Kämpferische Tugenden fordert SVN-Trainer Alexander Bär - Archivbild: ON

FLIEDEN Hessenliga: SVN in Flieden

Bär vermisst vor Derby die deutschen Tugenden

03.09.21 - Nächster Hessenliga-Spieltag, nächstes Derby – zumindest für den SV Flieden. Nach den Duellen in Steinbach und gegen Barockstadt empfängt die Buchonia nun den SV Neuhof (Samstag, 15 Uhr).

Da Trainer Bardo Hirsch rotgesperrt ist, wird diesmal Stefan Schmidt an der Seitenlinie den Hut auf haben. Der 54-Jährige ist seit 30 Jahren im Verein, spielte jahrelang in der Oberliga-Mannschaft, coachte anschließend mehrere Jugendmannschaften und ist seit dieser Saison für die Reserve in der Kreisoberliga Süd verantwortlich. "Gegen Neuhof geht es aber nicht um meine Person, sondern um die drei Punkte", betont Schmidt, der in den 90 Minuten für das Coaching verantwortlich sein wird. Vorher wird Hirsch, mit dem Schmidt ein gutes Verhältnis pflegt, die Aufstellung festlegen und das Abschlusstraining leiten.

Ein großes Rätsel ist es, wer der Buchonia zur Verfügung stehen wird. Der ohnehin schon dünne Kader ist nach dem Spiel gegen Barockstadt (0:3) weiter geschrumpft, es bleibt abzuwarten, ob die verletzt ausgewechselten Felix Hack, Niko Zeller und Aaron Neu auflaufen können. Immerhin kennt Schmidt die Jungs aus der zweiten Reihe, die womöglich in die Bresche springen müssen, bestens: "Das ist sicherlich kein Nachteil. Dem ein oder anderen Spieler kann ich sicherlich etwas mit auf den Weg geben", sagt Schmidt.

Eine Saison lang spielte Neuhofs Trainer Alexander Bär in Flieden, Schmidt und Bär waren in dieser Zeit Konkurrenten in der Defensive. Eine Fliedener Vergangenheit kann sonst kein Neuhofer vorweisen – und der Coach stellt in Frage, ob seine bunt zusammengestellte Mannschaft den Derbycharakter auf den Platz bringen kann: "Ich bin mir sogar sehr sicher, dass einige meiner Spieler nicht verstehen werden, worum es geht", befürchtet Bär eine "unangebrachte Überheblichkeit" derjenigen Spieler, die den SVN ohnehin nur als Zwischenstation ansehen. "Viele unserer Spieler haben die deutschen Tugenden noch nicht kennengelernt. Deswegen sehe ich uns als Außenseiter."

Zu oft wolle seine Mannschaft die Aufgaben spielerisch lösen, in einem Derby wie gegen Flieden dürften aber die kämpferischen und läuferischen Attribute den Ausschlag geben. "Ich habe das schon gegen Hünfeld beobachtet, die sind mit aufgeklappten Messern zu uns gekommen. Flieden ist ein eingeschworener Haufen, 70 bis 80 Prozent der Spieler werden am Ende vor Erschöpfung auf dem Boden liegen. So etwas kannst du als Trainer zwar ansprechen, auf dem Platz muss die Mannschaft jetzt aber einfach einen anderen Teamgeist zeigen", fordert Bär nach zwei Punkten aus den ersten vier Spielen. Flieden hat dieselbe Ausbeute, allerdings schon zweimal Barockstadt bespielt. 

HSV gehen die Offensiven aus


Der Tabellenführer ist spielfrei und kann sich deshalb ganz entspannt anschauen, wie sich Mitfavorit Eintracht Stadtallendorf beim Hünfelder SV (Sonntag, 15 Uhr) schlägt. Der TSV ist als letztjähriger Regionalligist favorisiert, kam in dieser Saison aber erst zweimal zum Einsatz (vier Zähler). "Das ist sicherlich ein Gegner, der unter den ersten drei Teams landen wird. Die Qualität ist sehr hoch, das wird ein schweres Spiel für uns", sagt Trainer Johannes Helmke, der nach den jüngsten Auftritten und Tabellenplatz drei allerdings selbstbewusst ins Spiel gehen kann: "Wenn wir wieder so spielen wie zuletzt, könnte auch gegen Stadtallendorf etwas rausspringen." Allerdings gehen dem HSV langsam aber sicher die Offensivoptionen aus: Christoph Sternstein, gegen Erlensee erfolgreicher Joker und einziger Angreifer auf der Bank, ist im Urlaub, dafür könnten Noah Quanz und Nils Wenzel zurückkehren.

Für den SV Steinbach wird es derweil Zeit, den ersten Dreier in dieser Saison einzufahren. Da trifft es sich gut, dass es zu einem Gegner geht, der ebenfalls noch sieglos ist. Hanau 93 liegt vor dem Duell am Samstag (15 Uhr) überraschenderweise sogar hinter Steinbach auf dem letzten Tabellenplatz. Allerdings fehlen dem SVS mit den Mittelfeldspielern Luca Uth und Nikolaj Zvekic sowie Innenverteidiger Lukas Hildenbrand wichtige Spieler. Dafür befindet sich Neuzugang Marko Madzar nach seinem Kroatien-Urlaub in der Vorbereitung auf einem guten Weg und könnte in die Startelf rücken. (tg)+++

Mediennetzwerk Hessen



Dieser Artikel ist zuerst auf torgranate.de erschienen.


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