Der Amateursport muss vorerst aussetzen Foto: pixabay

29.10.2020 - REGION

Ab dem 2. November ist Schluss

Corona-Unterbrechung im Sport: Reaktionen aus der Region

Was seit Tagen immer wahrscheinlicher wurde, ist nun offiziell. Der Amateur- und Freizeitsport in Hessen steht vor der nächsten Corona-Pause. Ab dem 2. November sind Trainings- und Wettkampfbetrieb für zunächst vier Wochen untersagt. Darüber hinaus bleiben auch Schwimmbäder und Fitnessstudios geschlossen. ON|Sport hat sich bei Sportlern und Offiziellen umgehört, wie sie die Entscheidung bewerten.
 
Schon in den letzten Tagen haben sich die coronabedingten Spielausfälle gehäuft, nicht nur im Fußball. Außerdem sorgten immer neue Verordnungen und Auflagen für die Vereine für Verwirrung. Jetzt zogen Bund und Länder die Notbremse. Die Entscheidung ruft gemischte Reaktionen hervor.
 

Archivfotos: ON

Alexander Bär (Trainer SV Neuhof): "Für mich ist diese Entscheidung eine Katastrophe. Ich weiß nicht, ob die Politik weiß, welch gravierende Auswirkungen diese Entscheidung auf die Sportler haben kann. Ich befürchte, dass man vielen Sportlern den Willen nimmt. Gerade in der Hessenliga richten viele Spieler große Teile ihres Lebens auf den Sport aus. Für sie ist diese Entscheidung schwer zu verdauen."
 

Tarek Bary (Wasserballer Wasserfreunde Fulda): "Es ist natürlich sehr schade, wir haben uns sehr auf die Saison gefreut, die eigentlich Mitte November beginnen sollte. Durch die Schließung der Schwimmbäder können wir uns natürlich auch nur noch schwer fit halten, da unser Sport eben nur bedingt an Land trainiert werden kann. Eines ist aber auch klar: Die Verhinderung einer Ausbreitung des Corona-Virus hat Vorrang."


Matthias Deppe (Trainer HSG Großenlüder/Hainzell): "Wir sind ja nicht im Profihandball, wo es um Gehälter für die Spieler geht. Für uns ist es immer noch ein Hobby. Man muss auch klar sagen, dass Handball eine Sportart ist, in der es zu extrem viel Körperkontakt kommt. Was sagt denn ein Arbeigeber, wenn sich jemand bei seinem Hobby infiziert? Unser Saisonstart wurde ja bereits auf den 8. November verschoben, jetzt wird es eben noch länger dauern. In dieser Situation müssen wir uns einfach unterordnen."


Mario Rohde (Abteilungsleiter Hünfelder SV): "Das muss man differenziert betrachten. Wissenschaftlich scheint die Infektionsgefahr auf dem Platz sehr gering. Es geht aber eben auch um die Zuschauer und das Drumherum. Spiele ohne Fans gehen aus meiner Sicht gar nicht, vor allem nicht im Amateurbereich. Fußball ist für uns alle nur ein Hobby - eben die schönste Nebensache der Welt. Es gibt aber Branchen, für die es wichtiger ist, dass sie weiterlaufen. Dass jetzt unterbrochen wird, tut uns allen weh, aber bei den stark steigenden Zahlen halte ich es für sinnvoll." (fh) +++

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