Tolga Duran und Sebastian Sonnenberger hatten zuletzt häufig Grund zur Freude. Die Spielunterbrechung könnte der SG Barockstadt sogar einen großen Vorteil beschert haben. Archivfoto: Jonas Wenzel (Yowe)

31.10.2020 - FULDA

Wie geht es weiter?

Die Spielunterbrechung als sportlicher Vorteil für manchen Verein

Am Donnerstagabend unterbrach der Hessische Fußball-Verband (HFV) die Saison mit sofortiger Wirkung und schickte die Vereine in die Winterpause. Am 20. Februar ist im Rahmenspielplan der Start der Rückrunde angesetzt, einen vollgepackten Terminkalender für das Frühjahr gibt es inklusive. Doch der HFV ist vorbereitet. Zum Vorteil manch osthessischer Vereine?

Mit einer Höchstzahl von zwölf Partien ist knapp ein Drittel der Saison absolviert, der Spielplan sieht einen Rückrundenstart ab Mitte Februar vor. Ein knallhartes Programm - sollte die Spielzeit bis zum 30. Juni beendet werden. Beim Verbandstag im Juni wurde vorsorglich in die Spielordnung ein Paragraph eingefügt, der besagt, dass der HFV berechtigt ist, über eine Verkürzung oder sonstige Änderung der Wettbewerbe zu entscheiden. So ist es zum Beispiel auch möglich, dass nur die Hinrunde beendet wird, um die Auf- und Absteiger zu ermitteln. Oder eine Saison ohne Wertung.

In allen anderen Fällen wird es Auf- und Absteiger geben. "Zudem sind auch bei einer nicht abgeschlossenen Spielzeit Absteiger gemäß der gültigen Auf- und Abstiegsregelungen für das Spieljahr 2020/2021 zu ermitteln", heißt es dazu in Paragraph 30 der Spielordnung. Nach jetzigem Stand würden in der Hessenliga der Hünfelder SV und in der Verbandsliga der FSV Thalau sowie die SG Ehrenberg in die Röhre schauen.

Vorteil SG Barockstadt, Bad Soden und Hosenfeld?

Der Tabellenführer der Hessenliga hat, bei gleicher Anzahl an Partien, zwei Punkte Vorsprung vor Hessen Dreieich. Ein Vorteil für die SG Barockstadt? "Der Verband hat ja gesagt, dass sie die Saison zu Ende bringen wollen, eventuell auch verkürzt. Dann wäre unsere Ausgangslage schon ein Vorteil", sagt SGB-Finanzvorstand Martin Geisendörfer, der sich bei einer Austragung der restlichen 26 Spiele dafür ausspricht, die Saison über den Juni hinaus zu verlängern.

Von einem Vorteil, den die bisherige Ausbeute mit sich brachte, will Trainer Sedat Gören aufgrund der ungewissen Lage dagegen nichts wissen: "Wir wissen ja auch nicht, was als nächstes passiert. Im nächsten Jahr kann es zu einer ganz neuen Situation kommen und dann müssen wir wieder neu anfangen, die Jungs auf das Level wie derzeit zu bringen." Aus dieser Sicht sieht Gören gar einen Rückschlag in der Unterbrechung, denn diese sportliche Situation hätte sich die Mannschaft Tag für Tag erarbeitet.

Das gilt auch für die SG Bad Soden... ...Archivfoto: Frank Hau

Selbiges gilt auch für die SG Bad Soden in der Verbandsliga und die Spvgg. Hosenfeld in der Gruppenliga. Die Mannschaft von Trainer Anton Römmich kommt, bei der Anwendung der Quotientenregel, auf einen Schnitt von 2,3 Punkten pro Spiel und ließe damit die derzeit besser platzierten Lichtenauer FV (2,2) und SV Weidenhausen (1,92) hinter sich. Die Spvgg. Hosenfeld hat mit 2,25 Punkten pro Spiel die meisten der Gruppenliga gesammelt und wäre damit, wie in der Vorsaison, auf Platz eins.

...und die Spvgg. Hosenfeld. Archivfoto: Franziska Vogt

So weit ist es freilich noch nicht, die Saison gerade erst unterbrochen und eine berechtigte Hoffnung existiert, dass die Saison im Frühjahr fortgesetzt werden kann. Doch zumindest einen Vorteil haben die derzeitigen Tabellenführer der Ligen. Ein Gefallen wäre ein reguläres Saisonende nicht, denn der Terminkalender wäre von Februar bis Juni mit mindestens 26 Spielen bis zum Rand vollgepackt. In den Händen der Vereine oder des Verbandes liegt die Durchführung der Saison aber nicht mehr. (tw) +++

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