Bezieht am kommenden Montag, 1. Dezember, sein Büro im Haunetaler Rathaus: Bürgermeister Gerd Lang -

HAUNETAL„Hauptsache Haunetal“:

Bürgermeister Gerd LANG stellt sich ab Montag in den Dienst seiner Gemeinde

28.11.14 -

Er will Haunetal wieder auf ...Archivfotos: Stefanie Harth

Gerd Lang sorgte am 28. September für eine faustdicke Überraschung in der Marktgemeinde Haunetal. Mit einem Stimmenanteil von 56,9 Prozent setzte er sich bei der Bürgermeisterwahl im ersten Wahlgang gegen seine Mitbewerber Andreas Kimpel (CDU) und Frank Neuber (SPD) durch. Jetzt will der parteiunabhängige Bürgermeister, der am kommenden Montag, 1. Dezember, sein Büro im Haunetaler Rathaus beziehen wird, die in der Vergangenheit stark krisengebeutelte Marktgemeinde wieder auf Kurs bringen.

Um dies bewerkstelligen zu können, möchte der 57-jährige Stärkloser seinen Wahlkampf-Slogan „Hauptsache Haunetal“ gemeinsam mit den Bürgern, den Gemeindegremien und der Gemeindeverwaltung umsetzen. Dabei hat sich der ehemalige Leiter des Bildungszentrums der Thüringer Polizei und des Fachbereichs öffentliche Verwaltung der Schaffung von mehr Bürgernähe, Bürgerbeteiligung und Transparenz verschrieben. osthessen-news.de sprach mit Gerd Lang über seine Pläne, seine Visionen und den sachlichen Ton, der zukünftig im „Land für Leute“ vorherrschen soll.

osthessen-news.de: Herr Lang, in den letzten Wochen waren Sie stark eingebunden, Ihre Tätigkeit als Leiter des Bildungszentrums der Thüringer Polizei und des Fachbereichs öffentliche Verwaltung ordnungsgemäß abzuwickeln. Nun erwarten Sie neue, schwierige Aufgaben, denen Sie sich widmen müssen. Haben Sie schon eine Prioritäten-Liste erstellt? Welche „Baustellen“ gilt es, zuerst zu beheben?

Gerd Lang: Ich habe für mich ein entsprechendes Arbeitsprogramm aufgestellt. Zunächst möchte ich jedoch Gespräche innerhalb der Gemeindeverwaltung sowie mit den Gemeindegremien und den Ortsvorstehern führen. Wesentliche Aufgaben sind unabhängig davon, die Aufstellung des Haushalts für 2015, die Erstellung der Jahresabschlüsse ab 2010 und die Erarbeitung einer Wassersatzung.

osthessen-news.de: Sie sind kein Freund von überstürzten Handlungen, gelten eher als Analytiker, der genauestens überprüft und hinter die Kulissen schaut. Haben Sie schon Konzepte entwickelt, um die Marktgemeinde Haunetal fit für die Zukunft zu machen?

Gerd Lang: Wie Sie sehr richtig feststellen, müssen die einzelnen Sachverhalte zunächst analysiert werden. Im Anschluss daran werden wir Lösungsalternativen erarbeiten und gegebenenfalls Konzepte entwickeln.

osthessen-news.de: Sie sagten einmal, dass die Sanierung des Haushalts nicht auf dem Rücken der Bürger ausgetragen werden dürfe. Wie wollen Sie die Marktgemeinde aus den roten Zahlen führen?

Gerd Lang: Wir müssen zunächst die Jahresabschlüsse erstellen, um die tatsächliche finanzielle Situation der Marktgemeinde zu kennen. Ohne diese fundierte Datenbasis ist keine seriöse Bewertung möglich. Sicher ist schon jetzt, wir werden sparen und uns die Frage stellen müssen, worauf können wir in Zukunft verzichten. Ferner müssen wir bevor wir mit einer Maßnahme, ob gefördert oder nicht, beginnen, darüber nachdenken, wie wir den Eigenanteil generationsgerecht finanzieren und welche Folgekosten entstehen.

osthessen-news.de: Sie wollen ein „Meister“ aller Bürger sein. Wie wollen Sie künftig alle Haunetaler in ein Boot holen und sie in Entscheidungsprozesse mit einbinden?

Gerd Lang: Bei wesentlichen bzw. wichtigen Angelegenheiten sollen die Bürgerinnen und Bürger von Haunetal bereits bei der Entscheidungsfindung beteiligt werden und den gesamten folgenden Prozess begleiten. Hierfür es unabdingbar, die tatsächliche Beteiligung der Ortsbeiräte sowie der Bürgerinnen und Bürger (Stichwort: Bürgermeistersprechstunde in den Ortsteilen zur aktiven Bürgerbeteiligung) zu organisieren.

osthessen-news.de: Erachten Sie es als Vorteil, dass Sie bislang auf kommunalpolitischer Ebene noch nicht aktiv waren, quasi ein unbeschriebenes Blatt sind?

Gerd Lang: Meine kommunalpolitischen Erfahrungen sammelte ich im Verlauf meiner beruflichen Laufbahn ab 1991 unter anderem beim Aufbau der Verwaltung in Thüringen, während meiner Mitarbeit an runden Tischen in Städten und Gemeinden. Darüber hinaus war ich als Leiter der Polizeiinspektion Mitglied im Kinder-und Jugendhilfeausschuss der kreisfreien Stadt Suhl. Ferner war ich über fünf Jahre im Thüringer Innenministerium tätig. Dort habe ich in der Zusammenarbeit mit Politikern und politischen Gremien vielfältige Erfahrungen sammeln können.

osthessen-news.de: Als ehemaliger Dienststellenleiter kennen Sie sich mit dem Aufbau einer Verwaltung sowie mit Personalführung aus. Kommt Ihnen dieser reichhaltige Erfahrungsschatz, auf den Sie zurückgreifen können, jetzt zugute?

Gerd Lang: Ja.

osthessen-news.de: Eine letzte Frage: Welche Dinge, Utensilien oder Andenken sind für Sie unverzichtbar, um sich in ihrem Amtszimmer, in dem Sie bald viele Stunden verbringen werden, häuslich einzurichten?

Gerd Lang: Bilder meiner Familie, das Kölsche Grundgesetz, einige persönliche Präsente, die ich von deutschen und ausländischen Dienststellen bekommen habe, sowie einige Sportlerehrungen. (Das Interview führte Stefanie Harth)+++



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