünfelds Pleite gegen Körle/Guxhagen zudem den Sprung auf Rang vier der Tabelle bejubeln durfte.

TV Hersfeld: 
Tobias Kretz, Marius Wasem - Jannis Deppe (7/1), Jonas Rübenstahl (4), Michael Krause (3), Marc Förtsch (1), Hristijan Remenski, Philipp Koch (1), Mark Petersen (2/1), Sven Wiegel (5), Lasse Reinhardt (3), Andreas Krause, Alexander Schott (6).

HSG Twistetal: Tobias Mettenheimer, Patrick Fingerhut - Glenn Fait (2), Johannes Wachs (1), Nico Isenberg (4), Lennard Schmidt (4), Johannes Happe (4/3), Andre Krouhs (2), Jannik Bitter (2), Nils Pohlmann (2), Uwe Nolte, Joschua Sturm (1), Torben Bender (1/1), Luca Meier (1).


Hünfelder SV – MSG Körle/Guxhagen 29:31 (18:19)

Rund vier Wochen liegt der letzte HSV-Sieg nun schon zurück: Ende Oktober siegte Hünfeld in Hersfeld, seitdem setzte es drei Niederlagen und ein Unentschieden. Die jüngste Pleite gab es am Samstag im Heimspiel gegen die MSG Körle/Guxhagen, die nach dem Sieg über Großenlüder/Hainzell die nächste Überraschung folgen ließ, und nach Punkten mit der Sieben von Jonggi Pasaribu gleichzog.

Nur ein einziges Mal, beim 18:17 durch Alexander Unglaube (29.), lagen die Hausherren, bei denen Torwart Samuel Masché einen Sahne-Tag erwischte, in Führung. Doch auch dieser Vorsprung hielt nicht bis zum Seitenwechsel, denn der Gast konnte durch Tom Küllmer und Christian Schade noch zwei Treffer markieren und zur Halbzeit in Führung gehen. "Aktuell ist bei uns etwas der Wurm drin und wir betreiben einen wahnsinnigen Aufwand, belohnen uns aber leider nicht", sagte Pasaribu nach der Niederlage. Bis Minute 41 sollte sich keine der beiden Mannschaften absetzen, ehe das Pendel in Richtung Körle/Guxhagen ausschlug.

Aus einem 23:23 machte die MSG ein 28:24 und zog vorentscheidend davon. Fünf Minuten vor dem Ende markierte Thore Schröder das 30:25, der Auswärtssieg schien eingetütet. "Grundsätzlich war unser Spiel in Ordnung, aber in dieser Phase hatten wir in Angriff und Abwehr zu viele Fehler", haderte Pasaribu. Der HSV aber stemmte sich noch einmal gegen die drohende vierte Niederlage der Runde und kam durch einen von Niklas Fischer verwandelten Siebenmeter (58.) noch einmal auf 27:30 heran. Die Wende aber gelang nicht mehr, HSV-Rechtsaußen Julian Möller markierte mit seinem fünften Treffer den 29:31-Endstand aus Sicht der Hünfelder.

Hünfelder SV: 
Samuel Masché, Yannik Voß, Christian Krätzig – Lennert Sitzmann (2), Fabian Sauer (4/3), Niklas Fischer (5/2), Kevin Houston (1), Mergim Hyseni, Nils Krug (3), Julien Sandrock, Alexander Unglaube (5), Felix Kircher (4), Julian Möller (5). 

MSG Körle/Guxhagen: Julian Ebert, Stephan Wicke, Björn Wenderoth - Tom Küllmer (3), Sebastian Knaust, Marius Paske, Christian Schade (4), Kjell Schmoll, Tim Ploch (6), Janik Lanatowitz (3/1), Moritz Taube, Max Bieber (8/2), Niklas Griesel (5), Thore Schröder (2). +++

                    

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