Osthessen Sport
Landrat Manfred Görig zu Gast beim Schützenverein Rebgeshain: Vorsitzender Henrik Ziegenhain und seine Mitstreiter können sich über eine Spende in Höhe von 5000 Euro freuen Foto: Sabine Galle-Schäfer/Vogelsbergkreis

15.05.2019 - ULRICHSTEIN

Finanzspritze für Schützen in Rebgeshain

Investition in die Zukunft. 5.000 Euro für elektronische Schießanlage

Mit seinen 120 Mitgliedern zählt der Schützenverein Rebgeshain nicht gerade zu den großen Vereinen im Vogelsbergkreis. Wenn man allerdings bedenkt, dass das Dorf, das Ulrichstein gehört, gerade einmal 250 Einwohner hat, dann ist diese Mitgliederzahl sehr wohl ein klares Zeichen dafür, wie groß der Zuspruch im Ort ist.

„Theoretisch ist jeder zweite Einwohner Mitglied in unserem Verein“, sagt Vorsitzender Henrik Ziegenhain augenzwinkernd im Gespräch mit dem Vogelsberger Landrat. Bei seinem Besuch auf dem Schießstand im Dorfgemeinschaftshaus informiert sich Manfred Görig nicht nur über das rege Vereinsleben, er hat auch einen Scheck dabei. Mit 5.000 Euro unterstützt die OVAG den Verein, der seinen Schießstand auf Vordermann bringen will. Dort soll eine elektronische Schießanlage installiert werden, zudem sind kleinere bauliche Maßnahmen im Bereich des Aufenthaltsraums geplant. Die Gesamtkosten werden bei knapp 30.000 Euro liegen.

Die Freude ist groß bei den Schützen über die hohe Zuwendung. „Die Zahl ist so groß, so eine Spendenbescheinigung habe ich noch nie ausgestellt“, lacht Rechner Mark Schellenberger. Landrat Görig hatte sich beim heimischen Energieversorger OVAG für eine Spende eingesetzt. „Und wenn wir etwas machen, dann machen wir das richtig“, betont er. Seit 30 Jahren gibt es den Schützenverein in Rebgeshain, der eine sehr aktive Jugendabteilung hat.

„34 unserer Mitglieder sind unter 18“, rechnet Vorsitzender Ziegenhain vor. Schon mit sechs Jahren stehen die Kleinsten am Schießstand und zielen mit dem Lichtgewehr auf die „10“ in der Mitte der Schießscheibe. „Die Investition in diese Lasergewehre war goldrichtig“, ist Henrik Ziegenhain überzeugt. „Wir müssen die Kinder früh abholen, sonst haben wir sie an andere Sportarten verloren.“ Mit dem „richtigen“ Luftgewehr nämlich dürfen die Kinder erst ab zehn Jahren (mit Ausnahmegenehmigung) beziehungsweise mit zwölf schießen. „Das ist zu spät“, sagt Ziegenhain, „in dem Alter sind Kinder längst in anderen Vereinen aktiv.“

Die Jugendarbeit wird übrigens auch durch die Sportförderung unterstützt. „Wir haben unsere Förderung ab diesem Jahr von 6 auf 8 Euro pro jugendlichem Mitglied angehoben“, erklärt Landrat Manfred Görig und weist abschließend darauf hin, dass der Verein in den vergangenen Jahren auch bei der Anschaffung von Luftgewehren aus Mitteln der Sportförderung unterstützt wurde. (pm/the) +++

                    

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