Osthessen Sport
Jedes vierte verkaufte Fahrrad ist mittlerweile ein E-Bike Archivfoto: Marius Auth

19.06.2020 - REGION

Selbst im Radsport ein Thema

Von wegen Rentner-Rad! - E-Bikes werden immer beliebter

Die Vorurteile halten sich hartnäckig. E-Bikes sehen aus wie Damenräder und sind nur was für alte Leute. Dem ist schon lange nicht mehr so. E-Bikes werden immer beliebter auch bei den 18 bis 24-Jährigen. Und sogar im Radsport könnten sie sich auf Dauer zu einer ernsthaften Alternative entwickeln.
 
Schon jetzt ist jedes vierte neugekaufte Fahrrad eines mit Elektroantrieb. Tendenz stetig steigend. Was zu Beginn noch als Rad für die ältere Generation belächelt wurde, hat sich mittlerweile zu einem Bestseller entwickelt. Und das vor allem bei der jüngeren Generation. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Jugov in Auftrag von e.on gaben 67 Prozent der 18 bis 24-Jährigen an, sich vorstellen zu können, ein E-Bike zu fahren.

Auch im Radsport sind Elektrofahrräder im Kommen 

"Das Vorurteil, dass vor allem ältere Menschen, die sonst gar nicht mehr fahren könnten, ein E-Bike nutzen, ist schon lange überholt. Auch junge und fitte Menschen greifen vermehrt zu diesen Modellen", sagt Christoph Blum vom Radsportclub Bimbach. Auch dort hat man das Thema E-Bike auf dem Zettel: "Gerade im Bereich des Mountainbikings wird das Elektro-Fahrrad immer attraktiver."
 
Der Vorteil dabei: Mit einem E-Mountainbike ist auch der Anstieg deutlich rasanter. "Normal muss man sich den Anstieg immer erst hoch quälen, ehe es in der Abfahrt rasant wird. Mit einem Motor als Unterstützung macht auch der Anstieg deutlich mehr Spaß, man kann Abfahrten häufiger fahren und größere Distanzen zurücklegen", so Blum. Egal ob Freizeit- oder Rennrad. Mittlerweile gibt es jedes Modell mit Unterstützungsmotor.

Symbolbild: ADAC Hessen- Thüringen

Dabei unterscheidet man im Allgemeinem zwischen drei Kategorien. Das klassische E-Bike, das auch ohne Pedalkraft des Fahrers fährt. Das "Pedal Electric Cycle", kurz Pedelac, bei dem ein Elektromotor die Tretkraft des Fahrers bis 25 Km/h unterstützt und das Sport-Pedelac, das vor allem bei Pendlern sehr beliebt ist. Es ist vergleichbar mit einem normalen Pedelac, allerdings riegelt der Motor erst bei 45 Km/h ab. Schnelleres Fahren durch Muskelkraft ist aber jederzeit möglich. Kleiner Nachteil: Um ein S-Pedelac fahren zu dürfen, wird ein Führerschein der Klasse 3 benötigt. Auch ist die Benutzung von Radwegen untersagt. 

Hoher Preis als Hindernis

Die Gründe für die Anschaffung eines E-Bikes sind vielfältig: Umweltaspekte spielen dabei genau so eine Rolle, wie die größere Lust am Fahren. "Meine Eltern sind beide über 80. Ohne E-Bike würden sie gar nicht mehr fahren. Für mich ist es eine rundum gute Sache", sagt Blum. Was viele Käufer gerade in der Corona-Krise abschrecken könnte, ist der Preis. Für ein gutes E-Bike werden schnell über 1.000 Euro fällig. Auf Dauer dürfte aber auch das den Siegeszug des E-Bikes nicht aufhalten. (fh)+++

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