Osthessen Sport
Christina Massini (l.) und Maximilian Jäger wurden als Sportler des Jahres ausgezeichnet - Cacau (2.v.r.) überreichte einen Pokal. Fotos: Henrik Schmitt

07.12.2019 - FULDA

Sportlerehrung der Stadt Fulda

Max Jäger und Christina Massini sind die Sportler des Jahres

Es war wieder soweit, die Stadt Fulda ehrte ihre besten Sportlerinnen und Sportler. In der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung wurden in der Orangerie die Ehrungen für die Jahre 2018 und 2019 vorgenommen. Sportler des Jahres wurde Max Jäger vom RC 07 Fulda, Sportlerin des Jahres Christina Massini vom Kanu-Club Fulda. Die KTV Fulda wurden für den Aufstieg in die 2. Bundesliga und den dort geschafften Klassenerhalt als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.

Wie gewohnt führte Moderator Hans-Dieter Alt, mittlerweile im zwölften Jahr, durch den Abend. Er bedankte sich bei seiner Begrüßung bei den anwesenden Sportlerinnen und Sportlern sowie allen Besuchern: „Fast alle Plätze besetzt, das zeugt von der Sportstadt Fulda.“ Der übergab das Wort an den Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der sich der Danksagung anschloss: „Wir wollen den Sport noch weiter stärken und das geht am besten, wenn wir uns bei euch bedanken.“


Rund drei Stunden dauerte die Veranstaltung. Um die Stimmung am Nikolaustag etwas aufzulockern, erlaubte sich Alt vor dem ersten Ehrungsblock einen kleinen Spaß mit den Sportlerinnen und Sportlern: „Ich habe mir überlegt, dass jeder hier ein Nikolaus-Gedicht vorträgt“. Da die Begeisterung sich doch in Grenzen hielt, wurde „Lasst uns froh und munter sein“ zum Besten gegeben. Der Saal stimmte mit ein, die Stimmung passte.

Für die sportlich unterhaltenden Programmpunkte sorgten der Tanzsportclub Fulda sowie die KTV Fulda. Der Tanzsportclub eröffnete die Veranstaltung mit einer Einlage zu Samba-Klängen und unterhielt mit ihren jüngsten Tänzern die Besucher nach dem ersten Ehrungsblock. Die Zweitliga-Turner der KTV zeigten nach dem dritten Ehrungsblock ihre Künste am Barren.

Als Ehrengast kam in diesem Jahr der DFB-Integrationsbeauftragte Cacau in die Barockstadt. Cacau war deutscher Nationalspieler (23 Spiele, sechs Tore) und ist als Fußballprofi vor allem aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart bekannt. Im Gespräch mit Alt erzählte Cacau, wie er zu seiner für Brasilianer typischen Namensabkürzung kam. In Brasilien gibt es ein Geburtstagslied, bei dem das Kind seinen Namen singen muss: „Bei dem Geburtstagslied habe ich statt Claudemir Cacaudemir gesagt. Und seitdem hat mich meine Mutter Cacau genannt“, so der Ex-Profi.


Der Fußball begleitet ihn schon seit seiner Kindheit, spielte damals mit seinem Bruder und sorgte bei der Mutter für so manch Ärgernis, als sie ihre Spiele ins heimische Wohnzimmer verlegten. „Heute freut sie sich, dass wir damals die Sachen kaputt geschossen haben“, lachte Cacau. Eine große Rolle im Leben des Cacau spielt auch der Glaube, der ihm auch in seiner Zeit als Fußballprofi viel Kraft gab: „Im Sport muss man auch Rückschläge einstecken. Deshalb ist der Glaube für mich sehr wichtig, nie aufzugeben.“

Im zweiten Interviewblock ging es um Cacaus Zeit als Fußballprofi. Da erzählte der frühere Stuttgarter Anekdoten, vor allem vom ereignisreichen Jahr 2007, als sein VfB Meister wurde und eine Woche später das Pokalfinale gegen den 1. FC Nürnberg verlor – Cacau sah die rote Karte: „Ich wurde nach dem Pokalfinale wegen meiner roten Karte als Sündenbock dargestellt. Eine Woche vorher haben mir die Menschen zugejubelt, weil wir Meister geworden sind. Was mir da geholfen hat, war, dass ich nicht mehr wert war, weil mir zugejubelt wurde und ich nicht weniger wert war, weil ich beschimpft wurde.“ Etwas, das Cacau auch allen anwesenden Sportlern mit auf den Weg geben wollte. Ein Spaß hatte Cacau zum Abschluss dennoch auf den Lippen: Auf Alts Frage, ob den Stuttgartern in der aktuellen Lage ein Cacau fehlt, antwortete dieser mit einem Lachen: „Sieht so aus.“


Im Mittelpunkt des Abends standen aber natürlich die Sportlerinnen und Sportler. 246 wurden in die Orangerie eingeladen. Kriterium für eine Würdigung der Stadt Fulda war ein Erfolg mindestens auf Landesebene. Insgesamt 25 Vereine mit 26 Sportarten waren vertreten. Zudem wurden 52 Ehrenamtliche für ihr Engagement mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet. In vier Blöcken wurden Medaillen und Urkunden überreicht.

Als Sportler des Jahres wurde Maximilian Jäger vom RC 07 Fulda ausgezeichnet, der dieses Jahr zweifacher Vizeweltmeister im Paracycling wurde. Sportlerin des Jahres wurde Christina Massini vom Kanu-Club Fulda, die in diesem Jahr zahlreiche Meisterschaften einfahren konnte. Bereits letzte Woche wurde Massini mit dem Dajek-Knittel-Preis ausgezeichnet. Mannschaft des Jahres waren die Zweitliga-Turner der KTV Fulda, die nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga dort vor wenigen Wochen auch den Klassenerhalt feiern konnten.


Alle Sportlerinnen und Sportler, die für ihre herausragenden Leistungen in den letzten zwei Jahren geehrt wurden, durften sich an diesem Abend aber als Sieger fühlen. Ob Wasserballer, Tennisspieler, Bogenschützen oder Leichtathleten. Die Sportlandschaft in Fulda ist vielfältig und erfolgreich. Am Freitagabend wurde dies angemessen gewürdigt. (Tino Weingarten) +++

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