"Die verfluchte Seite 19"

Kinderstück zum Stadtjubiläum: Erste Durchlaufprobe mit Testpublikum

Fotos: Jonas Wenzel - Durchlaufprobe am Mittwochmorgen mit (von links) Jessica Stukenberg, Anna Michel, Barbara Gottwald und Christoph Gottwald

28.03.2019 - So langsam steigt die Spannung: Am Samstag ist Premiere des von der Stadt in Auftrag gegebenen Kindertheaterstücks "Die verfluchte Seite 19", in dem drei Persönlichkeiten der 1275-jährigen Stadtgeschichte in einem spannenden Plot vorgestellt werden: Sturmius, Abt Radgar und König Konrad I. Am Mittwoch fand im Forum des Kanzlerpalais die erste Durchlaufprobe mit Bühnenbild und Testpublikum statt, und trotz kleinerer Textpatzer konnten die Macher mehr als zufrieden sein.



"Die Stadt hat vor eineinhalb Jahren bei uns angefragt, ob wir zum Stadtjubiläum nicht ein Stück für Kinder und Jugendliche erarbeiten wollen", erklärt Christoph Gottwald vom Theater Mittendrin gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Und seine Frau Barbara Gottwald ergänzt: "Da waren wir natürlich sofort dabei, zumal die Stadt die Produktion finanziert hat." Also taten sich die Gottwalds mit Jessica Stukenberg und Anna Michel vom befreundeten Freien Theater Fulda zusammen. "Wir haben zu Viert das komplette Skript entwickelt und proben jetzt seit etwa einem Jahr", sagen sie. "Seit Januar ganz intensiv, fast jeden Vormittag drei Stunden."

Damit nicht genug: Christoph Gottwald schrieb die Musik und spielte sie auch selber ein, und auch das sehr aufwendige Bühnenbild haben die vier Theaterverrückten in Eigenregie gebaut. "Das haben wir jetzt am Montag und Dienstag in zwei 15-Stunden-Schichten zusammengesetzt." Bleibt noch zu erwähnen, dass eigens für das Stück drei kindgerechte Trickfilm-Einspielungen gedreht wurden, die Schneiderin Pia Kümmel die historischen Kostüme angefertigt hat, und die Schüler und Schülerinnen der Klasse 6e des Marianums das Buch - eben jenes mit der verfluchten Seite 19 - kalligraphisch gestaltet haben.

Kindgerechte Animationsfilme lockern die Handlung auf.

Nun also die erste Durchlaufprobe. "In der letzten Sekunde fällt einem plötzlich ein, was man noch vergessen hat", sagt Jessica Stukenberg kurz vor Spielbeginn und verschwindet schnell nochmal hinter der Bühne, um was zu erledigen. Wegen der bevorstehenden Premiere soll hier nicht weiter auf die Inszenierung eingegangen werden. Der Ablauf zumindest klappt an diesem Vormittag schon wie am Schnürchen, "auch wenn wir vor allem am Timing noch feilen müssen".

Nach dem Durchlauf gibt's Manöverkritik der Kindergartenkinder, die vielleicht nicht alles aus der Handlung verstanden haben - Zielgruppe sind nämlich eher Grundschüler -, dennoch aber einen Heidenspaß hatten. "Mir hat eigentlich alles gefallen", sagt ein Mädchen und tritt damit eine Lawine los: "Mir auch!"- "Mir auch!"- "Mir auch!" Na dann: Toi, toi, toi für die Premiere. - Details zum Spielplan gibt es hier. (Matthias Witzel) +++