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13Mai


Fulda
Fürstensaal im Stadtschloss Fulda Boulanger Trio trifft auf zeitgenössischen Komponisten
Boulanger Trio
Karla Haltenwanger, Klavier
Birgit Erz, Violine
Ilona Kindt, Violoncello

Sebastian Manz, Klarinette

Zu Gast: Komponist Pēteris Vasks aus Lettland

Programm

Pēteris Vasks (* 1946)
Episodi e canto perpetuo

Gespräch mit Pēteris Vasks

Pause

Olivier Messiaen (1908 – 1992)
Quatuor pour la fin du temps

Das Boulanger Trio gastiert am Sonntag, den 13. Mai um 17:00 Uhr mit seinem ganz eigenen Erfolgskonzept im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses: Die drei Musikerinnen laden seit 2012 zu ihren Konzerten der Reihe Boulangerie einen zeitgenössischen Komponisten ein, spielen eines seiner Werke und kommen über dieses Werk mit ihm ins Gespräch. In Fulda präsentieren die Musikerinnen gemeinsam mit dem Klarinettisten Sebastian Manz ein Werk des lettischen Dirigenten Pēteris Vasks, laden ihn im Anschluss zum Gespräch ein und spielen nach der Pause Olivier Messiaens berühmtes Quartett auf das Ende der Zeit.

Boulanger Trio
Als unwiderstehlich bezeichnete DIE WELT eine Aufführung des Boulanger Trios, und Wolfgang Rihm schrieb in einem Brief: „So interpretiert zu werden, ist wohl für jeden Komponisten ein Wunschtraum.“
Das 2006 von Karla Haltenwanger (Klavier), Birgit Erz (Violine) und Ilona Kindt (Violoncello) in Hamburg gegründete Boulanger Trio ist inzwischen als eines der wenigen full-time-Klaviertrios in Berlin beheimatet. Bereits 2007 gewannen die drei Musikerinnen die 4. Trondheim International Chamber Music Competition in Norwegen; 2008 wurde ihnen der Rauhe Preis für Neue Kammermusik verliehen. Seitdem hat sich das Trio, zu dessen Mentoren Hatto Beyerle, Menahem Pressler und Alfred Brendel zählen, einen ausgezeichneten Ruf in der Kammermusikszene erspielt.
Neben der Beschäftigung mit dem klassischen und romantischen Repertoire sind die Musikerinnen gefragte Interpretinnen Neuer Musik. Sie arbeiten u. a. mit Komponisten wie Wolfgang Rihm, Johannes Maria Staud, Friedrich Cerha, Toshio Hosokawa und Matthias Pintscher zusammen. Im Jahr 2012 startete das Ensemble seine eigene Konzertreihe, die Boulangerie, welche regelmäßig in Hamburg und Berlin und seit dieser Saison auch im Musikverein Wien stattfindet. Bei jedem Konzert dieser Serie kombinieren die Musikerinnen klassisches Repertoire mit einem zeitgenössischen Stück, dessen Komponist während des Konzerts anwesend ist und mit den drei Musikerinnen über sein Schaffen spricht.
Sebastian Manz
„Seine betörend schöne Tongebung und technische Souveränität suchen ihresgleichen“, würdigt Holger Arnold im Fono Forum, „einer der besten Klarinettisten des Landes“, sagt das ZDF Morgenmagazin, „er singt nicht nur mit der Klarinette, sondern er zaubert mit ihr“, schwärmt MDR Kultur.
Als Enkel des legendären russischen Geigers Boris Goldstein findet der 1986 in Hannover geborene Sohn zweier Pianisten seine musikalischen Wurzeln im deutsch-russischen Elternhaus. Mit sechs Jahren singt Manz im Knabenchor, versucht sich erst am Klavier, das er sehr gut beherrscht, konzentriert sich aber bald auf die Klarinette, die ihn seit Benny Goodmans Aufnahme des Es-Dur­Konzerts von Carl Maria von Weber fasziniert. Keine Geringeren als Sabine Meyer und Rainer Wehle zählen zu seinen wichtigsten Lehrern und Förderern.
Den großen Durchbruch bescherte ihm der sensationelle Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München 2008: Dort gewann er neben dem seit 40 Jahren nicht mehr vergebenen 1. Preis in der Kategorie Klarinette auch den begehrten Publikumspreis sowie weitere Sonderpreise. Seit 2010 ist Manz Soloklarinettist des SWR Symphonieorchesters. Seine mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Diskografie zeigt eindrucksvoll Manz’ Gespür für besondere Inhalte und Gesamtkonzepte. Ebenso stellt er sein Talent fürs Arrangieren und Komponieren immer wieder auf seinen Alben und Konzerten unter Beweis. Ab Sommer 2018 ist Sebastian Manz für zunächst 3 Jahre Mitglied im „CMS Two“-Programm der Chamber Music Society of Lincoln Center in New York. Ebenso ist er ab 2018 Künstlerischer Leiter des Festivals :alpenarte. Neben seiner Konzerttätigkeit engagiert sich Sebastian Manz in der von Lars Vogt gegründeten Organisation Rhapsody in School.

Pēteris Vasks
Pēteris Vasks wurde am 16. April 1946 im lettischen Aizpute geboren. Als Sohn eines in Lettland bekannten baptistischen Pastors erhielt er zunächst Musikunterricht an der örtlichen Musikschule. Erste Kompositionen folgten sowie eine Ausbildung als Kontrabassist in Riga. Bereits ab 1961 war er Mitglied verschiedener Sinfonie- und Kammerorchester. Darüber hinaus studierte Vasks von 1973 bis 1978 bei Valentin Utkin Komposition an der lettischen Musikakademie in Riga. In den Folgejahren arbeitete er als Musiklehrer und seit 1989 unterrichtet er Komposition an der EmĪls DārziņŠ-Musikschule in Riga.
Während Vasks zur Sowjetzeit aufgrund seines Glaubens und seiner künstlerischen Überzeugungen den Repressalien der russischen Kulturdoktrin ausgesetzt war, haben die Werke des Komponisten in den vergangenen Jahren große Anerkennung gefunden. Eine zentrale Rolle in Vasks Schaffen spielt die Chormusik. Seine Instrumentalwerke werden weltweit von namhaften Künstlern aufgeführt und sehr häufig vertanzt.
Vasks' Kompositionen greifen archaisch-folkloristische Elemente der lettischen Musik auf und setzen sie in eine spannungsreiche Beziehung zur zeitgenössischen Musiksprache. Oft tragen die Werke programmatische Titel, die sich auf Naturvorgänge beziehen. Dabei geht es Vasks nicht um rein poetische Lobpreisung der Natur oder eine plakative Landschaftsmalerei. Die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen Natur und Mensch, die Schönheit des Lebens einerseits, aber auch die drohende ökologische und moralische Zerstörung der Welt sind die Themen, die Vasks in seinen Werken mit musikalischen Mitteln aufgreift. Vielfach zeigen sich Bezüge zur eigenen Biografie und der jüngsten leidvollen Geschichte des lettischen Volkes. Bereits als Zehnjähriger schrieb Vasks ein freiheitskämpferisches Chorlied als Reaktion auf die Leiden der Menschen, die über Nacht aus ihren Häusern vertrieben und in Straflager verschleppt wurden.





Weitere Informationen
Veranstaltungsort: Fürstensaal im Stadtschloss Fulda

Uhrzeit: 17:00
Preis: ab 9 €

Konzertdauer: ca. 90 Minuten plus Pause
Tickets: 9 – 25 €


Tickets sind erhältlich im Theaterbüro, Schlossstr. 5, Telefon: 0661 102-1483. Online-Buchungen können unter www.eventim.de vorgenommen werden.

Angaben zum Copyright:
Foto Boulanger Trio © Steven Haberland

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