Osthessen Sport
Im Sportlerheim des TSV Rot-Weiss Oberjossa sprachen die beiden Brüder Tim (Mitte) und Jan (rechts) Ullrich mit ON|Sport-Volontär Felix Hagemann über die gemeinsame Zukunft beim SV Adler Weidenhausen Fotos: Hans-Hubertus Braune

06.02.2020 - BREITENBACH/H.

Das ON|Sport Kabinengespräch (7)

Jan und Tim Ullrich: "Wir wollten erstmal unser eigenes Ding machen"

Das neue Jahr ist angebrochen, langsam aber sicher blicken die Vereine in der Region wieder dem weiteren Verlauf der Saison entgegen. Während die Fußballer Ende Februar in den Ligabetrieb einsteigen, sind die Handballer, Wasserballer oder Tischtennisspieler wieder aktiv. Wie schon im letzten Jahr haben wir uns auch diesmal wieder mit Sportlern für das ON|Sport-Kabinengespräch getroffen.

Im Vereinsheim von Rot-Weiss Oberjossa traf sich ON|Sport mit Jan und Tim Ullrich (21 und 25 Jahre). Die beiden Brüder aus Beiershausen, einem Stadtteil von Bad Hersfeld im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, spielen seit Januar gemeinsam beim SV Adler Weidenhausen. Im Interview sprechen Sie über ungewohnte Situationen, das besondere an Weidenhausen und ihr gemeinsames Herzensprojekt. 

ON|Sport: Jan und Tim Ullrich, außer in eurer Freizeitmannschaft, dem TSV Rot-Weiss Oberjossa, habt ihr noch nie in einem Team gespielt. Erst durch Jans Wechsel nach Weidenhausen im Winter spielt ihr jetzt das erste Mal zusammen. Warum hat es so lange gedauert?

Tim Ullrich

Tim Ullrich: Tatsächlich haben wir sogar einmal in der A-Jugend zusammengespielt, aber das nur in einem Spiel. Jetzt hat die Situation einfach gepasst. Vorher haben wir es unabhängig voneinander gemacht, wo wir spielen. Da gingen einfach die eigenen Interessen vor.

Jan Ullrich: Ich habe mich fußballerisch von Tim immer etwas distanziert, habe mein eigenes Ding gemacht. Ich bin in Niederaula zur Schule gegangen, da war für mich klar, dass ich dort auch spielen werde. Und so ist es im Seniorenbereich eben auseinandergegangen.

ON|Sport: Jan, was gab es, außer Ihrem Bruder, noch für Gründe für den Wechsel nach Weidenhausen?

Jan: Ich habe mich in Steinbach sehr wohl gefühlt und viele Freunde gefunden. Ich habe aber auch von vornherein gesagt, dass es nie mein Anspruch war, Hessenliga zu spielen. In der Verbandsliga hat es sehr gut funktioniert und deshalb habe ich gesagt, ich gehe den Schritt nach Weidenhausen. Hinzu kommt, dass ich hier bereits einige Spieler kenne.

Tim: Das war auch ein Grund für meinen Wechsel damals. Hier wird Kameradschaft noch extrem großgeschrieben. Man kommt mit jedem gut aus. Das hab ich so noch nicht erlebt. Das macht diesen Verein so besonders.

ON|Sport: Ihr seid beide charakterlich sehr unterschiedlich. Jan eher der direkte Typ und Tim eher der ruhige und besonnene. Kann es passieren, dass auf dem Platz auch mal untereinander die Fetzen fliegen?

Tim: Das wird spannend. Ich merke schon im Training, dass es eine neue Situation ist, die wir so noch nicht hatten. Aber ich bin auch auf dem Platz eher der ruhige Typ, der noch nie mit einem Mitspieler aneinandergeraten ist. Vielleicht ist die Zündschnur beim eigenen Bruder aber auch kürzer (lacht).

Jan: Ich bin auch eher abseits des Platzes etwas lauter. Auf dem Platz nehme ich Kritik an, überlege, ob der andere Recht hat und dann ist es gut. Ich gebe da auch keine Widerworte, von daher denke ich, dass wir auch auf dem Platz gut miteinander auskommen.

ON|Sport: Wir sind hier im Sportlerheim eurer Freizeitmannschaft, dem TSV Rot-Weiss Oberjossa, in die ihr auch viel Zeit investiert. Warum ist euch dieses Projekt so wichtig?

Jan: Das wurde vor vier, fünf Jahren ins Leben gerufen, da war ich noch gar nicht dabei. Wir machen einfach alles zusammen. Fahren in den Urlaub, spielen Fußball oder treffen uns hier auch mehrmals unter der Woche. Es ist einfach der engste Freundeskreis.

Tim: Wir flachsen ab und an auch mal darüber, eine richtige Mannschaft zu melden. Es sind ja ein paar richtig gute Kicker dabei. Das Umzusetzen ist aber natürlich sehr schwierig. Vielleicht später, wenn wir schon im fortgeschrittenen Fußballeralter sind.

Jan und Tim Ullrich, vielen Dank für das Gespräch! (Felix Hagemann) +++

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