Osthessen Sport
Bereitet sich auf die Revanche vor: Pino Del Duca (l.), hier im Training gegen Stefan Kowalski. Fotos: Bensing&Reith

06.07.2019 - FULDA

Auf dem Weg zurück zur Weltspitze (2)

Wenn es für Pino Del Duca Schläge vom Rechtsanwalt hagelt

Wie man sich auch als „älterer Herr“ topfit und pfeilschnell bewegen kann, demonstriert Pino Del Duca bei all seinen Sparrings und Trainingseinheiten. Dabei muss der knapp 50-Jährige auch eine Menge Schläge einstecken. Unter anderem von seinem eigenen Anwalt.

Del Duca war vor 25 Jahren Weltmeister im Kickboxen. Nun tritt er am 23. November in Warschau gegen den Tschechen Miro Marek an. Jenen Mann, den Del Duca 1994 schlug und gegen den er sich die WM-Krone holte. Marek will Revanche, Del Duca will diese verhindern. Deshalb trainiert er hart — auch um sich selbst zu beweisen, dass man sich von Niederschlägen nicht beeindrucken lassen muss.

In der Vorbereitung auf die WM-Revanche ...

Seit Mai hat der 49-jährige Del ...

Im November steigt die Revanche gegen ...

In Teil zwei der Serie „Auf dem Weg zurück zur Weltspitze“ beschreiben wir unter anderem die Fortschritte, die Pino Del Duca seit Mai gemacht hat. Diese sind selbst für einen Laien unverkennbar. Denn der 49-Jährige hat sich in allen Bereichen deutlich verbessert. Kondition, Boxen und Kicks haben mittlerweile einen hohen Standard erreicht. Der „Italo-Föllsche“, der in Flieden aufgewachsen ist, befindet sich auf einem guten Weg. Wenn er von diesem nicht abschweift, dann klappt es im November mit einem weiteren Sieg gegen Miro Marek.

Del Ducas Chefcoach ist kein geringerer als Weltmeister Sergej Braun. Auch der schont Pino im Sparring nicht. Der 49-Jährige räumt ein, dass er ab und zu mal Sternchen sieht, wenn er mit Braun im Ring steht und einen Hieb abbekommt. Pino Del Duca hat ohnehin eine illustre Trainertruppe zusammengestellt. Zur ihr gehört auch Stefan Kowalski. Der 41-Jährige ist Rechtsanwalt mit Schwerpunkten Arbeitsrecht, Familienrecht und Wirtschaftsrecht.

Er ist Gesellschafter der renommierten Kanzlei Alt, Kemmler, Kowalski, die ihren Sitz im Fuldaer Münsterfeld hat. Kowalski und Del Duca kennen sich seit Mitte der 90er Jahre. Seitdem trainieren sie nicht nur gemeinsam, sie kooperieren auch beruflich. Del Duca ist Wirtschaftsökonom und Geschäftsführer von Del Duca Consulting. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die betriebliche Krankenversicherung. Da passt die Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt natürlich bestens.

Anwalt und gleichzeitig Kampfsportler: Funktioniert das überhaupt? „Auf jeden Fall“, sagt Stefan Kowalski: „Man muss ja auch im Gerichtssaal ein Kämpfer sein. Mein Sport gibt mir Mentalität. Entweder man ist Kämpfer, oder man ist es nicht.“ 41 Jahre alt ist Kowalski, seit 26 Jahren ist er Kampfsportler. Seine Teenagerzeit verlebte er im rauen Klima am Fuldaer Aschenberg. „Dort herrschte das Faustrecht. Dann habe ich mit dem Kampfsport angefangen, und keine zwei Jahre später konnte ich mich behaupten.“ Kowalski trägt unter anderem den schwarzen Gürtel im Jiu-Jitsu, hat zahlreiche Landestitel gewonnen und ist heute erster Vorsitzender des Kampf-Kunst-Klubs-Fulda, der seinen Sitz in der Maberzeller Straße 89 hat.

Hier trifft er sich auch zum Sparring mit Pino. Wie auch gegen Sergej Braun ist der nur 1,70 Meter große Del Duca gegenüber Stefan Kowalski körperlich unterlegen. Doch das ist kein Problem für Del Duca: „Es wäre Quatsch, wenn ich mich nur mit Leuten messe, die ähnlich gebaut oder gleichaltrig sind. Sergej und Stefan sind nicht nur gute Trainer, sondern auch perfekte Sparringspartner. Und wer kann schon von sich behaupten, dass er regelmäßig von seinem Rechtsanwalt Schläge einstecken muss“, flachst Del Duca in seiner gewohnt humorvollen Art.

Stefan Kowalski kümmert sich derweil darum, dass Pino mental stark ist und die Ernährung stimmt. „Hier muss er sich verbessern“, sagt Kowalski, der selbstverständlich zum großen Comeback-Kampf mit nach Warschau reisen wird. Der Rechtsanwalt war anfangs skeptisch, als er von Pinos Comeback-Plänen erfuhr: „Alles hat seine Zeit“, betont er. Doch Kowalski traut Del Duca dennoch einiges zu: „Ich bin sehr beeindruckt, mit welchem Ehrgeiz und welcher Akribie er seinen Weg zurück in die Weltspitze verfolgt. Ich glaube an ihn.“ (pm/Bensing&Reith) +++

                    

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