Andreas Klüber, Etienne Thönnißen und Justin Döring (v.l.) über den Super Bowl. Foto: Privat

07.02.2021 - FULDA

Saints-Trio über den Super Bowl

Die "Überraschung" Tom Brady und eine Super Bowl-Skype-Party

Tampa Bay Buccaneers gegen den Titelverteidiger Kansas City Chiefs oder Tom Brady gegen Patrick Mahomes. Erneut wird der Super Bowl Sonntagnacht Millionen Menschen vor den Fernseher locken. Im Vorfeld haben wir uns bei Spielern der Fulda Saints umgehört, wen sie in der Favoritenrolle sehen und wie sie die NFL-Saison einschätzen.

Welches Team seht ihr beim Super Bowl in der Favoritenrolle?

Etienne Thönnißen: "Ich würde für die Buccaneers stimmen. Ihre Offense hatte zwar in den letzten Spielen ein paar Probleme, aber aufgrund der Erfahrung des Quarterbacks und den Willen, zuhause zu gewinnen, werden sie das Spiel auf jeden Fall machen."

Andreas Klüber: "Ich denke auch, wenn die Bucs es wie gegen die Packers schaffen, die Defense und die Offensive Line mit Mahomes unter Druck zu setzen, wird es schwierig für die Chiefs. Wenn du durchgehend unter Druck bist, bist du irgendwann gezwungen, den Ball wegzuwerfen. Wenn sie das schaffen, vor allem mit Jason Pierre-Paul, wird das auf jeden Fall ein spannendes Spiel."

Justin Döring: "Ich bin für Mahomes und die Chiefs - aus mehreren Gründen: Mahomes hat die Möglichkeit, Tom Brady als besten Spieler aller Zeiten zu stürzen und ich glaube, dass Brady im Heimspiel zu ehrgeizig und zu verbissen sein wird. Ich denke, dass ihm sein Ehrgeiz das Genick brechen wird. Mahomes kann mit seiner Schnelligkeit und seiner Frechheit die Defense der Bucs austricken."


Was war für euch die größte Überraschung der Saison?

Klüber: "Die Überraschung war für mich, dass Brady so abliefert. Klar, er ist aktuell der Spieler der NFL, der am meisten erreicht hat. Aber man hatte immer so das Gefühl, dass die Kombination mit seinem Coach bei den Patriots viel ausgemacht hat. Aber er hat gezeigt, dass er derjenige war, der es ausgemacht hat."

Thönnißen: "Ein bisschen im Rampenlicht der Saison stand, was mit Brady bei seiner neuen Mannschaft passiert. Da ging es gerade darum, ob es die Patriots waren, die ihn so stark gemacht haben oder ob er so leistungsstark ist. Da muss man sagen, es war schon eine Überraschung, dass er die Buccaneers in den Super Bowl bringt. Aber auch, dass Patrick Mahomes wieder so abliefert."

Döring: "Für mich standen die Rookies und Teams im Fokus, die man nicht so auf dem Schirm hatte. Zum Beispiel hatte niemand die Buffalo Bills auf dem Zettel und sie haben es bis in die Divisional Round geschafft. Für so einen jungen Quarterback wie Josh Allen, auch wenn es nicht zum Super Bowl gereicht hat, ein riesen Fortschritt. Genau wie Justin Herbert von den Chargers. Er stand die erste Saison auf dem Feld, das war sehr schön, sich das anzusehen. Außerdem haben erstmals seit 25 Jahren die Cleveland Browns die Divisional Play-Offs erreicht. Unter den Fans sind die Browns immer die Tabellenletzten, aber dieses Jahr haben sie ordentlich abgeliefert."


Und Enttäuschung?

Klüber: "Für mich als Falcons-Fan ist es ganz bitter, Letzter der NFC zu werden. Da waren Spiele bei, wo sie im letzten Quarter 98 Prozent Gewinnchance haben und es verlieren. Das war nicht nur einmal, sondern mehrmals hintereinander."

Thönnißen: "Die größte Enttäuschung für mich waren die ganzen Spieler, die die Rams verloren haben. Vor allem so Spiele wie gegen die Jets wo man denkt 'hey, komm, die sind Tabellenletzter, was macht ihr da?'"

Döring: "Als aktiver Saints-Spieler und großer New Orleans Saints-Fan sind die Niederlagen meines Teams eine Enttäuschung. Außerdem ist es schade, dass manche Teams wieder 'tanken', das heißt, dass sie absichtlich schlecht spielen, um dieses Jahr im Draft eine bessere Pick-Runde zu erlangen. Die Leistungen einzelner Spieler fand ich dieses Jahr schwierig, wenn man sich zum Beispiel Aaron Donald ansieht, die war dieses Jahr nicht so überragend."


Was erwartet ihr vom Super Bowl?

Klüber: "Ich hoffe, dass es bis zum Ende spannend bleibt und sich nicht eine Mannschaft vor der Halbzeit absetzt. Ich hoffe, dass es ein bisschen Defense-lastig wird und die Buccaneers Mahomes unter Druck setzen können. Als Defense-Spieler ist es immer schön zu sehen, wenn man die Offense ins Straucheln bringen kann."

Thönnißen: "Ich glaube und erwarte, dass es ein spannendes Spiel wird. Mahomes und Brady werden es sich nicht nehmen lassen wollen und Vollgas geben. Die größte Enttäuschung wäre es, wenn mitten in der Nacht schon zur Halbzeit feststeht, wer gewinnen wird."

Döring: "Wie meine Kollegen gesagt haben, erwarte ich auch ein enges, knappes Spiel. Ich glaube auch, dass das passieren wird, weil wir zwei sehr unterschiedliche Quarterbacks haben und beide Teams auf ihrem Höhepunkt spielen und alle fit sind."


Weltweit finden zu diesem Zeitpunkt eigentlich Partys statt, auch ihr bei den Saints hättet wieder eine veranstaltet. Schmerzt es, den Super Bowl alleine zu schauen?

Klüber: "Es fängt ja nicht nur mit dem Spiel an. Man trifft sich schon vorher, man isst zusammen und als Football-Fan ist es das Event des Jahres, auf das man sich am meisten freut. Es ist sehr schade, wir feiern das normalerweise in der Gemeinschaft und es ist traurig, dass das ausbleibt. Vielleicht vernetzt man sich über Skype, aber ich glaube nicht, dass das im positiven Sinne ausartet wie normalerweise."

Döring: "Bei unserer Super Bowl-Party sind 100 Leute und dann kommt natürlich ein bisschen Stimmung auf. Die Leute fangen an, sich selber zu hypen und Party zu machen. Das fehlt dieses Jahr. Über Social Media werden wir das Spiel zusammenschauen, aber in der aktuellen Situation wird man sich darauf einstimmen müssen. Es wird jedes Jahr ein Super Bowl geben und ich denke, dass wir nächstes Jahr wieder gemeinsam schauen können." (Tino Weingarten) +++

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