Osthessen Sport
Sascha Gramm wird in wenigen Tagen zu seinem zweiten großen Lauf des Jahres aufbrechen: Nach Mosambik. Foto: 2019 Canal Aventure, G. Pielke / D. Lemanski

02.11.2019 - HOSENFELD

Ultra Africa Race

Sascha Gramm arbeitet in Mosambik am Continental Finisher

Mit 'The Track' im australischen Outback begann für Sascha Gramm aus dem Hosenfelder Ortsteil Hainzell die "Continental Challenge". Innerhalb von zwei Jahren muss ein bestimmtes Etappenrennen auf jedem Kontinent erfolgreich beendet werden. In einer Woche soll Afrika abgehakt werden - beim Ultra Africa Race in Mosambik.

Im Juni erst lief Sascha Gramm durch das australische Outback - fünf Monate später wird es nun in Afrika ernst. "Australien war mental und körperlich fordernd. Ich habe drei Wochen gebraucht, um wieder schmerzfrei gehen zu können", blickt der 40-Jährige im Gespräch mit ON|Sport zurück. 'The Track' war 522 Kilometer lang, der Lauf in Mosambik "nur" 220 Kilometer. "Wenn man denkt, dass es einfacher wird, hat man schon den ersten Fehler gemacht", so Gramm.

Deshalb bereitete er sich nach ausreichend Regeneration mit demselben Ehrgeiz auf den Ultra Africa Race vor. So startete er beim Berlin-Marathon und absolvierte Laufblöcke. Fünf Tage hintereinander lief er einen Halbmarathon mit Gepäck - unter anderem den Almanach verstaute er im Rucksack, um das Gewicht zu simulieren. "Da kommt man mit vielen Leuten ins Gespräch, die fragen, was denn in dem Rucksack sei", lacht Sascha Gramm.

Mosambik der zweite von fünf Läufen

Vom Ablauf her ist der Lauf in Mosambik ähnlich zu dem in Australien. Die Läufer müssen sich wieder selbst verpflegen und über fünf Tage ihre Etappen erreichen. Am 10. November geht es am Nhambavale Lake los. 220 Kilometer und 3.600 Höhenmeter später erreichen die Läufer Jangamo Beach. 16 Läufer werden die Reise nach Südost-Afrika antreten, Gramm ist der einzige Deutsche.

Sein Zelt teilt er mit dem Türken Gürkan Acikgöz, der in seinem Heimatland berühmt ist, da er Diabetes hat und zeigen möchte, dass diese Krankheit einen nicht davon abhalten sollte, Ziele zu erreichen. Acikgöz lernte Gramm schon in Australien kennen, nun freut er sich, einen Bekannten dabei zu haben. "Spätestens am zweiten Tag sind auch die Handgriffe wieder drin. Routinen sind wichtig, man muss einfach funktionieren", so Gramm.

Das sportliche Ziel von Sascha Gramm? Den Ultra Africa Race meistern und damit auch dem Continental Finisher einen Schritt näher kommen. "Wenn man alle Rennen geschafft hat, wird man in die Hall of Fame aufgenommen. Dafür hat man zwei Jahre Zeit", erklärt Gramm. Neben Australien und Afrika wird es für Sascha Gramm noch nach Norwegen (Juli 2020), Bolivien (September 2020) und Vietnam (März 2021) gehen. 

"Von den Eindrücken zehren"

Der Veranstalter gab dem 40-Jährigen den Hinweis, den Ultra Race in Vietnam um ein Jahr vorziehen zu können. Allerdings erscheinen Gramm drei derart große Rennen in nur einem Jahr zu viel: "Ich hätte es dann an einem Stück geschafft und wäre damit der erste Europäer. Aber ich möchte auch von den Eindrücken zehren und nicht vom einen ins andere fallen." Eindrücke will er auch in Mosambik einfangen.

Aus dem Plan geht hervor, dass die Läuferinnen und Läufer auch eine Schule besuchen. Für die Kinder ist dies eine Attraktion, weshalb Gramm sein Gepäck mit Stiften, Malbüchern und dergleichen füllt, um ihnen dort eine Freude zu bereiten. Denn der 40-jährige Hainzeller möchte nicht nur die Kontinente abhaken, sondern später auch etwas erzählen können. Als nächstes bringt er Geschichten aus Mosambik mit. (Tino Weingarten) +++

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