Stehen dem Amateursport harte Zeiten bevor? Symbolbild: O|N

17.11.2020 - REGION

"Unverständlich, wie es gekommen ist"

Das Problem für den Amateursport

Anfang des Jahres noch waren Spielabsagen wegen der Witterung oder Unbespielbarkeit des Platzes die gängigsten Ausfälle. Nun wurde die Saison schon das zweite Mal unterbrochen. Nicht nur das, auch der Trainingsbetrieb ruht völlig, ein Ausgleich für Spieler und Trainer nicht mehr gegeben. Eine hohe mentale Hürde für alle Amateursportler.

Ein langer, harter Arbeitstag neigt sich dem Ende entgegen, in zwei Stunden geht es ins Training und der Stress des Tages rückt in den Hintergrund. Trainieren mit den Kumpels, das Arbeiten für die drei Punkte am Sonntag - all das machte den Amateursportlern Freude und ist nun selber weit in den Hintergrund gerückt. Das letzte Training war Ende Oktober. Wann die Saison wieder aufgenommen werden kann, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorherzusagen.

"Es sind keine guten Zeiten"

"Im Amateursport ist es für mich unverständlich, wie es gekommen ist. Als Spieler würde da für mich die Welt untergehen", sagt Zlatko Radic, Trainer des SV Flieden. Es sei ein erneuter riesen Rückschlag, da man immer wieder von vorne beginnen müsse und überhaupt nicht wisse, wie es weitergeht. "Es sind keine guten Zeiten. Das ist schlimm für die Köpfe", fügt Radic an.

Keine guten Zeiten sieht er auch für die Zukunft. Zwar blieben die Zahlen derer, die aufgrund des Ausbruchs der Corona-Krise und der daraus resultierenden langen Pause mit dem Kicken aufhörten, sehr gering, doch wie verhält es sich im Sport-Lockdown Nummer zwei? "Irgendwann werden einige Spieler keine Lust mehr auf Pausen, Lockdown und weitere Maßnahmen haben", so Radic.

Ob es wirklich demnächst zu einer "Flut" von Spielerrückgängen kommt, ist derzeit wohl ebenso wenig vorhersagbar wie das "wann und wie" der Saison-Fortsetzung. Radic glaubt, dass eine Austragung der Saison in Gänze auszuschließen sei. Der Präsident des Hessischen Fußball-Verbands (HFV) beispielsweise äußerte vor zwei Wochen die Hoffnung, im Januar wieder starten und die Saison regulär beenden zu können. Doch auch das liegt erstmal weniger in den Händen des Verbände. (tw) +++

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