Osthessen Sport
Symbolbild: Yowe

20.04.2019 - OBERHAUSEN

Kodokan Neuhof erfolgreich

Rabea Hohmann landet bei Sichtungsturnier auf dem Podest

Mit einer Bronzemedaille im Gepäck kehrten die weiblichen Judoka von vom Kodokan Neuhof DJB-Sichtungsturnier aus Oberhausen zurück. Mehr als 200 Starterinnen der Jahrgänge 2004 bis 2006 aus vierzehn deutschen Landesverbänden und mit internationaler Beteiligung aus Großbritannien, Belgien und Luxemburg boten ein anspruchsvolles Teilnehmerfeld.

Dabei kamen bereits die U18-Regeln zur Anwendung, um die erfahrenen Athletinnen mit den Anforderungen der ältesten Jugendklasse zu konfrontieren. Das Kodokanteam Neuhof war mit vier Athletinnen am Start, um sich einen aktuellen Überblick zum derzeitigen Leistungsstand zu machen. Dabei ging es auch um mögliche Nominierungen der U15-Sichtung des DJB im brandenburgischen Olympiastützpunkt Kienbaum, die Ende Mai stattfindet.  

Rabea Hohmann (bis 40 Kilogramm) startete mit einem Blitzsieg gegen Emily Kipp  (Gelsenkirchen) als sie ihre Gegnerin bereits nach sechs Sekunden mit ihrer gefürchteten "Innensichel" (O-Uchi-Gari) von den Beinen holte. Gegen die verhalten kämpfende brandenburgische Vizemeisterin Valeria Balzer (Potsdam) konnte sich die Neuhoferin zwar zahlreiche technische Vorteile verschaffen, die aber erst in der dritten Minute zu einem technischen Wertungspunkt (Waza-ari) für einen Uchi-Mata führte. Diesen Vorsprung verteidigte sie bis zum Ende der vierminütigen Kampfzeit.

Rabea Hohmann (vorne) landet in Oberhausen ...Foto: Privat

Die Begegnung um den Poolsieg und damit die Finalteilnahme gegen die Berliner- und nordostdeutsche Meisterin Kathrin Krause (SC Berlin) begann mit beiderseitig heftigen Angriffen. Die griffstarke Berlinerin verhinderte weitgehend, dass Hohmann ihre starke Griffposition fand und ging zudem noch gegen Ende der ersten Minute mit einem Waza-ari) für einen Uchi-Mata (Innenschenkelwurf) in Führung. Mehreren starken Angriffen von Hohmann konnte die Berlinerin gerade noch ausweichen, bevor der Berlinerin nach 2:27 Minuten in einer Bodenkampfsituation der entscheidende Punkt (Ippon) durch einen Ude-Garami (Beugehebel) gelang. Damit stand Hohmann auf dem letzten Platz der Trostrunde.

Im "kleinen Finale" um Bronze traf sie auf Luise Averkorn (Magdeburg). Gegen die amtierende deutsche Vizemeisterin U18 dieser Gewichtsklasse begann Hohmann wiederum mit schnellen Fußtechniken, um ihre zwei Jahre ältere Kontrahentin aus dem Gleichgewicht zu bringen. Nach 43 Sekunden gelang ihr nach einem schnellen Hüftwurfangriff von Luise Averkorn ein Ausweichmannöver und beendete den Kampf mit einem sehenswerten Tani-Otoshi (Kontertechnik nach hinten) wofür sie vom Kampfrichter einen Ippon (Siegpunkt) erhielt. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille hat Rabea Hohmann (Jahrgang 2006) das anvisierte Ziel erreicht und damit wieder wichtige Punkte (U15/U16) für die hessische Rangliste verbucht.

Auch die drei anderen Neuhofer Teilnehmerinnen mit respektablen Leistungen

Isabel Flosdorf (bis 52 Kilogramm) siegte im ersten Kampf gegen Ina Schild (Hennef nach 2:47 Minuten mit einem Uchi-Mata. Gegen Marie Hahn (Judo-Verband Berlin) unterlag sie nach 1:38 Minuten durch Haltegriff. Da ihre Gegnerin im nächsten Kampf verlor, war auch ihr der Weg über die Trostrunde verwährt. Lea Leinweber (bis 57 Kilogramm) schaffte gegen Millie Hillyard (Großbritannien) eine technische Überlegenheit, blieb aber ohne Wertung. Erst nach 1:56 Minuten gelang der Neuhoferin nach einem technisch gut geführten Kampf in einer Bodenkampfsituation ein Würgegriff (Sieg durch Aufgabe), aus dem es kein Entkommen gab. Gegen Dulce Morena-Bueno (Braunschweig) folgte nach 1:36  Minuten eine vorzeitige Niederlage durch einen Schulterwurf. Auch hier wurde durch die folgende Niederlage ihrer Kontrahentin der Weg durch die Trostrunde verbaut.

Chloé Coester  (bis 63 Kilogramm) siegte gegen Kimberly Niwek (Düsseldorf) nach 57 Sekunden durch Tate-Shiho-Gatame (Haltegriff). Gegen die spätere Drittplatzierte Katie Mills (Great Britain) unterlag sie nach einem spannenden Kampf (3:01 Minuten) durch einen Beugehebel. In der Trostrunde unterlag sie gegen Olivia Caro (Hamburg) nach 21 Sekunden durch einen blitzschnellen Seoi-Nage (Schulterwurf) und schied aus.

"Insgesamt können wir zufrieden mit den Ergebnissen sein. Anbetracht der Tatsache, dass uns in der Region die starken Trainingspartner dauerhaft fehlen und wir für starke Übungskämpfe im Training während der Woche über einhundert Kilometer fahren müssen, um die notwendigen Trainingserfahrungen zu machen, haben die Mädel gute Leistungen gezeigt. Mit dem Sieg gegen Luise Averkorn hat Rabea natürlich ein Highligt gesetzt", bilanziert Neuhofs Cheftrainerin Petra Melzer. Nach dem "internationalen Osterpokal" in Kufstein am Ostermontag steht der "Messe-Cup U16" in Erfurt (11. Mai) als Top-Ereignis auf dem Wettkampfkalender der Kodokan Leistungsgruppe. (pm) +++

                    

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