Danny Mahr in Aktion. Bei der EM hatte der Timbersportler Pech. Foto: picture alliance / Photoshot

09.01.2021 - SINNTAL

"Nicht Alltägliches" der Reiz

Danny Mahr: Zwei Blickwinkel auf Missgeschick bei der EM

Mit einem "lachenden und einem weinenden Auge" blickt Danny Mahr, Timbersportler aus Sterbfritz (Gemeinde Sinntal), auf die zurückliegende Europameisterschaft. Als erste Veranstaltung fand diese virtuell statt. In der Vorbereitung auf den Wettkampf hätte sich Mahr mehr ausgerechnet als den fünften Platz.

"Überhaupt nicht", antwortet Danny Mahr kurz, aber aussagekräftig auf die Frage, ob er mit dem erreichten Platz bei der Europameisterschaft leben kann. Zwei Missgeschicke, wie er sagt, haben schließlich dazu geführt, dass der 32-Jährige das Podium verpasste. Wegen eines Sturzes vom Springboard wurde Mahr für diese Disziplin disqualifiziert, seine aufgrund des Vorfalls schlechte Zeit hätte gereicht, um in der Endabrechnung auf Platz drei zu landen.

Das lachende und weinende Auge

"Das ist ärgerlich. Aber Regeln sind Regeln, die muss man halten und wenn nicht, wird man eben disqualifiziert", nimmt Mahr die Disqualifikation sportlich. Dass er trotz dieser Nicht-Wertung EM-Fünfter wurde, sieht der Timbersportler als Erfolg: "Bei so einem Feld dann noch Fünfter zu sein, trotz Disqualifikation, da stellt sich eher die Frage, warum noch Leute hinter mir stehen." 

Die Europameisterschaft an sich, die gleichzeitig die erste Großveranstaltung überhaupt war, die virtuell ausgetragen wurde, empfand Mahr als stressig: "Auf einem Wettkampf hat man durch die anderen Teilnehmer automatisch 15 bis 20 Minuten zwischen den Disziplinen Zeit. Jetzt haben sich die Disziplinen in sehr kurzen Abständen aufeinander gereiht."

Der Reiz am Timbersport

Danny Mahr übt eine Sportart aus, die nicht so sehr im öffentlichen Rampenlicht steht. Und genau das macht für ihn den Timbersport aus: "Der Punkt ist, dass der Sport nicht alltäglich ist. Mich hat es schon immer gereizt, das zu machen, was nicht jeder macht." Der hohe Stellenwert der Selbstdisziplin und das Gesamtpaket des Sports sind sein Anreiz. "Es zählt nicht nur stark und groß zu sein, man muss auch smart sein. Da steckt schon einiges dahinter, es ist nicht nur stumpf einen Baumstumpf durchsägen. Das macht diesen Sport so interessant", so der zweifache Deutsche Meister.

Sein Ziel für 2021: die Deutsche Meisterschaft zum dritten Mal in Folge gewinnen. "Ich habe noch nie so Bock gehabt, einen Titel zu gewinnen, wie dieses Jahr. Dreimal hintereinander wäre schon eine Nummer", sagt Mahr. Überhaupt setzt er sich hohe Ziele für das anstehende Wettkampf-Jahr: "Der Eisberg ist schon spitz, aber es geht noch besser. Und das ist das schönste Gefühl im Sport." So soll auch bei der Weltmeisterschaft in Stuttgart eine Top-Platzierung her. (Tino Weingarten) +++

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