06.05.09 - FULDA

"Erst reden, dann handeln" - 12-Mio-Ausbildungszentrum für Polizisten: VIDEO

Das Polizeipräsidium Osthessen (PPO) ist am heutigen Mittwochnachmittag um zwei Neubauten des so genannten zweiten Bauabschnitts erweitert und damit ein Stück Zukunft in Betrieb genommen worden. Mit der offiziellen Einweihung eines Bürogebäudes und eines der modernsten Ausbildungs- und Kommunikationszentrums der hessischen Polizei geht zugleich eine 9-jährige Planung- und Umsetzungsphase zu Ende. "Ohne Training ist letzendlich der Einsatz draußen nicht zu bewältigen", sagte der Fuldaer Polizeipräsident Eckhard Sauer. Daher sei es wichtig, dass die Beamten der Kreise Fulda, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg hier trainieren könnten.

Staatssekretär Boris Rhein (Hessisches Ministerium des Innern und für Sport) bezeichnete das PPO als "kleines und sehr wichtiges Präsidium". Es könne nicht immer nur um Städte und Ballungszentren gehen. "Die Versorgung der Fläche steht bei uns im Vordergrund", sagte Rhein.

Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller (CDU) erinnerte für die "Kreisfamilie" daran, dass die Region seinerzeit "in intensiver Weise zusammengestanden" habe, als es um die Gründung des PPO ging. "Die innere Sicherheit wird allzu selbstverständlich als gegeben angesehen'", sagte Möller. Dabei sei sie eine Grundvoraussetzung für viele andere Werte. Die Ansiedlung etwas des Polizeipräsisiums auf dem Gelände der einstigen US-Kaserne bezeichnete Möller auch als eine "gelungene Konversion".

Die Feierstunde im neuen Versammlungsraum wurde musikalisch von fünf Mitgliedern des Landes-Polizeiorchester Hessen umrahmt. Die ökumenische Segnung der Neubauten erfolgte durch die Pfarrer Matthias Schild und Wolfgang Schmidt-Nohl.

In dem einen mehrstöckigen Gebäude befinden sich Büros, das andere dient der Ausbildung und darauf ist man in Fulda "besonders stolz": hier sind eine Raumschießanlage (RSA) und ein Versammlungsraum untergebracht. Herzstück des Trainingszentrum ist der so genannte DIF-Raum ("DIF" steht für „Dezentrale Integrierten Fortbildung“). Hier lassen sich - mit Hilfe von Stellwänden - Wohnräume simulieren und verändern. Polizisten können so auf realistische Weise unterschiedliche Szenarien einüben, wie etwa das Betreten der Wohnung eines Verdächtigen. Acht Kameras zeichnen das Training auf. Wie Polizeihauptkommissar Michael Tegl erläuterte, besprechen Ausbilder und Teilnehmer die Aufnahmen anschließend im Schulungsraum und werten sie aus. Auch eine Raumschießanlage (RSA) gehört zum Trainingszentrum dazu. Ziel der Übungen im DIF-Raum sei jedoch, den Einsatz der Schusswaffe zu vermeiden. "Wir reden erst und handeln dann", so Tegl.

Der zweite Bauabschnitt besteht aus zwei Gebäuden mit insgesamt rund 3.000 Quadratmetern Fläche. Bau und Umbau der Gebäude haben - nach Angaben des Hessischen Ministerium des Innern und für Sport - gut 12 Millionen Euro gekostet. In Polizeisondertechnik wurden rund 500.000 Euro investiert, während gut 300.000 Euro die weitere Ausstattung und Möblierung kostete. In den Außenanlagen befinden außerdem knapp 190 Pkw-Stellplätze, davon 16 in Carports. Übrigens: mit dem Bezug des neuen Bauabschnitts hat die Polizei die "alte Liegenschaft" in der Dr.-Dietz-Straße - auch dort war eine unterirdische Schießanlage - geräumt. Dort ist nun die Fuldaer Katastrophenschutzbehörde eingezogen. (th). +++

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