Starke Frauen: Janina Trabert (m.) und ihre Teamkolleginnen der Saints - Fotos: Privat

FULDA Janina Trabert spielt bei den Fulda Saints

Football ist nichts für Frauen? "Über solchen Vorurteilen stehe ich drüber"

22.09.21 - American Football gilt als eine der letzten reinen "Männersportarten". Hart, schnell und sehr körperlich – das sei nur was für echte Kerle und nichts für Frauen, so oder so ähnlich klingen die typischen Vorurteile. Dabei wird Football auch bei den Damen immer beliebter. In Fulda wurde mit den Fulda Saints Ladys jetzt sogar die erste Damenmannschaft gegründet. Maßgeblichen Anteil daran hatte Janina Trabert, die den Stein ins Rollen brachte. OSTHESSEN|NEWS hat mit ihr über die Faszination Football und Vorurteile gesprochen.   
 
Vor eineinhalb Wochen war es endlich so weit. Die Damenmannschaft der Fulda Saints wurde im Rahmen des ersten Ligaspiels ihrer männlichen Kollegen offiziell vorgestellt. Für Janina Trabert war das ein ganz besonderer Moment. "Der Start ist damit schon mal gemacht. Ich bin froh, dass es der Verein ermöglicht hat", sagt sie.
 

Die 20-Jährige selbst ist schon seit Jahren großer Football-Fan. Dabei war Football in Deutschland lange eine Nischensportart. Erst die NFL- und Super-Bowl-Übertragungen lösten einen regelrechten Hype aus und machten die Sportart vor allem beim jüngeren Publikum extrem populär. "Dadurch bin auch ich das erste Mal mit Football in Berührung gekommen", erzählt Trabert. Die Schwester eines Saints-Spielers begann daraufhin mit ihrem Bruder das Ei durch den Garten zu werfen und die Saints bei deren Spielen zu unterstützen. "Das hat mir viel Spaß gemacht und ich fand diesen Zusammenhalt cool. So entstand dann auch die Idee einer Frauenmannschaft."
 
Wenn sie heute erzählt, dass sie Football spielt, wird sie immer noch an der ein oder anderen Stelle schief angesehen. Für Trabert ist das aber kein Problem. "Ich stehe über sowas drüber, heutzutage gibt es keine typischen Männer- oder Frauensportarten mehr." Zumal die Faszination Football für jeden gilt. "Das schöne ist, dass jeder seinen Platz findet und niemand ausgeschlossen wird, egal ob dick oder dünn. Jeder hilft jedem", sagt Trabert.
 
Derzeit trainieren die Spielerinnen noch mit der Jugend der Saints zusammen. In den kommenden Wochen und Monaten sollen dann genug Spielerinnen gefunden werden, um nächstes Jahr das erste Spiel austragen zu können. Mittelfristig wollen die Damen dann auch eine eigene Saison spielen. Vom Verein werden sie auf dem Weg unterstützt. Football ist also längst keine "Männersportart" mehr. (Felix Hagemann) +++


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